Dies ist die eigenartige Bezeichnung
für ein wohlschmeckendes Hefegebäck, das es nur in der
Vorweihnachtszeit (unter diesem Namen) im Harmersbach- und
Nordrachtal gibt. (In Haslach, Steinach und Biberach, wo man dieses
Gebäck auch kennt, heißt es Klausenbrezel.) Wissenschaftler sehen
in den „Gebildbroten“, d.h. freihändig bildhaft geformtes Gebäck,
uralte Speise- und Kult- (besonders
Fruchtbarkeits-)Opfer.
Über den seltsamen Namen rätselt man jedes Jahr aufs Neue. Kaum
kann die hochdeutsche Übersetzung „Taube und Schnecke“ stimmen,
denn einen Zusammenhang mit Taube gibt es nicht. Eine andere
Erklärung ist die: das Backwerk stellt ein altgermanisches
Symbolzeichen dar; die beiden Schnecken bedeuten die auf- und
untergehende Sonne (oder: Spiralen – Zeichen für Leben und Tod).
Der Bogen darunter ist die Erde und ganz unten windet sich eine
Schlange, die bei den heidnischen Vorfahren nicht das „Symbol des
Bösen“ war, sondern positive Bedeutung hatte.
Doch egal, was die Bezeichnung bedeutet, die Dub un‘ Schneck
gehört zur Vorweihnachtszeit einfach dazu – und lecker schmeckt sie
auch noch!
Der Cache befindet sich in der Nähe eines Pavillons, von dem aus
man einen schönen Ausblick über einen Teil des
"Verbreitungsgebiets" der Dub un‘ Schneck hat.