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«Der Glanz ist weg.» Traditional Cache

Hidden : 9/5/2008
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Logbuch1 8/2008 erneuert! Neue DOSE 4/2014. Verlegung Abriß Brücke 10ml Dose 4/2023.2/2024 -Verlegung 5 ml. 9/2025 -Verlegung Petling.

Dieser Cache führt zum stillgelegten „Hartmann“ Gleis. Nach Abriss der Eisenbahnrücke 2023 (altes Gleis wurde neu eingearbeitet bei Sitzgelegenheit) ist nur noch zu erahnen wie linkerseits diese den Pleißenbach diagonal überquerte. Als Anschluss an den Güterbahnhof Altendorf.



Einer der berühmtesten und bekanntesten Chemnitzer Maschinenfabrikanten war Richard Hartmann (1809-1878).

Zusammen mit einem Kompagnon eröffnete der elsässische Zeugschmied Richard Hartmann im Jahre 1837 eine Werkstatt, deren Alleininhaber er 1842 wurde. Hergestellt wurden hauptsächlich Spinnmaschinen und ab 1840 auch Dampfmaschinen. Nach Studium des Lokomotivbaues in England baute Hartmann 1848 seine erste Lokomotive. Indem sich der Lokomotivbau zu einem Hauptproduktionszweig der schnell expandierenden "Sächsischen Maschinenfabrik Richard Hartmann" entwickelte, konnte nach 10 Jahren die 100., nach 20. Jahren die 1000. Lok, 1918 die 4000. Lok ausgeliefert werden. Die Maschinen wurden weltweit exportiert, u. a. lieferte Hartmann als einziges deutsches Unternehmen Lokomotiven nach den USA. 1870 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt repräsentierte die "Sächsische Maschinenfabrik, vorm. Rich. Hartmann Aktiengesellschaft" über 80 Jahre ein bedeutendes Teilgebiet des sächsischen Schwermaschinenbaues und stand ebenbürtig neben Firmen wie Henschel in Kassel oder Borsig in Berlin. Den Beginn des deutschen Lokomotivbaues bezeichnet die 1838 in der Maschinenbauanstalt Übigau bei Dresden gefertigte "Saxonia", der in diesem Werk jedoch nur noch die Lokomotive "Phoenix" folgte. Auch die "Sächsische Maschinenbau-Compagnie" und "Rabenstein & Co." in Chemnitz kamen über den Bau jeweils zweier Maschinen nicht hinaus. 1841 siedelte Hartmann an die Klostermühle um, aber auch diese Räume wurden bald zu eng. So bezog er 1844 die neuerbauten Hallen an der Leipziger Straße (später Hartmannstraße).

Der Grundstein für eine "Stadt in der Stadt" wurde gelegt, die sich breit von der Promenadenstraße bis in das Pleißbachtal ausdehnte.

Dabei ging der Aufschwung für Hartmann nicht immer glatt voran. Des Öfteren war er in Finanznot und mehrere Brände warfen ihn weit zurück.Der sächsische Lokomotivbau etablierte sich, nachdem 1848 die "Sächsische Maschinenfabrik Richard Hartmann" in Chemnitz ihre erste Lokomotive "Glückauf" auslieferte. In der Folge entwickelte sich Hartmann als einzige Lokomotivfabrik in Sachsen zum Großproduzenten von Triebfahrzeugen, von dem die sächsischen Bahnen den übergroßen Teil ihrer Lokomotiven bezogen. Für seinen Loktransport benötigte Hartmann (eigentlich) ein Anschlussgleis. Da der Transport mit Pferden zum Bahnhof teuer und ineffizient war( Strassenbelag und Schleusenbrüchen), musste also früher oder später etwas passieren. Zwanzig der schwersten Pferde in Viererreihe vorgespannt und für je zwei Pferde einen besonderen Kutscher , ging es dann, durch die Hartmannstraße zur Klosterstraße, zur Theaterstraße und Dresdner Straße nach der Petersstraße hinaus, wo die Lokomotiven auf ihre Räder gestellt und von einer anderen Maschine auf den Gleisen nach den Eisenbahnwerkstätten zur Probefahrt gezogen wurden.

Später wurde dann der Weg durch die Schloßstraße und die Müllerstraße genommen." Der direkte Weg zum Chemnitzer Hauptbahnhof war versperrt, denn die Bebauung versperrte den Weg dahin. Deshalb dachte man an einen Weg, der östlicher in Richtung Glösa verlief. Dies hätte jedoch durch das Schönherrsche Fabrikgelände oder den Schönherr Park geführt werden müssen, doch bestand mit Luis Schönherr, der als Leiter des Webstuhlbaus bei Hartmann angestellt war, kein gutes Verhältnis. Schönherr verließ im Streit die Hartmannsche Firma und gründete sein eigenes Unternehmen - und stimmte dem Gleisanschluss nicht zu.

Obwohl es Richard Hartmann gelang, seine Forderungen auch als „Sächsischer Eisenbahnkrieg“ vor dem Landtag zu verhandeln, blieb er erfolglos.

Auch bei Hartmann hatte man inzwischen vorausschauend umdisponiert und fasste nun eine Anschlussvariante nicht mehr über Glösa, sondern über Altendorf ins Auge. Damit sparte man die seniblen Bereiche Schloßteich und Küchwald aus. Bei der Sächsischen Maschinenfabrik plante man nun eher mittelfristig. Man erwarb wichtige Grundstücke in Richtung Beyerstraße und in Borna und Furth und bebaute diese so, daß optimal auf einen möglichen Gleisanschluss vorbereitet waren. Von politischer Seite und von Seiten der Stadt entspannte sich die Lage in den folgenden Jahren, da die Stadt nun nach 1897 ein "Industriebahnprojekt" betrieb, daß nicht nur Hartmann, sondern mehrere Chemnitzer Unternehmen bedachte. Auch von Seiten der sächsischen Staatsregierung wurde eine Kostenübernahme und eine zügige Genehmigung signalisiert. Mit der dann kommenden Industriebahn Chemnitz-Altendorf-Wüstenbrand waren alle Probleme, die den "Chemnitzer Eisenbahnkrieg" hervorgerufen hatten beseitigt. Aber ganz am Ziel war man immer noch nicht. Da erst nur die Giesserei einen Anschluss hatte, musste man nach wie vor die schweren Lokomotiven mittels Schienentransport dorthin bringen, von wo aus sie auf ein Gleis gesetzt wurden. Immerhin aber - kürzer als bis zum Hauptbahnhof.

1908 war es dann endlich soweit. Im Einverständniss mit der Stadt Chemnitz wurden in der Mitte der Matthesstraße Gleise gelegt, die von den Lokbauhallen direkt zum Industriebahnhof Altendorf führten. Damit endete am 5. September 1908 unter reger Teilnahme der Chemnitzer Bevölkerung mit dem letzten Loktransport mit Pferdewagen diese eigenwillige Tradition in Chemnitz.

In der Folge wurde die Produktpalette auf Webstühle, Turbinen, Bergwerks- und Werkzeugmaschinen ausgebaut. 1870 als seine Fabrik 2.700 Mitarbeiter beschäftigte, gab er die Führung des Unternehmens ab, das daraufhin in eine Aktiengesellschaft gewandelt wurde.

Am 16.Dezember 1878 starb der Geheime Kommerzienrat Richard Hartmann in Chemnitz. Zur Jahrhundertwende arbeiteten etwa 5.700 Mitarbeiter im Unternehmen. 1918 kann die Lokomotive "Viertausend" übergeben werden. Diese Schnellzuglok 1 D 1 ist mit 120 km/h leistungsfähigste ihrer Art in Europa.

Die Lokomotivproduktion in Sachsen endete im Jahr 1929 mit Auslieferung der Lok unter Fabrik-Nr. 4699, nach der Hartmann den Lokomotivbau in Chemnitz einstellte


> Sein Grab ist auf dem Städtischen Friedhof Chemnitz <

> Seine Villa : erst - Pionierhaus dann Spektrum – Heute Kraftwerk e.V <

> Das Bürogebäude wird heute von der Sächsichen Polizeidirektion Chemnitz genutzt. <

>Produktionshallen : ERMAFAPASSAGE – STADLER <

> Produktionshallen : ehemaliges "Elan"Gelände Beyerstrasse - Heute REWE <

> Gleisanschluss anno dazumal : Gärten Matthesstraße Höhe Nr.124 <

Schaut zum Pleißenbachlauf (Richtung Innenstadt)Siehe Foto Juni 2025.

Auch hier, muss unbedingt auf Muggels geachtet werden !

Quellenangabe www.historisches-chemnitz.de

Sachsencacher Statbar

Additional Hints (Decrypt)

[4 4 / unbedingt auf Muggels achten !]

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)