Zum
Cache:
- Einfaches (d.h. nicht laminiertes) Papiermaterial kann
mitgenommen werden (bitte nur ein Exemplar pro Team), wir
bitten um eine Nachricht, falls sich nur noch fünf oder
weniger Rätsel in der jeweiligen Station befinden.
- Den Cache bitte nicht in der Dämmerung oder danach angehen,
auch hier ist die Konzentration an Jägerständen enorm
hoch.
- Wir bitten, die Stationen wieder möglichst gut zu tarnen. Da
wir am Bodensee wohnen, haben wir für die Wartungsarbeiten
Halbmuggel verpflichtet, die wir aber natürlich nicht unnötig
beanspruchen möchten.
- Wer eine Hotline haben möchte, kann uns natürlich gerne
anmailen!
Wir wünschen viel Spaß und viel Erfolg in diesem interessanten
Gebiet.
Und: Die Beschreibung bis zum Bild ist
tatsächlich nicht erfunden, auch wenn das die G&K-geschädigten
Dosensucherteams um Friedrichshafen sicher nicht glauben können
;-)
Als Jugendlicher habe ich in Wülfershausen oft
eine Sage gehört, die uns damals alle ungeheuer fasziniert hat. Sie
war im Ort sehr weit verbreitet und hat möglicherweise einen wahren
Kern. Am besten wussten die älteren Leute Bescheid, also Personen
die etwa 1980 schon im Rentenalter waren, und die sich für
Heimatgeschichte interessierten … und wir haben ihnen
begeistert Löcher in den Bauch gefragt.
Es geht um den versunkenen Ort Veitswinden, in
Wülfershausen „Veitschwingen“ genannt, der an der
Gemarkungsgrenze zwischen Wülfershausen auf der einen, und
Junkershausen und Wargolshausen auf der anderen Seite, gelegen
haben soll.
Nach der Überlieferung verbrachten vier junge
Frauen einen vergnügten Abend beim Kirchweihtanz in Wülfershausen.
Am Ende des Abends liefen die Mädchen nach Hause, konnten den Ort
aber nicht mehr finden. Veitswinden war – sprichwörtlich - im
Erdboden versunken.
Die jungen Frauen wurden als Alleinerbinnen
aller Flurstücke, also aller Waldstücke, Wiesen und Äcker aus
Veitswinden, anerkannt. So konnten sie, trotz aller Trauer, als
gute Partien bald heiraten wie es ihnen angenehm war. In der Folge
bekam Wülfershausen als nunmehr offizieller Nachfolger von
Veitswinden einen zusätzlichen Schöffensitz zugesprochen. Später
soll ein Schweinehirt dort eine Glocke gefunden haben, die dann
lange Zeit in Wülfershausen die Viertelstunden schlug.
So oder in ähnlichen Variationen (z. Teil ohne
Kirchweihtanz und nur mit einer Überlebenden) ist die Geschichte
von Veitswinden, in der Dorfchronik von Benefiziat Schwinger und in
lokalen Sagensammlungen (z.B. bei Leo Hamm „Drei
Burgfräulein“) festgehalten. Auch der Grillmeister bekam in
seiner Kindheit verschiedene Versionen dieser Geschichte erzählt,
in Wülfershausen „lebt“ diese Überlieferung.
Ob die Geschichte wahr ist, können wir leider
nicht sagen. Aber eigentlich müsste sie, vor allem wegen der Sache
mit den zwei Schöffen (die an anderer Stelle den zwei
verschiedenen Klöstern zugehörigen Dorfhälften beiderseits der
Saale zugeschrieben werden) und der den Mädchen
zugefallenen Grundstücke dokumentiert
sein. Doch wenn man weder ausreichend Latein beherrscht noch die
altdeutsche Schrift sicher lesen kann, sind die Möglichkeiten dies
nachzuprüfen natürlich begrenzt.
Aber mindestens ein ernst zu nehmender Hinweis
auf die Existenz des Ortes existiert. Veitswinden wird in der
"Mainfränkischen Studie Nr. 1" - zusammen mit Brunigsdorf und
Haelßhausen - als eine von drei bereits im 14. Jhd. wüst
gefallenen, ehemals zur Pfarrei Wülfershausen gehörenden Siedlungen
genannt. Nach meiner persönlichen Einschätzung hat die Sage
wahrscheinlich einen harten Kern, auch wenn die Geschichte mit dem
Kirchweihtanz in anderen Sagen zu finden ist und eher auf eine
nachträgliche Ausschmückung im Laufe der Zeit hinweist.
Am Startpunkt der Suche, der kurz ermittelt
werden muss, ist das Gelände sehr eigenartig geformt. Ein
ungewöhnlich tiefes Grabensystem mit seitlichen Einschnitten, das
auch heute noch nicht zur Ruhe gekommen ist, durchzieht eine
eigentümliche Senke. Da auf dieser Höhe, ähnlich wie am Eirich,
unterhalb des Oberbodens Muschelkalk ansteht, ist die Bildung eines
Erdfalls (oder einer Doline)
denkbar. Aber vielleicht nimmt sich ja jemand eines Tages dieser
interessanten Geschichte um den versunkenen Ort Veitschwingen
an.
Bis hier hin gebe ich wieder, was ich als
Wülfershäuser in meiner Jugend gehört und gelesen, bzw. später
recherchiert habe. Was jetzt folgt …. wer weiß ….

Auf Grund ihrer gemeinsamen Herkunft hielten
die Frauen auch weiterhin enge Freundschaft, dies war auch in
späteren Generationen so. Aber, wie es so ist, die Nachfahren
fühlten sich immer mehr als waschechte Wülfershäuser und
Veitswinden wurde immer weniger wichtig. Nur eine alte Dame, die
Tochter des damaligen Dorfschmiedes, wollte dies nicht akzeptieren.
Aber so viel sie - die Veitswinden selbst nicht mehr heil gesehen
hatte - ihren Nachfahren auch erzählen mochte , das Interesse an
Fasching, Johannisfeuer, Maibaumaufstellen und Kirchweihtanz, oder
auch nur am Tratsch im Dorf, schien größer zu sein als dem
versunkenen Ort ihrer Vorfahren.
Als die Enkel nicht einmal mehr bereit waren,
mit ihr die Gemarkung Veitswinden aufzusuchen, resignierte sie
schließlich. Im Alter aber, als sie schon etwas wunderlich geworden
war, beschloss sie, dass ihr Erbe nur antreten könne, wer sich für
seine wirkliche Herkunft interessiert.
So legte sie verschiedene Rätsel über die
Orte, die ihr und ihren Vorfahren wichtig waren. Das erste Rätsel
lag in einer Senke, die einst der Dorfplatz war. Zu finden bei
einem hölzernem Stuhl in Schulterhöhe (Das Versteck im Stuhl ist
noch intakt, aber leer).
Überprüfung
der Startkoordinaten