Vor dem Bau des Fernsehzentrums wurden die Produktionen des SFB im
DH (Deutschlandhaus) am Theodor-Heuss Platz (davor Reichskanzler
Platz), und wenn mehr Fläche benötigt wurde, in den Studios der Ufa
in Tempelhof, hergestellt.
Die Grundsteinlegung für das Fernsehzentrum erfolgte 1965 in
Anwesenheit von Bundespräsident Heinrich Lübcke. Der SFB schrieb
einen Wettbewerb für den Bau des Fernsehzentrums aus, den der
Architekt Bodo Fleischer gewann, jedoch nicht berücksichtigt wurde.
Den Zuschlag bekam der Architekt Robert Tepez, weil die britische
BBC mit dem Schatz ihrer Erfahrung im Studiobau
beratend zur Seite stand. Die Einweihung des Hauses fand 1972
statt.
Das Hochhaus wurde in Stahlskelettbauweise errichtet.Vor dem
Hochhaus zum Platz wurden zwei Bauteile, mit Klinkern versehen,
erstellt. Sie dienten anfangs für
Aktualitätensendungen. Ein Bauteil davon wurde später für die
Benutzung durch die Technik umgebaut und mit Fenstern versehen.
Während das Hochhaus überwiegend für die Verwaltunk und Redaktionen
vorgesehen waren, sind die Komplexe am Kaiserdamm für die
Fernsehproduktionen und die dazugehörige Bild und Tonmesstechnik
erbaut worden.
Unterhalb der 3 großen Studios befinden sich die Probenstudios in
gleicher Größe. Dort konnten zum Proben Grundrisse in der Größe wie
im Studio angelegt werden. Zwischen den Studioblöcken befinden sich
die Regieräume für die Studios. Hinter den Studios, vom Kaiserdamm
her gesehen, ist die Studiostrasse angelegt die die Studios
miteinander verbindet. Sie kann mit LKW's befahren
werden.
Hinter der Studiostrasse befinden sich die Werkstätten für den
Kulissenbau, Malerei, Schlosserei und Dekowerkstatt mit ihren
Nebenräumen.
In den Studios wurden viele bekannte Fernsehproduktionen
hergestellt. Unter Anderem auch die Bekannte Sendung " Paul's
Party" mit Paul Kuhn und dem Regisseur Dieter Finnern.
In den letzten Jahren wurden durch die ständig steigenden
Produktionskosten immer mehr Sendungen in "Auftrag" gegeben. So
konnten Personalkosten eingespart werden. Ein Teil der Studios sind
umgewidmet worden und werden jetzt für andere Zwecke
benutzt.
Einige Produktionen wurden zudem nach Babelsberg
verlagert.
Ich hoffen mit diesem kleinen Beitrag zur Geschichte des FSZ
beigetragen zu haben.
Leider kann ich aus Platzmangel nur mit einem Macro
aufwarten, trotzdem viel Spass beim Suchen wünscht euch
rudisucht