Skip to content

Am Windmühlenhügel Traditional Cache

Hidden : 1/3/2009
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:

Dieser Cache befasst sich mit den Abläufen zum Thema

"1813 - Die Schlacht von Großbeeren"

Er ist der Zweite einer 3er-Serie. Achtung: Im Cache befindet sich ein Hinweis für den Bonus Cache GC1HAYE.


Hier in Großbeeren wurde der erste Sieg gegen Napoleons Truppen im Befreiungsjahr 1813 errungen (siehe auch Befreiungskriege des Herbstfeldzuges 1813). Da General von Bülow als der maßgebliche Sieger angesehen wird, wurde ihm zu Ehren hier die Bülow-Pyramide errichtet. Auf dem Weg zum Cache bewegt Ihr Euch genau an der franz. Frontlinie entlang. Hier standen die sächsischen Geschütze nach Norden gegen die Preußen gerichtet.

Dem Phänomen des Schmetterlingseffektes folgend, wird hier über drei Caches versucht darzustellen, dass kleine Ereignisse große Auswirkungen haben können. Teil 1 der Geschichte könnt Ihr im GC1HAYY nachlesen. Im Übrigen möchte ich mich hier noch von allem militärischen Enthusiasmus distanzieren. Es geht hier einzig um das Interesse an einer geschichtlichen Tatsache in meiner unmittelbaren Umgebung. Um es mit Wilhelm von Humboldts Worten auszudrücken „Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft!“

Wir drehen die Uhr weiterhin rückwärts...
23. August, 6 Uhr abends

Der Feind (Anm.: die Franzosen) war bereits gegen Kleinbeeren bis an den Saum des Waldes vorgedrungen und hatte die Brücke beim Förster[...]besetzt. Es war bereits 6 Uhr des Abends und da die heftige und allgemeine Kanonade nicht zur Entscheidung führen konnte, so wurde nun von dem General v. Bülow der Angriff mit dem Bajonett befohlen. [...]sie eilten im Sturmschritt heran, das Geschützfeuer verdoppelte sich, und das heftige und sehr wirksame Kartätschenfeuer des Feindes nicht achtend, drangen die Bataillone mit gefälltem Bajonett und freudigem Hurra-Geschrei[...].Das Dorf Großbeeren wurde von der 6. Brigade ruhmvoll erobert und da bei dem anhaltenden Regen die Gewehre nicht losgehen mochten, wurde in dem fürchterlichen Handgemenge alles durch den Muth, die Tapferkeit und durch die Kraft entschieden.3

Fontane schreibt im Band 4, Seite 219: Bei diesem Kampfe ging die alte Kirche von Großbeeren in Flammen auf und wurde erst in den zwanziger Jahren durch eine neue, nach einem Schinkelschen Plan erbaute, ersetzt. In Nähe derselben erhebt sich auch das guß eiserne Monument das zu direkter Erinnerung an den 23. August 1813 errichtet wurde. Es trägt die Inschrift: »Die gefallenen Helden ehrt dankbar König und Vaterland.«
Auf dem Friedhof der 1820 eingeweihten Kirche steht also ein gußeiserner Obelisk nach den Plänen von Schinkel wie man ihn z.B. auch auf dem Kreuzberg oder bei Dennewitz bei Jüterborg findet. General von Bülow wurde übrigens auch "der Retter von Berlin" genannt, da er die Franzosen sowohl bei Luckau (4.6.1813), als auch bei Großbeeren (23.8.1813) und bei Dennewitz (6.9.1813) schlug.
In der Kirchenmauer an N 52°21.362 E013°18.474 ist übrigens der übliche "II Meilen vor Berlin" Meilenstein eingelassen.

Großbeeren war nun also zurück erobert.
Dies wäre aber nicht geschehen, wenn nicht vorher...
23. August, ca. 5 Uhr nachmittags

Der französische General Reynier ließ seine Truppen ins Bivouac (milit. Camp) rücken, nachdem ihm gemeldet wurde, dass sich die preußische Vorhut nach Heinersdorf zurückgezogen hatte. Aufgrund der vorgerückten Stunde und des strömenden Regens hielt er einen Angriff der Preußen für unwahrscheinlich. General Bülow jedoch - obwohl er Order erhalten hatte, »bis in die Verschanzungen vor Berlin und demnächst bis über die Spree zurückzugehen« - entschloß sich Reynier anzugreifen. Es sei sein Wille, nicht ohne ein vorgängiges ernstes Gefecht das Feld zu räumen. »Unsere Gebeine«, so schloß er, »sollen diesseits Berlin bleichen, nicht jenseits.«

Eine Stunde vorher nämlich...
gegen 4 Uhr nachmittags
Wie schon den ganzen Tag, regnete es auch noch um 16.00 Uhr, als die ersten Truppen des VII. Korps des Generals Reynier aus dem Walde vor Großbeeren traten. Sein Korps hatte für die sonst üblichen zwei Wegstunden derer fünf gebraucht, teils weil die Truppen vom Gefecht des Vortages erschöpft, teils, weil der aufgeweichte Boden das Vorwärtskommen erschwerte. [...] Da man Großbeeren von den Preußen besetzt fand, stellte sich die Division Sahr am Waldrand zur Schlachtordnung auf und eröffnete mit einer Batterie von 12 schweren Geschützen das Feuer auf die viel leichteren preußischen Geschütze auf der Windmühlenhöhe. Die preußische Artillerie mußte sich daraufhin zurückziehen. Nun gingen sechs Bataillone der Sachsen im Sturmschritt auf das inzwischen brennende Dorf vor und vertrieben die Preußen nicht nur von der Windmühlenhöhe, sondern auch aus den Dorfe. Gegen 17.00 Uhr zogen sich die schwachen preußischen Kräfte nach tapferer Gegenwehr nach Heinersdorf auf ihre Hauptkräfte zurück. 1

Wir halten also fest: General Reynier hat fünf Stunden statt der sonst üblichen zwei benötigt. Das lag zum Teil daran, dass seine Truppen erschöpft waren.

Am Vortag nämlich.... ...Fortsetzung im Bonus-Cache GC1HAYE.

Wer die ganze Geschichte noch einmal vorwärts mit allen Einzelheiten lesen möchte, dem seien meine Quellen empfohlen.

Quellen:
1 http://www.preussenweb.de/grossbeer2.htm
2 Theodor Fontane "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" IV Spreeland, Links der Spree, Die Entscheidung, S. 217
3 Der Krieg in Deutschland und Frankreich in den Jahren 1813 und 1814 von Carl v. Plotho, Teil 2, Seite 140


Darüber hinaus möchte ich nicht vergessen zu erwähnen, dass zum 100. Jahrestag der Schlacht, am 22.8.1913 der Gedenkturm eingeweiht wurde. Er steht an der Stelle des alten Zollhauses, welches 2 Jahre zuvor abgerissen wurde und beherbergt im Sockel ein kleines Museum zur Schlacht.
Die Bülow-Pyramide wurde jedoch schon 1906 auf dem Windmühlenhügel errichtet. Die alte marode Windmühle war zuvor abgerissen worden. Der Cache liegt also nicht auf dem Windmühlenhügel.
Die Brücke am Förster und den Förster selbst gibt es heute noch (am Sportplatz).
Die neu gebaute B101 pflügt heute quer über das Schlachtfeld mitten durch die preußischen Linien...
Die Anreise erfolgt aber bitte ganz bequem und schöner von Großbeeren aus und nicht über den Lärmschutzwall an der B101.
----------------------------------------------------------
Update vom 24.11.2019: Jetzt oben, ECA erforderlich, nicht Klettern. D/T-Wertung musste angepasst werden.

Additional Hints (Decrypt)

Va qre teüara Wnuerfmrvg qvr Fcbvyreovyqre orahgmra. Uäatg bora

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)