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Hagelstadt 7 - Alte Ziegelei

A cache by sunnyspot Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 11/14/2008
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size: micro (micro)

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Geocache Description:

Ein cache ohne Tauschmöglichkeit und zeitweise mit Muggelgefahr.



Achtung: Geänderte Koordinaten seit 05.09.2009


Hagelstadt 7 – Alte Ziegelei


Geschichte

Der Ursprung der alten Ziegelei, von der heute nur noch ein paar alte Gebäude stehen, geht in das Jahr 1897/98 zurück. Mit dem Eisenbahnbau im Jahre 1859 kam neues Leben in das verschlafene Dorf Hagelstadt, das bis dato vor allem von Bauern und Handwerkern bewohnt wurde. Die Landwirte Scheurer aus Hagelstadt und Kammermeier aus Höhenberg erbauten im Jahr 1897/98 eine Ziegelhütte und lockten dadurch viele italienische Ziegelschlager an.
Vorerst erfolgte die Ziegelherstellung nur im Sommer, da der Stein von Hand geschlagen in an der trockenen, sommerlichen Luft getrocknet wurde. Die italienischen Gastarbeiter kehrten im Herbst wieder in ihre Heimat zurück, um im nächsten Frühjahr wieder von neuem hier in Hagelstadt anzufangen.
Im Jahre 1907 kaufte der aus der Schweiz stammende Regensburger Kaufmann Josef Julius Deplaz die Ziegelhütte und baute sie zu einem zeitgemäßen Ziegelwerk aus. Die Ziegelei expandiert und so baut J.J. Deplaz bereits 1912 eine neue Ziegelfabrik, wodurch zahlreiche weitere Arbeiter nach Hagelstadt ziehen. Zeitweilig verdienten bis zu 250 Menschen dort ihren Lebensunterhalt. In der Folgezeit wird dadurch die örtliche Schule zu klein und so müssen die Kinder zusätzlich in der Werkskantine der Firma Deplaz (Ziegelei) unterrichtet werden.

Folgendes Foto zeigt die Ziegelei zu Hagelstadt in den 30er Jahren:


Auch nach dem Zweiten Weltkrieg wächst die Ziegelei weiter und im Jahre 1950 wird sogar die Deplaz-Siedlung an der Sudetenstraße errichtet. Auch in den beiden Wohnblöcken in der Ortsmitte, an der Langenerlinger Straße, finden viele Arbeiter der Ziegelei ein Zuhause. In den 60er Jahren ist der Lehmabbau und das Ziegelwerk ein bedeutender Wirtschaftsfaktor der Gemeinde Hagelstadt und trägt dem Wohlstand der Ortschaft bei.

Am 13.Mai 1983 kommt es zum Schwarzen Freitag für die Gemeinde Hagelstadt, denn der größte und bekannteste Betrieb des Ortes, die Ziegelfabrik Deplaz, muss Konkurs anmelden und das Werk wird geschlossen. Zu diesem Zeitpunkt sind dort noch 100 Menschen angestellt, die mit diesem Tag ihre Arbeit verloren haben.

In den nachfolgenden Jahren unterliegt das Gelände verschiedenster Nutzungen. Während die Gebäude weitgehend leer standen, wurde die große freie Lagerfläche am Rande der ehemaligen Ziegelei als Holzlagerplatz für Bruchholz des Orkantiefs Wiebkes im Jahre 1990 oder als „Spielwiese“ für Freunde des Motorsportes genutzt. In den alten Fabrikhallen wurden sogar die Verteidigungszäune für die geplante Wiederaufbereitungsanlage für abgebrannte Brennstäbe aus Kernreaktoren in Wackersdorf, besser bekannt unter dem Schlagwort WAA, grün angemalt und gelagert. Die Verteidigungszäune waren aufgrund heftigster Gegenwehr seitens der Bevölkerung notwendig. Die Anlage wurde aufgrund von diesen massiven Protesten nie gebaut.
Nebenbei waren die alten leer stehenden Fabrikhallen und die offenen Lehmgruben ideale Abenteuerspielplätze für die Dorfjugend, also auch für mich. Die vielen unerforschten dunklen Gänge, die Brennöfen, die langen Röhren, all das bot eine Vielzahl an Ideen für Abenteuerspiele und gab unserem Drang nach Entdeckungen immer neue Nahrung.

Bis zum Jahre 2003 wurde der hintere Teil des ehemaligen Ziegeleigeländes abgerissen und es entstand das neue Bau- mittlerweile Wohngebiet „Am Sattlerholz“. An dessen westlichen Rand wurde ein Weiher angelegt, der eine alte Lehmgrube markiert. Heute ist nur noch der vordere Teil der ehemaligen Fabrikhalle, das ehemalige Verwaltungsgebäude, und ein paar Werkstätten erhalten, die schon seit längerem einer anderen Nutzung wie Getränkemarkt, Fliesengeschäfte usw. unterliegen. Auch der alte Schornstein, der lange Zeit das Ortsbild von Hagelstadt prägte wurde bereits gesprengt und abgerissen.



Anmerkung

An dieser Stelle möchte ich noch eine kleine Anmerkung aus meiner Kindheit zum Thema Ziegelwerk Deplaz und Berliner Mauer machen oder was ich mit dem 13.Mai 1983 und dem 9.November 1998 zu tun habe. Zu meiner Grundschulzeit war es üblich, dass die Schüler der 4.Klasse der örtlichen Grundschule eine Führung in der Ziegelei Deplaz bekamen. Anschließend durften wir uns, wenn wir alle brav und artig waren, in der Werkskantine mit Cola und Würstel den Magen voll schlagen. Vielleicht haben wir zuviel gegessen, wer weiß es schon. Aber auf jeden Fall waren wir die letzte Schulklasse, die in diesen Genuss kam, denn nach uns ging die Ziegelei pleite, sie musste Konkurs anmelden.
In der 10.Klasse im Gymnasium war es üblich nach Berlin, in die geteilte Stadt, zu fahren und eben auch Ost-Berlin zu besuchen. So auch als ich in der 10.Klasse war, im Jahre 1989. Wir besuchten im Juni 1989 Ost-Berlin und weil wir nicht wussten was zu tun war, aßen wir wieder viele Würstel und tranken Club-Cola und sieh an, nach uns musste die Deutsche Demokratische Republik Konkurs anmelden, sie war pleite.
Aber ich frage mich, warum dies eigentlich nicht geklappt hat, als ich im Jahre 2002 in China war. Zumindest gab es dort Würstel, aber die sahen irgendwie nicht so appetitlich aus, weshalb ich keine gegessen habe. Nun ist wohl alles klar.


Diese Infos und Bilder entstammen den beiden Festschriften der Freiwilligen Feuerwehr Hagelstadt zum 100-jährigen sowie zum 125-jährigen Bestehen. .


Cache

Bei dem cache handelt es sich um eine Filmdose ohne magnetischer Befestigung. Sie ist jederzeit zugänglich, wobei durchaus mit Muggelaufkommen zu rechnen ist.

Bitte Bleistift mitbringen


Viel Spaß beim Suchen!!!

Additional Hints (Decrypt)

va qre Znhre vz Rpx, avpug nz Obqra

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



 

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