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Stauschau 5 Traditional Cache

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fliwatuet100: Dieser ist jetzt dicht!

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Hidden : 8/8/2007
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Micro abseits der Autobahn2, an der Talbrücke Kleinenbremen. English version on request.

Dieser Cache gehört zur Serie "Stauschau".
Er befindet sich am Fusse der Talbrücke Kleinenbremen
und ist von der Landesstraße L441
zwischen Kleinenbremen und Todenmann zu erreichen.

ACHTUNG:
An der Westseite der Brücke gibt es für Polizei und Feuerwehr eine Zufahrt auf die Autobahn.
Versperrt also nicht die Straße!

Seit dem Pfingstwochenende 2006 ist die Autobahn 2 zwischen Veltheim und Bad Eilsen in Fahrtrichtung Hannover dreispurig befahrbar. Die sanierte alte Talbrücke bei Kleinenbremen wurde formlos für den Verkehr Richtung Niedersachsen freigegeben. Damit neigte sich eine dreijährige Bau- und Sanierungsphase ihrem Ende entgegen, in der fast täglich vor zum Teil kilometerlangen Staus gewarnt wurde und die Namen der Anschlussstellen Veltheim und Bad Eilsen landesweit zu trauriger Berühmtheit gelangten wie sonst nur Abfahrten an Rhein und Ruhr in den Spitzenzeiten des Berufsverkehrs. Auch viele Autofahrer aus Minden und Porta Westfalica machten lieber gleich einen großen Bogen um den Bereich, nutzten benachbarte Auf- und Abfahrten.

Die Talbrücke Kleinenbremen war einer der letzten Engpässe auf der Autobahn Hannover-Bielefeld. Zur Beseitigung des Nadelöhrs wurde ein neues, zweites Viadukt hochgezogen. Eigentlich sollte die Sanierung und Verbreiterung des 25 Meter hoch zwischen Kleinenbremen und Todenmann durchs Wesergebirge führenden Bauwerks schon zur EXPO fertig sein. Doch das war wegen des finanziellen und vor allem auch technischen Aufwands nicht zu schaffen. Grund: Das Brückenbauwerk musste nicht nur um zwei Standspuren erweitert, sondern zusätzlich von dem nach dem Krieg angebrachten „Flickwerk“ befreit werden. Dazu zählten vor allem die Anfang der siebziger Jahre zur Aufnahme einer dritten Fahrspur angehängten Seitenelemente. Sie wurden wieder abmontiert. Außerdem mussten Spannbeton und Brückenauflage erneuert und verstärkt werden. Sie waren bei der Anbringung der Seitenteile auf ein Minimum reduziert und zurückgebaut worden. Sonst hätten die Brückenpfeiler das zusätzliche Gewicht nicht verkraften können. Durch die neuere Stabilisierung wurden Fahrbahn und Brücke um zwei Meter höher. Das komme nicht nur der Tragkraft, sondern auch dem Aussehen des Bauwerks zugute, sagen die Fachleute.
Das 1939 erstellte Viadukt durchs Wesergebirge gilt als ästhetisch und handwerklich besonders gelungen. Die Talbrücke war am 3. April 1945 auf Geheiß der Befehlshaber der zurückweichenden Wehrmacht gesprengt worden. Sieben Jahre später, Anfang Februar 1952, war sie wieder befahrbar.
Um das Viadukt verkehrs- und sicherheitstechnisch auf den neuesten Stand zu bringen, haben sich die Fachleute zum Bau eines komplett neuen, zweiten Brückenbauwerks entschlossen. Dies sei die beste und „einfachste“ Möglichkeit, um die zusätzlich erforderlichen Standspuren einrichten zu können, heißt es. Der Neubau wurde auf der (Kleinenbremer) Nordseite unmittelbar neben der alten Brücke hochgezogen. Er fiel gut 20 Metern noch um etwa zwei Meter breiter als der „Altbau“ aus. Da die Pfeiler und Rundbögen dank des technischen Fortschritts heutzutage wesentlich schlanker und leichter als vor 60 Jahren gestaltet werden können, soll die Neukonstruktion wie eine „elegant geformte, vorgelagerte Silhouette“ wirken. Auch Farbe und Material wurden harmonisch angepasst. Die neue Brücke bekam dieselbe helle Natursteinverblendung aus Elbsandstein wie das Altviadukt.

Begonnen hatten die Arbeiten an der Talbrücke zwischen Kleinenbremen und Todenmann im Dezember 2002. Staus gab es wiederholt seit März 2003. Die Baukosten betrugen rund 14,5 Millionen Euro. Das Landestraßenbauamt Hannover war, obwohl ein großer Abschnitt der Brücke auf NRW-Hoheitsgebiet steht, für die Abwicklung des Gesamtvorhabens zuständig.

Verzögert hatten den Umbau der Talbrücke nicht nur die Demontage der alten Fahrbahnplatten, sondern auch umfangreiche Erdarbeiten am Hang. Und dann kamen die Fledermäuse. Das Alt-Viadukt erwies sich als wichtiges Winterquartier für eine Kolonie von "großen Abendseglern". Auf rund 500 Tiere schätzte ein Fledermausexperte die Population. Später wurden im Bereich der Brücke dazu noch mehr als 40 Exemplare des seltenen "Mausohrs" entdeckt. Das bedeutete wiederum Baupausen, bis die Flattertiere ihre Winterpause beendet hatten.

Inhalt: Logbuch. Stift unbedingt selbst mitbringen!

Viel Spaß!

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