An diesem Ort befand sich zur Zeit des zweiten Weltkriegs das Werk III der
Gerhard-Fieseler-Werke in Kassel.
Nachdem die Produktionsanlagen Gerhard Fieselers in seinem alten Werk
in Ihringshausen nicht mehr ausreichten zog er in eine ehemalige Munitionsfabrik
aus dem ersten Weltkrieg in der Lilienthalstraße in Kassel. Auch dort kam er bald
an die Grenzen seiner Kapazität, sodaß ein weiteres Werk (Werk II) in Lohfelden
und ein Werk (Werk III) direkt am Flughafen Kassel-Waldau errichtet wurde.
Auflistung einiger Flugzeuge, die bei Fieseler u. a. in Lizenz produziert wurden:
Messerschmitt Bf 109
(besonders erwähnenswert ist hier das nur bei Fieseler produzierte Modell Bf 109 T
mit klappbaren Tragflächen. Es war für den Einsatz auf dem deutschen Flugzeugträger
Graf-Zeppelin bestimmt, der nie fertiggestellt wurde.)
Focke-Wulf Fw 190
Fieseler F 2 Sportflugzeug
Fieseler F 5 Sport und Trainingsflugzeug
Fieseler Fi 98, Kampfflugzeug, Doppeldecker
Fieseler Fi-103 die fliegende Bombe V1
Fieseler Fi 156 (Fieseler Storch) STOL, Aufklärer
Fieseler Fi 167 Torpedobomber, Aufklärer
Zeitweise waren mehr als 10.000 Arbeiter und Arbeiterinnen, darunter tausende
niederländische und französische Zwangsarbeiter, in den drei Kasseler Fieseler Werken beschäftigt.
Im Bild ist rechts die große Montagehalle zu erkennen. In der Mitte sieht man den Schieß-
stand, auf dem die Maschienengewehre der fertiggestellten Flugzeuge eingeschossen
wurden. Im Vordergrund steht das Empfangsgebäude des Flughafens Kassel-Waldau.
Zum Cache: Die große Montagehalle wurde auch nach dem Krieg von etlichen Firmen z.T.
als Lagerhalle genutzt. Nachdem sie zuletzt über mehrere Jahre ungenutzt leerstand wurde sie
erst vor einigen Wochen abgerissen.
Das Döschen findet ihr im Blickwinkel des Bildes hinter der Halle.
ACHTUNG: Es ist nicht notwendig irgendeine Mauer oder einen Zaun zu überwinden!