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Pferdegöpel (Johanngeorgenstadts Erster) Traditional Cache

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Hidden : 7/22/2007
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


 
 

Pferdegöpel Johanngeorgenstadt

 



In der frühen Zeit der Silbererzförderung in der 1654 gegründeten Bergstadt Johanngeorgenstadt konnten zunächst die oberflächennahen Silbervorkommen ohne größeren Aufwand abgebaut werden. Bergbauliche Maschinen zur Förderung, die durch Wasserkraft angetrieben wurden kamen ab 1690 auf. Dort wo die Nutzung der Wasserkraft nicht oder schlecht möglich war, baute man Pferdegöpel für den Antrieb der Fördertrommeln, um mit Seilen oder Ketten die Transportwagen, auch Hunte genannt, zu bewegen.

In Johanngeorgenstadt existierten im Laufe der Zeit insgesamt drei dieser Göpel:

Um 1721 begann der Bau des ersten Pferdegöpels in Johanngeorgenstadt, erbaut von den Eigners der Silbergruben Hohneujahr - und Unverhofft Glück. Am 5. Mai 1788 brannte dieser Göpel aus ungeklärter Ursache ab und wurde nicht wieder aufgebaut.

Dafür entstand bei der seit 1716 bestehenden Neu Leipziger Glück Fundgrube in den Jahren 1797/98 ein neuer Göpel - der bekannte Johanngeorgenstädter Pferdegöpel. Im Dezember 1798 wurde die Förderung aus dem 140m tiefen Schacht aufgenommen  Bis zur Elektrifizierung des Bergbaus erfüllte der Pferdegöpel seine Funktion. 1917 wurde letztmals gefördert.

Der größte Pferdegöpel bei Johanngeorgenstadt wurde 1806 durch die Eisen- und Zinnerzgrube Henneberg Tiefer Erbstolln errichtet. Er stand am Zugang zum heutigen Naturschutzgebiet "Kleiner Kranichsee". Mit den Möglichkeiten des Importes von Erzen aufgrund des Endes der Kontinentalsperre zur Zeit der napoleonischen Kriege setzte ein rascher Rückgang des erzgebirgischen Eisenbergbaus ein. Die kostenintensiven Maschinenanlagen wurden 1827 aufgegeben und abgebrochen.

 

Nachdem der Göpel der Neu Leipziger Glück Fundgrube seine Bedeutung als Förderanlage für den Bergbau verloren hatte, nahm sich der Landesverein Sächsischer Heimatschutz seiner an. Danach diente der Göpel mehr als 25 Jahre lang als technisches Denkmal.

Im Jahre 1946 begann in Johanngeorgenstadt der Uran-Bergbau durch die SAG WISMUT. Auf Denkmale der Bergbaugeschichte nahm man dabei keine Rücksicht - so wurde 1948 der letzte erhaltene Pferdegöpel in Sachsen vernichtet.
Über Jahre wurde immer wieder der Wiederaufbau des Göpels gefordert. 1991 hatte man endlich Erfolg - der Freistaat Sachsen bewilligte die erforderlichen Fördermittel zum Bau eines originalgetreuen, funktionsfähigen Pferdegöpels.
Bereits am 17. Juni 1992 fand die feierliche Grundsteinlegung statt. Bis Ende August erfolgten die Einbringung des Fundaments und die Aufstellung des Fachwerk-Gerüstes von Göpelpyramide und Treibehaus. Im Herbst 1992 wurde das Treibehaus verbrettert und es begann die Beschindelung des Göpels.
Im Juli 1993 begannen der Einbau der Maschinenteile und die Freilegung des verfüllten Schachtes. Dabei stellte sich heraus, dass die 245 Jahre alte Trockenmauerung fest und sicher stand.
Am 30. Oktober 1993 war es soweit - mit einer Bergparade begann die feierliche Einweihung des Pferdegöpels.

Besichtigt werden kann der Pferdegöpel im Rahmen von Führungen jeweils Dienstag bis Sonntag um

10, 11, 13, 14, 15 und 16 Uhr.

Schauvorführungen mit Pferden finden an obigen Tagen außer Samstag um 13, 14, 15 und 16 Uhr statt.

 

 

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