Skip to content

Göppinger Geschichten - Das Schloss Traditional Cache

This cache has been archived.

Die_4_Schwoba: Tschüss!

More
Hidden : 8/21/2007
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


DAS SCHLOSS

Das Schloss kann viele Geschichten erzählen...
 
1548: Ein Kaiser übernachtet in Göppingen:
Damals, als es noch gar nicht stand, sondern an dieser Stelle noch die Göppinger Stadtburg war, übernachtete sogar ein Kaiser in Göppingen:
Am 22. August 1548 beherbergte Göppingen einen der mächtigsten Herrscher der Welt innerhalb seiner Mauern: Der dem Haus Habsburg entstammende Kaiser Karl V. bezog das Nachtquartier in der Göppinger Stadtburg, an deren Stelle wenige Jahre später das noch heute bestehende Schloss errichtet wurde.
Der 1500 in Gent geborene Karl V. regierte in Verbindung mit seiner Funktion als römisch-deutscher Kaiser und spanischer König über "ein Reich, in dem nie die Sonne unterging". Es reichte von den Niederlanden bis zur polnischen Grenze und von Nord- und Ostsee bis nach Sizilien und umfasste sogar Mexiko.
Karls Politik in Deutschland war geprägt durch sein Festhalten an der katholischen Lehre und die Auseinandersetzungen mit den protestantischen gesonnenen Reichsfürsten. In diesen Zusammenhang einzuordnen ist auch Karls Aufenthalt in Göppingen, als er zu Verhandlungen auf dem diplomatischen Parkett zwischen Ulm und Speyer unterwegs war.
Weitere Kurzaufenthalte Karls V. sind für die Jahre 1543 und 1550 belegt.
(Quelle: Göppinger Geschichten)
 
 
Nun aber zum Schloss:
Kurz nach seinem Regierungsantritt 1550 erholte sich Herzog Christoph von Württemberg im Göppinger Sauerwasserbad von einer Vergiftung am französischen Hof. Nach der erfolgreichen Kur plante der Herzog weitere Aufenthalte. Für sich und seine hohen Gäste benötigte er eine standesgemäße Unterkunft.
So wurde ab 1556 das Göppinger Schloss anstelle einer 1455 erstmals erwähnten Burg in der Nordwestecke der Stadt errichtet. Den Bau plante der herzogliche Baumeister Aberlin Tretsch. Das Schloss, eine Vierflügelanlage, wurde aus Bruchstein gemauert, anschließend verputzt.
Ein Teil der verwendeten Quader soll von der aufgegebenen Hohenstaufenburg stammen.
Das Prachtportal an der Südseite wird von den württembergischen Wappentieren, zwei Hirschen, bekrönt.
Im Innenhof erschließen drei Treppentürme die oberen Stockwerke. Der Turm in der Südwestecke beinhaltet die sog. Rebenstiege, eine vom Göppinger Steinmetzmeister Hans Neu geschaffene Wendeltreppe, an deren Unterseite ein kunstvoll gestalteter Rebstock mit allerlei Getier in seinen Verästelungen emporwächst.
Im Norden schloss sich ein großer Park mit mehreren Brunnen und Lusthäusern an.
Das Schloss beherbergte noch bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts Angehörige des württembergischen Hauses sowie deren Gäste. Danach wurde es Behördensitz.
(Quelle: Göppinger Geschichten)
 
 
Dann 1750: Ein Giftmordanschlag im Göppinger Schloss
Die anhaltenden Spannungen zwischen dem jungen württembergischen Herzog Karl Eugen und seiner Mutter, der Herzoginwitwe Maria Augusta, spitzten sich 1750 drastisch zu.
Karl Eugen ließ schließlich im September des Jahres seine Mutter zu lebenslangem Hausarrest im Göppinger Schloss gewaltsam festsetzen. Umgeben war Maria Augusta dort von ihrem Hofstaat und mehr als hundert Soldaten, die zu ihrer Bewachung abgestellt waren. Enge Beziehungen entwickelte die Herzogin bald zu der dem Hofstaat zugehörigen Familie des herzoglichen Meisterkochs Haakh. Wie aus tagebuchartigen Überlieferungen hervorgeht, wurde Haakh gedungen, auf Maria Augusta einen Giftmordanschlag zu verüben. Dieser Plan wurde rechtzeitig vereitelt. Haakh wurde zusammen mit seiner Ehefrau unter Zurücklassung der Kinder die Flucht nach Dänemark ermöglicht. Nach sechsjähriger Gefangenschaft verstarb Maria Augusta von Württemberg schließlich am 1. Februar 1756 eines natürlichen Todes.
(Quelle: Göppinger Geschichten)
 
 
1911: Bürgerinitiative rettet Schlosswäldchen
Schon vor knapp 100 Jahren setzten sich Bürger gegen die Zerstörung von innerstädtischen Grünflächen zur Wehr.
Zum Göppinger Schloss gehörte damals noch ein über 250 Ar großer Schlosspark, den der niederländische Gartengestalter Gratien de Widt im 16. Jahrhundert angelegt hatte. Noch zu Beginn des 20 Jahrhunderts führte kein öffentlicher Weg durch den Park. Deshalb forderten die Bewohner der neuen Wohnquartiere in der Nordstadt eine Verlängerung der Oberen Marstallstraße durch den Park bis zur Hauptstraße. Die königliche Domänenverwaltung schlug darauf den Bau einer 11 Meter breiten Straße und den Verkauf eines Teils des Schlosswäldchens, in dem einige 500-jährige Eichen standen, vor. Ein Sturm der Entrüstung setzte ein. Zahllose Leserbriefe in den drei Göppinger Tageszeitungen, Petitionen, Unterschriftensammlungen wurden von Göppinger Bürgern pro und contra verfasst. Während die einen meinten, dass "der Moloch Verkehr, dem schon so viel Schönheit geopfert wurde, wieder einmal ein in Jahrhunderten gewachsenes Stück Natur verschlingt", warnten die anderen die Stadtverwaltung "von einseitigen Ausführungen einiger sauerstoffbedürftiger Herren Notiz zu nehmen". Doch die "altmodischen Walderhalter" konnten sich durchsetzen, nachdem sie Unterstützung von überregionalen Organisationen erhalten hatten. Die Göppinger Bürgerinitiative für Heimat- und Naturschutz, die erste ihrer Art im ganzen Land, hatte 1911 das Schlosswäldchen gerettet.
In den Jahren 1959/60 war der Schlossgarten, die Brücken und der Graben wieder in der öffentlichen Diskussion, von 1986 bis 1992 erhitzte das Thema Schlosswald-Tiefgarage die Gemüter.
(Quelle: Göppinger Geschichten)
 
 
Gleich neben dem Schloss steht der Marstall:
Der in seinen oberen Geschossen in Fachwerk ausgeführte, langgestreckte Bau gehört zu den wenigen Bauten, die den zweiten Göppinger Stadtbrand im Jahr 1782 überstanden haben. Errichtet wurde das stattliche Haus nach 1550 als Nebengebäude des Schlosses als Marstall (vom altdeutschen march = Ross, Mähre) zur Unterbringung der Pferde, Wagen und Geschirre – heute entspräche diesem Bauvorhaben eine Tiefgarage für die Dienstwagen.
Der Marstall, der in seinen Spitzbogenportalen noch gotische Formelemente zeigt, dient heute als Jugendarrestanstalt.
Der davor platzierte, vom Bildhauer Prof. Fritz Nuss gestaltete Pferdebrunnen, versinnbildlicht die frühere Funktion des Fachwerkbaus.
(Quelle: Göppinger Geschichten)
 
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
 

Bitte den Cache wieder genau DA und genau SO wieder verstecken.

 
 
 
 
 
 
 

 

 

Additional Hints (Decrypt)

Yvaxr Onax erpugf uvagra.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)