Zu den Grundfähigkeiten eines Navigators gehört es, dass er
jeder Zeit den aktuellen Standort seines Flugzeuges bestimmen und
auch planen kann, wann es wo sein wird. Dafür gibt es mehrere
Möglichkeiten. Die wohl einfachste ist es, den Standort mit Hilfe
von markanten Orientierungsmerkmalen zu bestimmen
(Sichtnavigation). Hat man jedoch keine Sicht (nachts, in oder über
den Wolken), oder der Flug führt über ein Gelände mit wenigen oder
gar keinen Orientierungsmerkmalen (Meer, Wüste, Steppe, Urwald,
Arktis...), dann lässt sich diese Methode nicht anwenden. Eine
Möglichkeit besteht darin, den Standort an Hand von geflogenem Kurs
und geflogener Zeit zu bestimmen (Koppelnavigation). Dieses
Verfahren wird durch den Windeinfluss über einen längeren Zeitraum
ungenau und deshalb nur auf kurzen Streckenabschnitten angewandt.
Genauer ist die Nutzung von funkelektronischen Navigationsmitteln,
den so genannten Funkfeuern (Funkpeilung, NDB,
VOR, DME).
Diese erlauben es, den Winkel zwischen der Nordrichtung und der
Verbindungslinie Flugzeug-Funkfeuer, die so genannte Peilung, zu
messen. Mit Hilfe des DME kann die Entfernung zwischen Flugzeug und
Funkfeuer gemessen werden. So lässt sich der Standort zum einen in
einem Polarkoordinatensystem als Entfernung und Richtung zum
Funkfeuer bestimmen (VOR/DME). Steht keine Entfernungsangabe zur
Verfügung (NDB, VOR) kann der Standort mit zwei Funkfeuern durch
Kreuzpeilung
bestimmt werden.
Im Teil 1 (GC172MK) habt Ihr die
Koordinaten für den Ausgangspunkt A, den Ihr nicht anlaufen müsst,
erfahren. A sei ein VOR/DME. Dann befindet sich der Bezugspunkt B
(den Ihr ebenfalls nicht anlaufen braucht) 337 m von A entfernt in
Richtung 117°. Den (virtuellen) Bezugspunkt C bestimmt Ihr durch
Kreuzpeilung. Er befindet sich in Richtung 151° von A und 256° von
B. Die Final-Koordinaten ergeben sich dann aus dem Schnittpunkt des
Strahls von B mit 228° mit dem Strahl von C mit 156°.
Ihr könnt die Aufgabe natürlich klassisch lösen, mit einer sehr
guten Karte, einem Navigationsdreieck (Winkelmesser) und
Navigationszirkel (normaler Zirkel oder Lineal). Aber einfacher und
auch genauer geht es mit der Software Eures GPS (z.B. Garmin
MapSource). Prinzipiell sollte es auch mit GoogleEarth gehen. Wer
es ganz genau mag, kann die Final-Koordinaten auch berechnen
(Trigonometrie bzw. sphärische Trigonometrie). Aus dem Rätsel-Cache
solltet Ihr aber besser keinen Multi machen. Einige der
Referenzpunkte befinden sich auf privatem Gelände, dessen Betreten
vom Eigentümer nicht erwünscht ist. Das ist zur Lösung der Aufgabe
aber auch nicht nötig.
Habt Ihr diese Aufgabe gelöst, dann wartet im dritten Teil
(GC172N2) schon die nächste auf
Euch.
Wir wünschen Euch weiterhin viel Spaß!
Auf dem Weg vom Parkplatz zum Cache kommt Ihr an einer
Wassermühle vorbei. Diese wurde erstmals 1474 urkundlich erwähnt.
1534 wurden die Dörfer Brahlsdorf, Rampe und Zittow mit der
Zwangsmahlpflicht zur Goderner Mühle belegt. Seit 1617 ist die
Wassermühle eine Erbmühle. Erbmühle bedeutet zum einen, dass sie
vererbt wird. Zum anderen geniest eine Erbmühle besonderen Schutz.
Sie durfte nicht durch Dämme, Stauungen oder den Bau einer neuen
Mühle behindert werden. Die Goderne Mühle war bis 1905 in Betrieb.
Heute ist sie ein privates Wohnhaus. Neben der Mühle steht eine
Winterlinde mit einem Stammumfang von 5,80 Meter.
Erstinhalt:
- Erstfinderurkunde
- zum Tauschen:
- Schwein, Finger-Lama, Golfball, Lego-Baustein, Kamel, 3
Ü-Ei-Figuren, Auge, Schnullerkette
- zum ständigen Verbleib:
- Logbuch, Bleistift, Anspitzer, Geocaching-Beschreibung,
Koordinaten für Teil 3

Deine Lösung für die Koordinaten dieses Rätsels kannst du auf
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