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Einsteiger-Lost-Place: Schloss-Hotel
Heidelberg

Ob aus der Nähe, von der Altstadt, der Alten Brücke oder
vom Philosophenweg her betrachtet - Es ist sofort zu spüren: Dieser
Ort hat Geschichte. Der Prachtbau wurde um 1875 erbaut und thront
seitdem in exponierter topographischer Lage über Heidelberger
Schloss, Altstadt und Neckartal.
Von Anfang an zieht das noble Grandhotel prominente Zeitgenossen
an. Richard Wagner hat 1877 im Saal erstmals seinen Parsifal
vorgetragen. Ein Jahr später logiert Mark Twain im Eckzimmer 212.
Friedrich Nietzsche soll beim Ausblick auf Schloss und Neckar ins
Grübeln gekommen sein. Österreichs Kaiserin Elisabeth, besser
bekannt als Sissi, beehrt 1883 das Hotel und bekommt extra ein
eigenes Fechtzimmer eingerichtet.
Es folgen die Königinnen der Niederlande und von Schweden. Später
logieren auch der Komponist Richard Strauss und der Dirigent
Wilhelm Furtwängler in dem imposanten Gebäudekomplex. Im Sommer
1911 bucht der audiarabische König Ibn Saul für sich und sein
Gefolge das gesamte Schlosshotel. Anfang der 20er Jahre wird das
Gebäude nach dem damaligen Zeitgeist umgebaut und erweitert und
erhält so seine herausragende überregionale Bedeutung zurück. So
tragen sich unter anderem der deutsche Außenminister Gustav
Stresemann und der Dichter Gerhard Hauptmann in das Gästebuch
ein.
Nach dem zweiten Weltkrieg wird das Haus von den Amerikanern
beschlagnahmt. Erst am 28. April 1957 öffnet es erneut seine Tore
für Gäste und will mit 80 Betten und 50 Angestellten wieder an
glücklichere Zeiten anknüpfen. Es bleibt beim Versuch.
Achtung: Das Hotel selber ist ohne Hilfsmittel
nicht zu betreten. Die Türen und Fenster sind verbrettert. Nichts
destro trotz scheint es dort Aktivitäten zu geben! Wer am Abend
einmal auf der anderen Neckarseite steht und auf das Hotel schaut,
der kann sehen, dass oben an einem Fenster Licht brennt!!! Wohnt da
noch jemand? Daher liegt der Cache in einem der beiden
gegenüberliegenden Gebäude des Hotels. An den Koordinaten findet
ihr die Eingangstür! Cacher, die gerade aus der Mittagspause kommen
und solche, die gerne mal eine gepflegte Brotzeit zum Cachen
mitnehmen, sollten die Location besser mit leerem Magen
aufsuchen... ;-) Obwohl: es würde nicht mal auffallen, wenn man da
"etwas" (schonmal Gegessenes) liegen lassen würde. Seid bitte
vorsichtig! Dort liegen überall Scherben, Müll, Bretter, Türen,
Eisenteile, vergammelte Möbel usw.
UPDATE VOM 13.09.2008: Ja, aus der Location
hätte man mehr machen können... Fakt ist aber: Diese Location wird
in den nächsten Monaten garantiert auf legalem Wege nicht mehr
zugänglich sein, da dort dann wegen des Umbaus des Hotels und der
Wirtschaftsgebäude die Bagger und andere Baumaschinen wüten. Wer
den Cache mitnehmen will, sollte sich also beeilen! Zudem scheint
das Haus teilweise von wem auch immer genutzt zu werden und steht
wohl unter gezielter Beobachtung durch die Anwohner. Es macht daher
einfach keinen Sinn, dort irgendwas Größeres zu verstecken...
Schade, aber leider nicht zu ändern!
Wichtig: Versteckt den Container bitte wieder so, wie
ihr ihn vorgefunden habt! Vielen
Dank! |