Der alte Tiefengreifer hat ausgedient. In gut 41 Dienstjahren
hat er fast 20 Millionen Tonnen Kies gefördert. Nun bekam das
historische Arbeitsgerät der Kiesfirma Suhrborg auf dem
Diersfordter Waldsee einen Ehrenplatz. Seine Zukunft: Schaustück am
Wanderweg und Veranstaltungsort.
An den angegebenen Koordinaten findet ihr nicht nur den
Tiefengreifer, hier befindet sich auch der Cache in Form einer
Filmdose. Ja, ja, ich weiss... 
Den Bagger braucht und sollt ihr nicht betreten!
Zitat aus der RP:
Der Tag ist noch jung. Dunst liegt über dem
Diersfordter Waldsee. Fast lautlos taucht ein Ungetüm auf. Ein
kleines Arbeitsboot der Kiesbaggerei Suhrborg zieht den
80-Tonnen-Koloss. Es ist die letzte Dienstfahrt des Tiefengreifers
Diersfordt. 800 Meter ist sie lang. Der Technik-Oldie des Baujahrs
1962 bekommt einen Ehrenplatz.
Jetzt kann ihn jeder sehen. Er liegt unmittelbar
am Wanderweg auf dem Betriebsgelände. Ganz nah an der
Mühlenfeldstraße. Aus dem historischen Arbeitsgerät wird ein
Schaustück. Vielleicht mehr, denn es bietet sich als Kulisse für
Veranstaltungen an. Ein richtiges Konzept dafür gibt es noch nicht,
sagen Claudia Kressin und Thomas Derksen von der Holemans-Gruppe.
Aber es wird nachgedacht.
Konzert, Kino, Kleinkunst – kulturell ist vieles
denkbar. „Aber so weit sind wir noch nicht“, sagt Derksen. „Wir
sind erstmal froh, dass er gerettet ist und hier liegt. Es ist ein
Versuch wie der Wanderweg.“ Unternehmenssprecherin Kressin ergänzt:
„Wir wollen nicht den fünften Schritt vor dem ersten
tun.“
Ein knappes Stündchen hat die Tour gedauert, das
Andockmanöver bestens geklappt. Der Tiefengreifer mit Maßen von
etwa 20 mal zehn Meter liegt in einer genau passenden, extra für
ihn angelegten Bucht. Hier offenbart sich unmittelbar sein morbider
Charme. Rost und Grünspan stehen ihm ebenso gut wie Klatschmohn und
andere Pflanzen die auf dem Metall Fuß gefasst haben. Gewisse
Kleckse von gefiederten Seebewohnern fehlen. „Ich hatte immer
gedacht, dass Vögel ihn als Aussichtspunkt nutzen würden. Aber sie
sitzen viel lieber auf den Bandanlagen“, sagt Thomas
Derksen.
Bereits 2003 war der Tiefengreifer stillgelegt
worden. Derksen schätzt, dass er in seinem 41-jährigen Arbeitsleben
annähernd 20 Millionen Tonnen Kies und Sand aus der Landschaft
hinterm Diersfordter Schloss ans Licht geholt hat. Der letzte
Greifer, den er bekam, hat eine Kapazität von viereinhalb
Kubikmeter. Er trägt die Nummer 4420 stammt von der Firma Kröger
aus Sonsbeck und hat noch die frischeste Farbe aufzuweisen. Sorgen,
dass der Schwimmbagger sinken könnte, braucht sich niemand machen.
Er ist quasi schon gesunken, denn am Ufer wurde ein flacher Boden
bereitet.
„Wir können ihn fluten, dann sitzt er sicher
direkt auf Grund“, sagt Derksen. „Deshalb haben wir ihn auch jetzt
hier hingelegt, denn wegen des lange Zeit hohen Wasserstands im
Rhein, der sich bis hier auswirkt, passt es gerade sehr
gut.“