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Einen schönen Spaziergang, um ein Teil von Nänikon kennen zu lernen, mit seinen schönen alten Bauten und Brunnen. Die runde geht zum Teil, zwischen den Häusern durch, aber auf wegen, darum sollte man dieser Cache nicht bei Nacht machen, weil sonst hier als Einbrecher verdächtigt werden könnt. Nun zuerst ein wenig Geschichte: Nänikon entstand in der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts. Die Alemannen, von Oberuster her kommend, haben unsere Gegend besiedelt. Nänikon heisst Nenichova - der Hof des Neno. Alle Dörfer mit der Endung 'ichova' oder heute 'ikon' wurden von den Alemannen gegründet. Seit 1927 ist Nänikon keine Zivilgemeinde mehr, das Dorf gehört zu Uster und ist heute von den 8 Aussenwachten, Freudwil, Nänikon, Nossikon, Riedikon, Sulzbach, Wermatswil, Werrikon und Winikon die bevölkerungsreichste. Früher als in anderen Orten sorgten die Näniker für den Schulunterricht. Im Sommer 1715 äusserte sich der damalige Näniker Schulmeister Hans Denzler, "dass er wüsse oder gehört habe, das vor ihm sin Vatter, Grossvatter, Äni und Uräni Schulmeister in Nänikon gewesen". Viele Schulmeister entstammten der Denzler- und Hager Dynastie. Meistens wurden die Kinder im Lesen, Schreiben und Singen unterrichtet. Die Bibel, der Kathechismus oder ein Gebetbuch waren die damaligen Lesebücher. (Vielfach konnten die Kinder die Texte einfach auswendig.) Mit dem Lehrerlohn war's manchmal bös, darum hatte jeder Schulmeister daneben noch ein Bauerngütlein, eine Schuhmacher- oder Schneiderwerkstatt. Der Lohn wurde eben nur von den anwesenden Schülern bezahlt. Die Anfänge der Versorgung der Dorfbevölkerung mit Trinkwasser gehen auf zwei einfache Laufbrunnen zurück. 1554 und 1609 erwähnte man erstmals in einem Reisrodel die Dorfbrunnen. Im Hulfteggerplan von 1679 sind zwei Brunnen eingetragen, mit Stock und Trog dargestellt. Die Brunnenquelle lag im Hopernriet, unterhalb des Kindlisteins. Die Zuleitungen zu den Brunnen bestanden aus Holzröhren, sogenannten Tüchlen. Sofort nach der Fällung legte man die 18-25 cm dicken Föhrenstämme ins Wasser. Dieses Wasserloch nannte man Tüchelros. In die Föhrenstämme bohrte man mit dem 4m langen Tüchelnäpper (auch Teuchelnäpper) von beiden Seiten her, so dass ein 8m langes Rohr entstand. Diese Leitungsrohre besassen ein langes Leben, oft über 100 Jahre. Anfänglich waren die Brunnen sehr wahrscheinlich aus Eichenholz und später aus Muschelkalkstein. Der älteste noch vorhandene Brunnen im Dorf trägt die Jahreszahl 1783.1832 wurde beschlossen, "dass bei 10 Schilling Busse verboten seye in den Trögen irgend etwas zu waschen". Ab 1841 musste der Brunnenmeister jeden Samstagnachmittag alle Brunnen ordentlich reinigen. Das Dorf wuchs, es gab immer neue Familien die Trinkwasser vom Brunnen brauchten und so wurde 1851 beschlossen, die Brunnenstube zu vergrössern. So wurden die Brunnen von 2 auf 12 vermehrt. (Darum tragen viele Dorfbrunnen die Jahreszahl 1852.) 1861 wurde in der Schwerzi eine neue Teuchelrose gegraben. (Später, als man keine Holzröhren mehr brauchte, wurde die Teuchelrose zur alten Badeanstalt.) Da in regenarmen Jahren die Brunnen versiegten, entschloss man sich, die Quelle in der Hopern nur noch für die Brunnen du brauchen. Für die Haushalte und die Feuerwehr erstellte man 1922/23 ein Pumpenhaus mit Pumpanlage, um Grundwasser zu fördern und auf der Linde wurde ein Reservoir gebaut. 1927 wurde die Zivilgemeinde Nänikon vom Regierungsrat gezwungen, sich mit Uster zu vereinen und so ist seit dieser Zeit Uster für das Näniker Trinkwasser verantwortlich. Vor einigen Jahren wurde die Näniker Quelle in der Hopern zu einem Naturschutzweiher umgebaut, da immer wieder Diskussionen über die Wasserqualität aufkamen. Seither werden die Dorfbrunnen nicht mehr von der Quelle, sondern vom Leitungsnetz der Haushalte gespeist. 1951 wurde der Dorfbach zugedeckt, nachdem er in trockenen Jahren eher ein schmutziges, stinkendes Rinnsal war und damit jede Berechtigung als offenes Gewässer eingebüsst hatte. Knapp drei Kilometer westlich von Uster liegt Nänikon. Dem Passanten allenfalls in Erinnerung von der letzten Autofahrt in eines der grossen Einkaufszentren in Volketswil oder durch Zeitungsmeldungen über unglaubliche Sezessionsbewegungen in der aufmüpfigen Aussenwacht. Nur dem aufmerksamen Betrachter und Bewohner fällt die Schönheit dieses Dorfes auf. Die liebevoll gepflegten Gärten, der Blumenschmuck, die privaten Treffpunkte, die prächtigen Bauernhäuser, die ländliche Atmosphäre, die nachbarschaftlichen Kontakte. Unübersehbar die zwei Wahrzeichen der Aussenwacht: das Türmlischulhaus und das Denkmal auf der Bluetmatt. Die Glocke des Türmlischulhauses verkündet noch heute um 12.00 Uhr die Geburten und um 13.00 Uhr den Tod eines Nänikers oder einer Nänikerin. Das Denkmal auf der Blutmatte erinnert an die furchtbare Bluttat von Nänikon, als Ital Reding am 28. Mai 1444, nach der erfolgreichen Belagerung des Schlosses Greifensee, die Besatzung von 62 Mann ohne Gnade enthaupten liess. Erwähnenswert auch die Festfreudigkeit der Näniker, die weitherum bekannt ist. Da ist die Dorfchilbi zu erwähnen, das Sonnwendfest am 21. Juni jedes Jahres (Längster Tag) und das Grümpelturnier. Die Näniker lassen keine Gelegenheit aus, gemeinsam zu feiern und zu festen. Die nach wie vor grosse Bautätigkeit lässt Greifensee und Nänikon immer mehr zusammenwachsen. Aussenstehende mag es erstaunen, dass eine grosse Zahl der Neuzuzüger aus der politischen Gemeinde Greifensee nach Nänikon umziehen. Tatsache ist, dass heute kaum mehr jemand weiss, wo sich die Grenze zwischen den politischen Gemeinden Greifensee und Uster durch die Häuser durchschlängelt. Der gemeinsame Bahnhof Nänikon-Greifensee, die gemeinsame Postleitzahl, die gemeinsame Oberstufenschulgemeinde und das gemeinsame Vereinsleben sind nur einige Beispiele für die Verflechtungen der beiden Gemeinden. Quelle: www.naenikon.ch
Nun zum Cache selber: Der Start befindet sich beim Bahnhof Nänikon-Greifensee, wo es auch Parkplätze hat (Gebührenpflichtig). Beim Wegweiser, wo der Start ist, musst du folgendes notieren: A = Minuten nach Bluetmatt B = Höhe
Listing zur Zeit Baustelle!
Nun getraue dir denn Cache aus dem Versteck zu nehmen.
Viel Spass und viel Vergnügen bei dieser Dorfrunde wünscht dir Tullus