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Der EBV - Grube Gouley in Würselen (6) Traditional Cache

This cache has been archived.

essand87: Da auch dieser Cache leider immer wieder gemuggelt wurde und ich nicht jede Woche erneut eine Stunde opfern kann, um ihn neu auszulegen, wird er nun auf unabsehbare Zeit archiviert... [:(]

Ich hoffe, der Cache hat vielen eine Freude bereitet...

Die Serie wird nach und nach archiviert.

[This entry was edited by essand87 on Sunday, May 10, 2009 at 6:21:30 AM.]

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Hidden : 11/22/2008
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Der EBV -Grube Gouley in Würselen (6)

Die Grube wurde 1599 zum ersten Mal im Aachener Kohlwerksregister erwähnt. Eingetragen war sie damals als "Gute Ley", was soviel wie guter Fels bedeutet. 1807 wurde sie unter der französischen Herrschaft im Rheinland als "Gouley" neu konzessioniert.

1817 wurde die Grube durch den Fabrikanten Gerard Demet aus Lüttich gekauft, der die Grube modernisierte. 1819 ließ er die alte Wasserhaltung ("Roßkunst") durch eine Dampfmaschine ersetzen und die vorhandenen Schächte weiter abteufen. Damit wurde die Grube wieder produktiver und konnte sich 1843 mit rund 50.000 Tonnen geförderter Steinkohle an die Spitze aller Gruben des Wurmreviers setzen.

1834 kam es in der Nacht vom 25. auf den 26. Januar zu einem schweren Grubenunglück. Wassermassen aus höher gelegenen, ausgekohlten Grubenbauen haben sich aufgrund des hohen Wasserdrucks in tiefere, in Betrieb stehende Baue gedrückt. Von den zu dieser Zeit im betroffenen Bereich beschäftigten 74 Bergleuten konnten sich nur jene elf Anschläger und Pferdetreiber retten, die gerade in der Nähe des Schachtes beschäftigt waren. Nach mehrtägigen Rettungsversuchen wurde diese aber am 6. Februar erfolglos eingestellt. Die große Zahl der Verunglückten führte zu einer hohen Spendenbereitschaft im gesamten Reich. Selbst Friedrich Wilhelm III. und seine Söhne spendeten insgesamt 1100 Taler. Aus den gesamten Spenden wurden für die betroffenen Familien Renten generiert, die über 12 Jahre hinweg gezahlt wurden. Letzte Spendenmittel wurden noch 1858 an besonders hart Betroffene ausgezahlt. Das Grubenunglück gab den letztendlichen Anstoß zur Gründung eines organisierten Knappschaftswesens im Wurmrevier, wenn gleich der preußische Finanzminister Albrecht Graf von Alvensleben erst am 17. Mai 1839 die "Knappschafts-Ordnung für die gewerkschaftlichen Steinkohlegruben im Worm-Revier" erließ.

1858 übernahm die Vereinigungsgesellschaft für Steinkohlenbergbau im Wurmrevier die Grube und baute 1860 ein neues Kesselhaus. 1875 erhielt Gouley Eisenbahnanschluss vom Bahnhof Würselen der Aachener Industriebahn, die unter Beteiligung der Vereinigungsgesellschaft zur Erschließung der Gruben und Industriebetriebe des Aachener Reviers gegründet worden war. 1892 wurde unter Verwendung der Anschlussbahn die Strecke Würselen - Kohlscheid durch die Preußische Staatseisenbahn in Betrieb genommen, die die Industriebahn 1887 übernommen hatte. Damit konnte die Kohle von Gouley zur Brikettfabrik nach Kohlscheid gefahren werden.

Im Laufe des Jahres 1897 legte die Vereinigungsgesellschaft eine Nutzwasserleitung von der Groube Gouley zur Schachtanlage Gemeinschaft an. Auf Kosten der Gesellschaft wurde eine Abzweigung durch verschiedene Straßen von Bardenberg verlegt. Die Gemeinde Bardenberg richtete an diesem Abzweig auf eigene Kosten sieben Zapfstellen zur Wasserversorgung der Bevölkerung ein.

1899 wurde ein neuer Förderschacht abgeteuft, welcher später nach dem langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden Robert Oskar Julius von Görschen "von Görschen-Schacht" benannt wurde. 1907 übernahm der Eschweiler Bergwerksverein (EBV) die Vereinigungsgesellschaft und damit auch Gouley. 1914 waren über 2.000 Bergleute auf Gouley beschäftigt. Nach Ende des 1. Weltkriegs musste die Förderung zeitweise eingestellt werden, nachdem der Raum Aachen durch belgische und französische Truppen besetzt worden war.

Im 2. Weltkrieg wurden auch auf Gouley Zwangsarbeiter eingesetzt, die die durch Einberufungen entstandenen Lücken auffüllen mussten. Durch die Kämpfe im Raum Aachen wurden die oberirdischen Grubenanlagen schwer beschädigt, da Gouley längere Zeit in der Hauptkampflinie gelegen hatte. Stromausfälle sorgten auch untertage für Beschädigungen. Die Stromversorgung von Gouley konnte nur über ein provisorisches Kabel, das untertage zur benachbarten Grube Laurweg verlegt worden war, aufrechterhalten werden.

1950 wurde Gouley mit Laurweg über einen Blindschacht verbunden, beide Bergwerke wurden zum Verbundbergwerk Gouley-Laurweg vereinigt. Dies bot sich an, da beide Gruben ausschließlich Anthrazit für den Hausbrand förderten und die Laurweg-Anlagen weitgehend veraltet waren. Bis 1955 wurde noch parallel auf Laurweg gefördert, danach erfolgte die Förderung ausschließlich in Würselen. Um die größere Fördermenge zu bewältigen, musste auf Gouley die Kohlenwäsche umgebaut, der Füllort am "Von-Goerschen-Schacht" erweitert und der Grubenbahnhof ausgebaut werden. Bis 1960 wurde Laurweg noch zur Material- und Personalfahrt genutzt, ab diesem Jahr konnte die komplette Belegschaft dank Fertigstellung einer neuen Waschkaue auf Gouley einfahren. Im gleichen Jahr wurde ein neuer, fast 70 m hoher Betonförderturm über dem "Von-Goerschen-Schacht" fertig gestellt. Aufgrund der Notwendigkeit, parallel dazu das alte Stahlgerüst während des Baus zur Seilfahrt nützen zu können, entstand ein ungewöhnlicher, quasi auf Stelzen stehender Turm. Ebenfalls 1960 kamen durch einen Strebbruch sechs Bergleute der inzwischen 3.200 Mann umfassenden Belegschaft ums Leben. Die Tagesleistung von Gouley lag inzwischen bei 3.000 Tonnen.

Der ständige Rückgang der Nachfrage aufgrund der Umstellung von Heizungen auf Öl oder Gas führte zu Absatzproblemen der Gouley-Kohle. Dennoch wurde 1964 eine neue Sohle auf 850 m eingerichtet und der Förderschacht entsprechend weitergeteuft. Schon ab 1967 wurde allerdings dann die Fördermenge stetig reduziert und die Grube schließlich am 31. März 1969 stillgelegt. Die Schächte und Grubenbaue wurden noch einige Jahre zur Wasserhaltung der benachbarten Gruben im Wurmrevier und in den Niederlanden benötigt.

Infos zum Cache

Der Cache ist ein Tradi der Größe "micro".

Aufgrund der hohen Cache-Dichte im Gebiet rund um die alte Mühle an der Wurm, habe ich diesen Cache leider an eine weniger interessante Stelle gelegt.

Ein schöner Cache zur Grube Gouley wurde von "Mr. Schwertfisch" ausgelegt. Den Cache "Grube Gouley" findet ihr hier.


Alle Caches dieser Serie:

Der EBV - Grube Adolf in Merkstein (1)

Der EBV - Grube Anna in Alsdorf (2)

Der EBV - Grube Carl-Alexander in Baesweiler (3)

Der EBV - Grube Carolus Magnus in Übach-Palenberg (4)

Der EBV - Grube Emil Mayrisch in Siersdorf (5)

Der EBV - Grube Gouley in Würselen (6)

Der EBV - Grube Maria in Mariadorf (7)

Additional Hints (Decrypt)

Va rvarz Ubuyenhz nhs qre Uvagrefrvgr qrf Mhtrf.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)