Grunbacher
Runde
Einfacher Geocache durch
Grunbach im Nordschwarzwald.
Der Bergbau im Schwarzwald kann
auf eine lange, von der Römerzeit bis in die Gegenwart reichende
Tradition zurückblicken. So wollen wir eine kleine Runde durch das
Örtchen Grunbach starten. Das Final werdet Ihr an einer für den
Bergbau historischen Stätte finden, hier in der Nähe stand auch der
Hauptförderturm der Grunbacher Grube welche bis Ende der sechziger
Jahr noch betrieben wurde.
Die Gemeinden Engelsbrand,
Grunbach und Salmbach wurden als Waldhufendörfer etwa im
11.-12. Jahrhundert im Rahmen der Besiedelung durch Gaugrafen
des Klosters Hirsau angelegt. Die erste gesicherte urkundlich
Erwähnung datiert vom 24. Juli 1404 als die Kastvögte der
Brötzinger Kirche die Trennung dieser und weiterer Dörfer
(Langenbrand, Kapfenhardt und Waldrennach) von der Kirche in
Brötzingen und die Bildung eines neuen Kirchspiels in Langenbrand
beantragten. Dieser Antrag wurde am 10. September 1404 genehmingt.
Mit der Gründung der Kirche wurde der Ort, der zuvor den Herren von
Calw unterstand, württembergisch.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde das
Gemeindegebiet häufig von durchziehenden Heeren geplündert. Ende
des 17. Jahrhunderts wurde das Gebiet erneut durch die Truppen des
französischen Königs Ludwig XIV. belagert und durchzogen, was
weiteres Leid nach sich zog. Auch in Folge der französischen
Revolutionskriege wurde 1796 Engelsbrand wieder von französischen
Truppen besetzt.
Im Jahr 1807 wurden Engelsbrand,
Grunbach und Salmbach dem Oberamt Calw innerhalb des
Königreiches Württemberg
zugeordnet. Bereits 1810 erfolgte jedoch die Umgliederung in das
Oberamt Neuenbürg. Seit 1817 war dieses dem Schwarzwaldkreis
unterstellt, später dem Landkreis Leonberg. Seit den 1860er-Jahren
arbeiteten viele Bewohner der Gemeinde im nahen Pforzheim in der
Schmuckindustrie. Im Jahr 1900 wurde an der Bahnlinie
Pforzheim – Calw eine Bahnstation Grunbach/Salmbach
eingerichtet, die den Arbeitsweg der Pendler deutlich
verkürzte.
Die Gemeinden Grunbach und
Salmbach wurden zum 1. Januar 1975 nach Engelsbrand eingemeindet.
Die Eingemeindung von Büchenbronn wurde 1973 in einer
Bürgerbefragung insbesondere durch die Bewohner von Salmbach und
Engelsbrand abgelehnt. Büchenbronn entschied sich daraufhin für
eine Eingemeindung nach Pforzheim. Die Gemeinde Engelsbrand gehört
heute zum Enzkreis.
Söhne
und Töchter der Gemeinde
- Albrecht Hackmayr (* 12. März
1714 in Grunbach, † am 10. Februar 1756 in Wien), Erfinder der
hackmayrischen Badetherapie
- Herbert C. Schlierz, (* 14.
Dezember 1836 in Grunbach, † 23. März 1889 in Breslau), Erfinder
des schmierungsfreien Orbital-Zahnstangengetriebes
- Norbert Haug
(* 24. November 1952 in Grunbach), Journalist, Motorsportchef von
Mercedes-Benz
Kultur
und Sehenswürdigkeiten
Waldhufenmuseum im ehemaligen
Schul- und Rathaus von Salmbach, geöffnet jeden ersten und dritten
Sonntag im Monat 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung
Quelle: (teilweise)
Wikipedia