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Humpis Schloss Multi-Cache

This cache has been archived.

ApproV: Keine Wartung mehr, schade.

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Hidden : 10/1/2007
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:


Um auf den Spuren von Marquard Jacob Humpis zu wandeln und die ca. 3,5 km zu bewältigen bedarf es an reiner Gehzeit ungefähr eine Stunde. Wie lange es allerdings dauert den Gedanken des Herrn Humpis an den einzelnen Stationen zu folgen variiert natürlich je nach Wissen und Spürsinn, sollte aber nicht länger als eine weitere Stunde dauern.

Die Wege waren zu Zeiten von derer Humpis bereits kutschentauglich und sind es auch heute noch, wenn gleich nicht alles geteert ist und es nach einem Regenguß hier und da etwas matschig sein kann. Hier ein Auszug aus der Chronik von Brochenzell um zu verstehen worum es eigentlich geht:

Brochenzell wurde erstmals im Jahre 861 unter dem Namen Eigileswilare urkundlich erwähnt. Laut dieser Urkunde erhielt das Kloster St. Gallen die Kirche und einen Hof mit den übrigen Gebäuden. Im Jahre 1274 befand sich Brochenzell in den Händen der Grafen von Heiligenberg. 1277 kam Brochenzell gemeinsam mit dem gesamten Linzgau von Berthold von Heiligenberg in den Besitz seines Oheim Graf Hugo von Werdenberg. Bereits zu dieser Zeit wurde in Brochenzell eine stattliche Burg erwähnt.

 schloss

1401 begann eine eigenständige Entwicklung der Herrschaft Brochenzell, zu der neben dem namensgebenden Hauptort acht weitere Wohnplätze zählten. Die Herrschaft gelangte von den Werdenbergern zunächst an den Konstanzer Bürger Konrad Ruh, dann an Hans von Hewen und schließlich an die Grafen von Montfort.
Im Jahre 1447 verkaufte Hugo von Montfort wegen finanzieller Schwierigkeiten die Herrschaft „mit Leuten, Gerichten, Gütern, Zwing und Bann, Obrigkeiten, Boten und Verboten und aller Zugehör“ an die reichen Ravensburger Handelsherren Itel Humpis d. Ä. und dessen Vetter Jos Humpis d. J. Die Humpis errichteten an der Stelle der alten Wasserburg ein Schloss mit einem typischen runden Eckturm. Im Bogen der Eingangstüre ist heute noch die Jahreszahl der Entstehung eingemeißelt.

 wappen

Durch Handel und Übernahme von Amtsgeschäften kamen die Humpis zu beachtlichem Ansehen und Wohlstand. Sie waren Mitbegründer der Großen Ravensburger Handelsgesellschaft. Doch der dreißigjährige Krieg ging auch an den Humpis nicht spurlos vorüber. Sie gerieten immer mehr in Schulden und so war schließlich Marquard Jacob Humpis gezwungen, sein Rittergut Brochenzell 1721 an das Kloster Weingarten zu verkaufen. Durch die Zahlung von 34500 Gulden war nun Reichsprälat Abt Sebastian Hyller von Weingarten Herrscher über Brochenzell. 1748 wird das Schloss renoviert und als Amtshaus ausgebaut.
Durch die Säkularisation wurde das Kloster Weingarten aufgehoben und somit endete 1803 die Herrschaft der Kirchenfürsten und ging an den Grafen Nassau-Oranien. Ein Jahr später kam Brochenzell zu Österreich und 1805 an die Krone Württemberg. Brochenzell zählte in württembergischer Zeit zur Schultheißerei  (eigener Verwaltungs- und Gerichtsbezirk), die 1810 im Humpisschloss eingerichtet wurde. Nach Verlegung der Ortsverwaltung im Jahr 1823 nach Ettenkirch verlor das Schloss seine herrschaftliche Bedeutung.

Allerdings ging die Geschichte die sich um die 34500 Gulden rankt nicht verloren. Und so heißt es, dass Marquard Jacob Humpis nach dem seine Schulden getilgt waren den verbliebenen Teil in irdische Güter investierte und diese versteckte. Sein Plan soll es gewesen sein, dass nur diejenigen, die an der Geschichte des Schlosses interessiert sind in den Besitz seiner Güter kommen sollten.

Es ist daher angeraten die Historie des Schlosses allgegenwärtig zu haben und sich für die Art und Bedeutung von Verwandtschaftsverhältnissen aus jener Zeit zu interessieren. Hilfreich dürfte auch die Gründungsurkunde sein, die von Marquard auch als Schlüssel zum Glück bezeichnet wurde und sich bei N 47° 42.220'  E 9° 32.950' befindet.
Eine Abschrift (sowie an den anderen Stationen auch) darf gerne mitgenommen werden. Sollten die Abschriften zur Neige gehen wäre eine Nachricht nett. Danke!

Übrigens pflegten die Herrschaften ihre Rösser und Kutschen bei N 47° 42.225'   E 9° 32.965' zu belassen wenn sie das Schloss besuchten, welches auch heute noch wegen der Gastfreundlichkeit und guten Küche wohl bekannt ist.

Additional Hints (Decrypt)

Fgneg: Qnaa fpunh unyg va qvr Eöuer Fgntr1: Rvare qre Fgrvar znpug jrvßr Fgntr2: Qvpug orvz Unhcgfgrva (ahgmr qvr Teüaqhatfhexhaqr) Fgntr3: Orvz Onhz uvagre qre Onax Svany: Va rvare Jhemry

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)