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Marterkreuz Traditional Cache

This cache has been archived.

Sabbelwasser: Hallo Scottybande,

leider wurde der Cache bis heute nicht wieder aktiviert oder kein konkretes Aktivierungsdatum angegeben. Deshalb erfolgte heute die endgültige Archivierung dieses Caches.
Wenn du an dieser Stelle wieder einen Cache platzieren möchtest, kannst du selbstverständlich gern ein neues Listing zum Review einreichen.

Denke bitte daran eventuellen Geomüll (Cachebehälter, Zwischenstationen) wieder einzusammeln.

Danke und Gruß,

Sabbelwasser
Volunteer Geocaching.com Reviewer


Tipps & Tricks gibt es auf den Info-Seiten der deutschsprachigen Reviewer:
GC-Reviewer, speziell für Bayern auf:
Reviewer Bayern und Erklärungen zur Winterpause findest Du hier: Winterpause

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Hidden : 08/10/2008
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Das Marter-/Sühnekreuz am Hägholz

Das eindrucksvollste Steinkreuz, der Leinacher Steinmale, steht heute am Waldrand des Hägholzes unter sehr hohen Eichen.
Bis zur letzten Flurbereinigung 1977 stand es tief und schräg eingesunken im davorliegenden Acker.

Eine Sage erzählt:
Einst grasten zwei Frauen aus Unterleinach weit weg vom Dorf im Hägholz. Sie gerieten in Streit, beschimpften einander und schließlich verletzte die eine mit ihrer Sichel die andere so schwer, daß diese verblutete.
Die Totschlägerin mußte danach dieses Sühnekreuz errichten lassen, wohl auch eine weite Wallfahrt machen und mit der Familie der Erschlagenen einen Sühnevertrag aushandeln.

Steinkreuze sind gleichzeitig Sühnekreuze und Erinnerungsmale.
Sie erinnern an altgermanisches und mittelalterliches Recht, das nach einer Bluttat die Sühne und Wiedergutmachung in den Vordergrund stellte.
War ein Totschläger nach mittelalterlichem Rechtsbrauch in den Unterleinacher Fron- oder Königshof geflohen, genoß er dort ein 3tägiges Asylrecht und seine Angehörigen konnten für ihn tätig werden. Aus christlichen Vorstellungen erwuchs die Verpflichtung des Täters, eine Pilgerreise nach Rom, nach Santiago de Compostela zum Hl. Jakobus oder nach Aachen zu machen, um der Seele des Ermordeten zu helfen, der nun nichts mehr zu seinem Seelenheil tun konnte.
Hatte der Täter den Sühnevertrag voll erfüllt, war seine Schuld getilgt.
Die Verträge brachten der Familie des Getöteten Genugtuung und entsprachen somit auch dem Rechtempfinden des Volkes und des Adels.
In manchen Fällen sind Steinkreuze auch Wahrzeichen von Gerichtsstätten oder Erinnerungsmale an einen plötzlichen Tod durch Unfall.

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