Der Cache
An den Startkoordinaten findet ihr Informationen zu Albrechts Teerofen:
N 52°23.722
E 13°09.753
Wann wurden die vor dem Gebäude liegenden "Fossilen Teerblöcke" gefunden? A =
Der Cache liegt bei:
N 52°23.(A - 1265)
E 13°09.(A - 1132)
Im Cache befindet sich neben dem Startinhalt der Zweitfinderfisch für den Zweitfinder.
Albrechts Teerofen
Dieser Cache führt dich zum dem Grundstück auf dem im 18. Jahrhundert der Teerofen der Familie Albrecht stand.
In einem Teerofen wurden Nadelhölzer, in Albrechts Teerofen insbesondere Kiefern, unter Luftabschluss mittels großer Hitze destiliert. Dem Holz wurde dabei langsam der Teer ausgeschmolzen. Verwendet wurde dafür kienhaltiges Kiefernstockholz (Wurzelstöcke), auch Stubben genannt. Zunächst wurden die Kiefern tief gerodet. Anschließend wurde das kienhaltige vom harzarmen Holz getrennt und von Erde gesäubert. Dabei fielen 3/4 Brennholz an, das gleich zur Erhitzung des Teerofens verwendet wurde.
Im 18. Jahrhundert war die Teergewinnung bereits perfektioniert. In doppelwandig gemauerte Öfen wurde im inneren Hohlraum das Kienholz aufgeschichtet. Der umgebende Brandraum wurde mit Brennholz aufgefüllt. Zur Stauung der Hitze des Brandes wurden die Zuglöcher des Brennofens zugemauert und der Ofen mit Erde abgedeckt. Nur beim Nachlegen des Feuerholzes wurden die Zuglöcher geöffnet, um das Platzen des Ofens zu verhindern. Während sich der innere Mantel des Ofens bis zur Weißglut erhitzte, fingen die Kienhölzer an zu schwitzen und der Teer floss unten aus dem Ofen ab.
Ein Teerofen hatte ein Fassungvermögen zwischen 16 und 67 Kubikmeter Kienholz. Jährlich wurden je Ofen acht bis fünfzehn Brände erreicht. Ein Brand dauerte circa 5 Tage. Aus 16 Kubikmeter Kienholz wurden dabei gute 600 Liter Teer abdestiliert.
Die Rechte, einen Teerofen zu betreiben, wurden verpachtet. Dabei legte der Förster die Höhe der Pacht, die Anzahl der zu entnehmenden Stubben und die Anzahl der jährlich gestatteten Brände fest.
Als wichtigste Handelsartikel entstanden Schiffsteer, Wagenschmiere, Holzschutzmittel und Pech.
Die hölzernen Achsen der Fuhrwerke mussten noch bis Mitte des 18. Jahrhunderts mit Teer geschmiert werden, Passagiere waren daher aufgefordert ein Schmiergeld zu bezahlen.
Erst die Einführung des Steinkohleteers und der eisernen Achsen zu Anfang des 19. Jahrhundert ließ die letzten Teeröfen verschwinden. Albrechts Teerofen soll aber bereits 1783 nicht mehr bestanden haben. Der Betrieb wurde wegen Holzmangels eingestellt.
Viel Spaß wünschen Euch 