Das mächtige Geviert stammt in seiner heutigen Gestalt aus dem 18. Jahrhundert, als 1773 die Kapelle in den Nordflügel verlegt wurde. Der einheitliche Baukörper verbindet die Eigenschaften eines Herrensitzes und Kastells.
Der zweigeschossige Vierflügelbau um einen quadratischen Innenhof erinnert an ober- und niederösterreichische Schlösser. Die Ecken des Gebäudes sind durch vortretende quadratische dreigeschossige Türme mit Pyramidendächern wehrhaft verstärkt. Die Anlage ist von einem breiten Wassergraben umgeben, der in den letzten Jahrzehnten, offenbar wegen der für das Bauwerk schädlichen Staunässe nicht mehr geflutet wurde.
Der Hof ist von einer prächtigen zweigeschossigen Pfeilerarkadenanlage umsäumt, die an der Nordseite durch die leicht schwingende Fassade der Kapelle mit Volutengiebel und behelmtem Turm unterbrochen ist. Die beiden Ecken des Nordflügels zieren runde Treppentürme mit gebrochenen Kegeldächern.