Skip to content

Grube Fortuna Multi-Cache

This cache has been archived.

StabruFrank: Aufgrund von äußeren Umständen muß dieser Cache leider archiviert werden.

Ich danke allen Cachern für den Besuch dieses interessanten Geländes.

More
Hidden : 6/15/2008
Difficulty:
4 out of 5
Terrain:
5 out of 5

Size: Size:   small (small)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Related Web Page

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:

Multi mit fünf anspruchsvollen Stationen auf dem Gelände der ehemaligen Eisenerzgrube Fortuna bei Groß Döhren.

Kulturhistorischer Hintergrund:

Am 10. Juli 1869 erwarb der Großindustrielle und Eisenbahnpionier Dr. Bethel Henry Strousberg die Eisenerzvorkommen Rothe Rose, Fortuna, Glücksborn, Glück-Auf und Dorothea. Im gleichen Jahr ließ er das Hüttenwerk auf dem Posthof (Othfresen) mit vier Hochöfen im Windsorstil erbauen. Um dieses Hüttenwerk an das Bahnnetz anzuschließen, ließ er aus eigener Tasche eine 7,55 km lange Bahnstrecke vom Werk bis Ringelheim bauen. Gleichzeitig wurde eine Kleinbahnstrecke (78 cm Spurweite) mit einer Länge von 2,33 km bis zur Grube Fortuna gebaut.

Die drei Schächte Rothe Rose, Fortuna und der Tonnlägerschacht waren anfänglich nur dreißig Meter tief und wurden erst in den zwanziger Jahren bis zur ersten Sohle, also fünfundachtzig Meter abgeteuft. Der Bau des Hüttenwerks hatte 1869 begonnen und war 1872 vollendet, und die Verhüttung begann noch im selben Jahr. Bereits im Jahre 1873 geriet das Werk in eine wirtschaftliche Krise. Die letzte Eisenproduktion fand im Jahre 1874 statt. Auch für die Grube Fortuna gab es ein vorläufiges Aus.

Strousberg hat einmal gesagt: "Alle meine Unternehmungen standen in größter Prosperität, als das Missgeschick über mich hereinbrach." Er geriet 1875 in Konkurs und wurde zu Unrecht in Russland vorübergehend in Haft genommen. Im Herbst 1877 siedelte er nach Berlin über, wo er am 31. Mai 1884 arm, in bitterer Not und von seiner Mitwelt schnell vergessen, seinen Lebensabend beschloss.

Die Grube Fortuna stand in der Folgezeit nacheinander unter Verwaltung verschiedener Bergbaugesellschaften, unter anderem der Dortmunder Union, der Deutsch-Luxemburgischen Bergwerk und Hütten AG und der Bergverwaltung Mitteldeutschland. In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde auf dem Gelände die Erzaufbereitungsanlage "Fortuna II" gebaut. Am Südhang einer etwa 20 m hohen Abraumhalde konnte man mit wenig Energieaufwand das Erz aufbereiten. Eine Benzollokomotive brachte das Erz vom damaligen Stapelschacht, zuerst in Kipploren und später in den Zwei-Tonnen-Förderwagen oben an die Aufbereitung.

Ein Backenbrecher zerkleinerte das Erz auf 80 mm Korngröße. Außerdem war eine Hammermühle probeweise installiert, die sich aber nicht bewährt hat. Mit einem Plattenband wurde das Erz der Läuterung zugeführt. Eine Setzmaschine sorgte dann für das weitere Aufbereiten. Ein Becherwerk beförderte das Halbkonzentrat auf ein Sieb, wo es in verschiedene Korngrößen getrennt wurde. Im unteren Teil der Anlage wurde das Konzentrat je nach Körnung gebunkert und auf die 5 t fassenden, hölzernen Förderwagen der Kleinbahn verladen.

Mit einer Dampflokomotive wurden die Erzzüge über die 210-m-Sohle zum Verladebahnhof Othfresen-Posthof gefahren. Die anfallenden Berge wurden in südöstlicher Richtung zu einer größeren Halde aufgeschüttet. Ende 1938 hatte dann die ganze Anlage ausgedient, nachdem sie durch eine große, moderne Aufbereitungsanlage an der Grube Morgenstern ersetzt worden war.

Der Cache:

Dieser anspruchsvolle Multi mit Start, 3 Zwischenstationen, Final und Bonus führt Euch zu den interessantesten, heute noch zugänglichen Überresten der ehemaligen Grube Fortuna. Zur Bewältigung dieser Runde, die Euch sicherlich einige Stunden lang beschäftigen wird, ist unbedingt Spezialausrüstung erforderlich. Neben einer zuverlässigen Aufstiegshilfe (beachtet bitte meinen Nickname!) benötigt Ihr außerdem einen Schlitzschraubenzieher sowie unter Umständen auch einen Handspiegel, eine Taschenlampe und ein Schweizer Taschenmesser.

Noch ein Hinweis zu Eurer eigenen Sicherheit: Geht diesen Cache möglichst nicht allein, sondern als Gruppe an, und überschätzt Euch bitte nicht! Die fünf Terrain-Sterne sind absolut ernst gemeint. Wer diesen Cache nicht schafft, ist nicht automatisch ein Weichei. Manchmal muß man auch seine Grenzen kennen, an meine bin ich beim Verlegen jedenfalls gegangen!

Additional Hints (Decrypt)

Fgneg: hagra MF 1: bora MF 2: hagra MF 3: bora Svany: an jb jbuy...?

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)