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HISTORYCACHE "Feldflugplatz Oberbruch" Traditional Cache

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eigengott: Da hier keine Wartung durch den Owner durchgeführt wurde, archiviere ich das Listing. Siehe dazu auch die Guidelines:
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Hidden : 1/18/2009
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Ein Feldflugplatz in Oberbruch

Um die Mitte des Monats September 1939 rückte Oberbruch in den Blickwinkel der Luftwaffe. Die „Kämp“ wurde zum Feldflugplatz ausgebaut. Die „Kämp“, ein langgestrecktes Wiesengelände und heute von der regulierten Wurm durchflossen und zu einem großen Teil vom Stadion und von Schulbauten eingenommen, erstreckte sich rechts der Wurm, 2,5 Kilometer lang, von der Porselener Mühle bis zur heutigen Carl-Diem-Straße. Dort wurden früher nach der Heuernte die Kühe und Ziegen zur Weide geführt.

Nun herrschte dort wochenlang ein hektischer Betrieb von Arbeitsdienstkolonnen und privaten Baufirmen, die das von Hecken, Korbweidenpflanzungen und stattlichen alten Eichenbäumen bewachsene, von zahlreichen Wassergräben durchzogene Gelände rodeten, planierten und verdichteten. Eine große Unterkunftsbaracke für das zu erwartende Bodenpersonal einer Fernaufklärerstaffel entstand am Nordwest-Ausgang von Bleckden, und nicht weit davon entfernt, zwischen mächtigen Eichenbäumen, ein splittersicherer Unterstand. Die Straße von Kranzes nach Dremmen, die quer zur Start- und Landebahn lag, erhielt zu beiden Seiten flachabfallende Erdaufschüttungen, und mittels Schranken ließ sie sich bei Flugbetrieb für den Verkehr sperren. Im Wäldchen bei Kranzes wurden Bomben gestapelt und an den beiden Kaminen des Glanzstoffwerkes rote Warnlampen installiert.
DO17
Mit dem Ausbau des eigentlichen Flugfeldes ging der Bau von Flakstellungen einher. Flaktürme aus hohen Baumstämmen wurden auf festfundamentierten Betonplatten errichtet. Sie erhielten als Abschluß eine Plattform zur Aufnahme von 2-cm-Vierlings-Flakgeschützen. Je ein solcher Turm stand in Grebben, nahe am Bahngleis beim Hause Schlebusch, und an der Heinsberger Straße (heute Karl-Arnold-Straße) in der Nähe der AKZO-Werksbahn; ein Beobachtungsstand wurde in unmittelbarer Nähe von Bleckden errichtet und drei weitere Flaktürme südlich von Bleckden zwischen hohen Pappeln am gegenüberliegenden Wurmufer. Feldstellungen der leichten Flak entstanden im freien Feld nördlich von Bleckden entlang des Wurmdammes, welcher sich nordostwärts der „Kämp“ bis Kranzes hinzog, sowie am Ostausgang von Oberbruch, gegenüber der früheren Müllkippe. Hier war gleichzeitig die „Zentrale“ der Flak mit Schreibstube und Feldküche. Ende September wurden die Stellungen von Angehörigen eines Flakregiments bezogen.

FeldflugplatzKarte
Für die Oberbrucher Jungen war die Anlage eines Flugplatzes ein Erlebnis besonderer Art. Ständig waren sie auf der „Kämp“ anzutreffen und eifrige Helfer beim Be- und Entladen der Transportmaschinen „Ju 52“. Und als eine „Ju“ beim Wendemanöver in einem Entwässerungsgraben hängen blieb, nahte der rettende Engel in Gestalt von Rektor Gertz, der mit seiner Schulklasse des Weges kam. Mit großem Hallo und vereinten Kräften wurde die Maschine wieder flott gemacht. Zur Belohnung durfte die ganze Klasse mit der „Ju“ bis nach Kranzes rollen.

Der damals zwölfjährige Bertram Heitzer aus Dremmen schrieb darüber einen Schulaufsatz: „Vor einigen Wochen wurde auf der Oberbrucher Kämp mit dem Bau eines Flugplatzes begonnen. Wir Jungen gehen fast jeden Tag einmal dorthin und sehen uns die Arbeiten an. An den ersten Tagen wurde der ganze Platz festgewalzt, indem ein Traktor eine schwere Walze darüber hin und her zog. Eine Anzahl alter Bäume, die die Flugzeuge beim Landen hindern würden, wurden mit einer Motorsäge abgesägt und die Wurzeln herausgesprengt. Ab und zu landen auch schon Flugzeuge auf dem neuen Flugplatz, und jedesmal laufen viele Erwachsene und Kinder hin, um auch einmal ein Flugzeug auf der Erde zu sehen. Gestern abend kamen auch noch viele Autos mit Flaksoldaten in Dremmen an. Das Kloster und einige Schulklassen wurde besetzt, und von einem Strohschober wurden viele Autos und Karren voll Stroh in das Dorf geholt und in Kloster und Schule verteilt. “

HS123

Alle Texte und Bilder stammen aus dem Buch "Als der Tod vom Himmel fiel - Unsere Heimat im Luftkrieg" von Wilhelm Frenken. Herausgegeben 1994 vom Heimatverein der Heinsberger Lande anläßlich des 50. Jahrestages der Zerstörung von Heinsberg.

Additional Hints (Decrypt)

Hagre "Fgnuyqnpu", Zntargvfpu

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)