4. Westwallcache "Bunker 202/Vetschau" Traditional Cache
Lt. Knoblauch: Zum Schutz des Bunkers wird der Cache nun deaktiviert!
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4. Westwallcache "Bunker 202/Vetschau"
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (regular)
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Vorsicht: Helm & Taschenlampe notwendig!!!! Viele Stolperfallen, Rost und vorstehendes Armierungseisen!!! Kinder NICHT alleine hier rein lassen!
Bunker 202 MG-Stand Vetschau
Rückwärtige Stellung des Vetschauer Bergs

Nach der Entmilitarisierung des Rheinlandes 1936 begann Hitler, kategorisch die Westgrenze Deutschlands zu befestigen; als vermeintliche Absicherung gegen einen französischen Angriff. Militärexperten begutachteten das Terrain und setzten die Punkte fest, an denen die Bunker und Panzersperren gebaut werden sollten (die „Roten Zone“), strategische Punkte wurden vermessen, natürliche Merkmale als Hindernisse in die Planung einbezogen.
Der RAD (Reichsarbeitsdienst) und die OT (Organisation Todt: Fritz Todt, ziviler Generalinspektor, zuständig für die Bauleitung) begannen den Ausbau der Westbefestigungen, die später als der „Westwall“ populär wurden. Kurzeitig florierte die lokale (Bau-)Wirtschaft durch die über 600km lange Baustelle – was das Nazi-Regime politisch als Arbeitsbeschaffung trügerisch ausschlachtete. In der Tat wurden, neben dem RAD, reguläre Arbeiter von ihrem eigentlichen Erwerb beurlaubt und durch die Dienstpflicht-Verordnung vom 22. Juni 1938 zum Arbeiten herangezogen. Die Familien erhielten weiterhin 80% des Lohnes zum Leben. Diese augenscheinliche Sozialpolitik, von der noch vom 1. Weltkrieg und seinen politischen Auswirkungen gebeutelten deutschen Bevölkerung als DIE Errungenschaft Hitlers gefeiert, konnte nur durch das mörderische Erbe der gnadenlosen, menschenverachtenden Ausbeutung der jüdischen Bevölkerung getragen werden!
Zwei Westwallinien umschließen das „Aachener Loch“ über die Höhenzüge im Norden (Vetschauer Berg, Kahlenberg, Ravelsberg, Kaninsberg) und Süden (Friedrichswald, Wolfsberg, Tartarenkopf); der Vollausbau begann 1939 mit dem Aachen-Saar-Programm. Die Errichtung der Bunker verlief ökonomisiert durch systematische Arbeitsabläufe: die Gruben wurden ausgehoben, das Fundament eingegeben, Beton in die Stahlskelette eingegossen. Einzelteile erlaubten das Baukastenprinzip (=Regelbau) und eine Art universelle Verwendung der Einzelteile. Zum Schluß wurden die optischen Instrumente und Schartenplatten eingesetzt. Lastwagen um Lastwagen rollten Tag und Nacht, schafften Tonnen an Material heran.
Ganze Arbeiterstädte entstanden quasi über Nacht. Auch im Gebiet um Herzogenrath herrschte Hochbetrieb. Zwar sorgten die vielen städtischen Fremdarbeiter für so manchen (trunkenen) Trubel, doch das Baugewerbe hatte keine Kapazität mehr für andere Aufträge. Höhepunkt war der spontane Besuch Hitlers und seines Vasallen Keitel in Herzogenrath im Frühjahr 1939. Von der Post am damaligen Adolf-Hitler-Platz aus, begab sich der Diktator auf eine kurze Inspektionsreise. Zu dem Zeitpunkt kannte die Begeisterung der Bevölkerung keine Grenzen, hatte es Hitler doch „geschafft“, die Arbeitslosigkeit in Deutschland auszumerzen - die brutale Wirklichkeit dieser Lüge sollte die Bevölkerung erst später erfahren...
Der Bunker (MG-Schartenstand 202, wahrscheinlich Typ 103) liegt am nordwestlichen Ortsrand von Vetschau; parken könnt Ihr bei N50 48.783 E006 02.136. Er sicherte die Höckerlinie nach Norden hin. Die Alliierten umgangen dieses Gebiet großflächig und umschlossen Aachen am Ravelsberg bei Würselen am 17.10.1944.
ACHTUNG: Der Bunker liegt an einer Scheune am Rande eines Ackers. Er ist ohne weiteres zugänglich, dennoch muß ich darauf hinweisen, daß ohne Genehmigung des Besitzers der Zutritt der bewirtschafteten Flächen nicht gestattet ist! Der Cache liegt im Bunker. Da er dicht bewachsen ist gibt es hier unzählige gefährliche Stolperfallen.
Additional Hints
(Decrypt)
Orervgfpunsgfenhz, orvz thgra Gebcsra!
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