Der Schatz von Königswinter
Es war eine besonders ungemütliche, regnerische Nacht. Nebel und Wolkenfetzen verhüllten immer wieder den bleichen Vollmond. Aber das war den Piraten nur recht. Ihnen machte das Wetter nichts aus. Je weniger man von ihnen sah, desto besser. Sie folgten schon die ganze Nacht dem Lauf des großen Flusses, so wie es ihnen Kniesje, ihr Koch geraten hatte. Ja, die Idee für das Versteck hatte ausgerechnet der Koch gehabt! Er stammte aus den flachen Landen im Westen, wo er mit der See aufgewachsen war. Seine zweite Leidenschaft galt dem Kochen. Er war berühmt für seine in goldgelbem Fett schwimmenden Kartoffenstäbchen und für sein Fleischgericht „Frikan d’el“, dessen Rezept er ängstlich hütete und sich weigerte, auch nur den kleinsten Hinweis auf die Bestandteile, aus denen sie gemacht wurden, zu geben. Kniesje hatte ihnen von den Bergen erzählt: Dort gab es ideale Orte, um einen Piratenschatz zu verstecken. Er war als Kind schon einmal hier gewesen. Es waren die ersten Berge, die er je gesehen hatte. Wenn man, wie er, von der flachen Küste kam und dann dem großen Fluss immer weiter ins Land hinein folgte, vorbei an großen Städten und weiten Wiesen, dann tauchten sie nach einigen Tagen plötzlich vor einem auf: die Sieben Berge (wobei es eigentlich viel mehr waren)! Dabei fiel ein Berg, direkt am Fluss gelegen, besonders auf: ein schroffer Felsen mit einer Ruine auf seiner Spitze. Es sollte dort sogar einmal ein Drache gelebt haben, aber der war natürlich längst erschlagen worden. Ein fahler Sonnenaufgang begann jetzt den Himmel hinter der einsamen Ruine auf dem Felsen zu verfärben. Eigentlich ein romantischer Anblick. Aber die Piraten hatten mit Romantik nichts im Sinn. Es war kurz vor fünf Uhr morgens, die kleine Stadt am Fuße des Felsens lag in tiefem Schlaf, als das Piratenschiff vor Anker ging. Eine Wache wurde an Bord zurückgelassen. Die anderen schlichen sich, eine kleine Kiste im Gepäck, an Land. Nach einer Weile hatten sie ein gutes Versteck für den Schatz gefunden. Aber das war nur die halbe Arbeit. „Jetzt müssen wir noch eine Schatzkarte anfertigen,“ sagte der Captain, „damit wir den Schatz später wieder finden können. Aber er muss mit schwierigen Aufgaben und Rätseln geschützt werden, damit er nicht in falsche Hände gerät, falls uns jemand die Karte stehlen sollte.“ Und so huschten im Morgengrauen einige Gestalten durch den kleinen Ort, sahen sich unauffällig um, zeichneten hier und schrieben da etwas, immer auf der Hut vor den Eingeborenen, die langsam an ihr Tagewerk gingen und misstrauisch die seltsam angezogene kleine Gruppe musterte. Schließlich war die Karte fertig, und der Captain war sehr zufrieden. „Damit kann bestimmt niemand etwas anfangen, wenn er es finden sollte,“ freute er sich, als sie auf ihr Schiff zurückkehrten und Kniesje ihnen leckeren Kaffee gekocht hatte (aber er vergaß natürlich auch nicht den Genever für den Captain!). Die Aufgaben der Piraten-Schatzkarte haben wir hier für Euch zusammengestellt (das Original wurde zusammen mit dem Geheimrezept für „Frikan d’el“ bei den Ausschachtungsarbeiten für den Neubau eines Koffieshops in der Nähe von Middelburg/Zeeland in den Niederlanden gefunden; es war jedoch durch das Alter und einige Fettflecken zu unleserlich geworden, um hier abgebildet zu werden).
Falls Ihr nicht mit dem Schiff, auf dem gleichen Weg wie die Piraten, kommt, könnt ihr am besten gleich an den Startkoors parken. Oder Ihr kommt mit der Straßenbahn Linie 66 Haltestelle „Fähre Sealife Aquarium“.
Los geht's dann hier: STATION 1: N 50°40.447 E 007°11.912. ACHTUNG: Dies ist also quasi der eigentliche Startpunkt! Wenn Ihr per Schiff oder Bahn oder ähnlichem anreist oder an den o.g. Koors keinen Parkplatz gefunden habt, könnt Ihr Euch gleich zu Station 1 begeben...
1. Aufgabe: Ein historisches Gefährt kann „Wasser lassen“. Wie viele handelsübliche Vorrichtungen gibt es insgesamt dafür? Ihre Zahl sei A
2. Aufgabe bei N 50°40.439 E 007°11.A52: Latein ist die Sprache der (katholischen) Kirche. Und viel Latein gibt es hier, über der Tür. Aber auch einen vertrauten, arabischen Anblick. Dieser sei B
3. Aufgabe bei N 50°40.4B1 E 007°11.A12: Es gibt hier Wein und Bier; trotzdem erinnert der Name an ein anderes Laster. Das Wappentier trinkt jedoch lieber. Erster Buchstabe dieses Tieres (wenn A=1, B=2 etc.) sei C
4. Aufgabe bei N 50°40.525 E 007°11.CA1: Wie viele Drachen gibt es „In der Welt“ (und nirgendwo sonst)? Ihre Zahl sei D
5. Aufgabe bei N 50°40.A15 E 007°11.DC5: Es gehört zu den Dingen, die man(n) im Leben getan haben soll. Wann tat es der Männergesangverein? E 9 6 8
6. Aufgabe bei N 50°40.7C7 E 007°11.D58: Windmühlen suchen er und sein Knappe in diesem Garten vergebens. Wir suchen den ersten Buchstaben vom ersten Teil des Namens der Hauptfigur. Erster Buchstabe dieses Namens (wenn A=1, B=2 etc.) sei F
7. Aufgabe bei N 50°40.7B0 E 007°11.F00: Hier treibt man’s bunt und geometrisch. Wie oft (wenn nur die Bunten zählen)? Anzahl sei G
8. Aufgabe bei N 50°40.(7D8)-29 E 007°11.(55E)+28: Herr Fus starb eines plötzlichen Todes. In welchem Jahr ereilte ihn sein Schicksal? 1 H 2 2
9. Aufgabe bei N 50°40.FHD E 007°11.H8A: Wie viele Betten stehen Gästen offen? Quersumme = I = 2 (im Moment ist diese Info leider nicht vorhanden!)
10. Aufgabe bei N 50°40.DB5 E 007°11.H5H: Finde und zähle die „4-blättrigen Kleeblätter“ am Portal. Ob sie aber auch Glück bringen? Anzahl der „Kleeblätter“ sei J
A =
B =
C =
D =
E =
F =
G =
H =
I = 2
J =
Jetzt habt Ihr hoffentlich alles zusammen, um den Schatz zu heben.
Und hier ist er versteckt: N 50°40.(B+C+E) (F-J) E 007°11.(H+I) (D-I) ((I*G)-A)
N 50°40.______ E 007°11.______
Übrigens ist dies unser erster Cache! Wir hoffen, es klappt alles und Ihr habt Spaß dabei!
Ahoi! Pirates of the Rhine Capt. Jack – Lara C. – Dragon-Dog