In
Memoriam Bisambergsender
Nachdem
der erste österreichische Sendebetrieb auf Mittelwelle im Jahr
1924 am Stubenring in Wien begonnen hatte, dann ab 1926 am
Rosenhügel in Wien mit einem stärkeren Sender Betrieb
fortgeführt wurde, fiel letztendlich die Auswahl auf das
Gelände des Bisambergs zur Errichtung des ersten
Großsenders.
Am 28.
Mai 1933 ging der Sender Bisamberg mit 100kW Leistung in
Gitterspannungsmodulation in Betrieb. Zuerst wurde nur ein 130m
hoher Sendemast im 'Fischbauch'-design aufgestellt. Um aber auch
die Bundesländer besser erreichen zu können, kam wenig
später ein zweiter, baugleicher Reflektormast im Abstand von
115m dazu.

Bild 1: Sender Bisamberg von 1933 bis 1945
Der
Sender hatte zu dieser Zeit noch keinen Anschluss an das
öffentliche Stromnetz; also wurde die nötige
Elektrizität mit Dieselgeneratoren erzeugt.

Bild 2: Die erhaltengebliebenen Generatoren von
1933
Zu Ende
des 2 Weltkrieges, 1945, sprengten SS-Truppen große Teile der
Sendergebäude und die Antennenanlage. Nur die
Dieselgeneratoren konnten durch beherztes Eingreifen von
Angestellten des Senders im letzten Moment gerettet werden. Noch
heute sind am Boden der Dieselhalle die Brandspuren der
Zündschnüre zu sehen.
Im Jahr
1950 begann auf dem Bisamberg wieder Sendebetrieb im erhalten
gebliebenen Stiegenhaus und am 17. August 1959 wurde die
Sendeanlage Bisamberg mit vier 120kW Sendern diesmal mit der neuen
Anodenmodulation (AM) in Betrieb genommen. Die beiden Sendemasten
wurden in Linz abmontiert, adaptiert und am Bisamberg wieder
aufgestellt.

Bild 3: Senderanlage Bisamberg heute - Ansicht von
der Spitze des Südmastes
1975
wurde dann noch ein 600 KW Sender der Firma BBC in Betrieb
genommen.
Versorgungstechnische Studien führten schließlich
dazu, dass die Mittelwellenausstrahlung auf den besseren
UKW-Bereich gänzlich verlagert wurde, sodass 1995 der
Sendebetrieb am Bisamberg eingestellt wurde.
Dennoch
wurde 3. Mai 1999 der 600kW Sender für "Nachbar in Not"
revitalisiert und versorgte für ca. 3 Monate die dortige
Krisenregion.
Seit
Ende des Jahres 2000 ist ein 100kW Transistorsender in Betrieb und
sendete auf der Frequenz 1476 kHz täglich in den Abendstunden
österreichisches Radioprogramm.
Seit
Anfang 2009 sind alle Sender außer Betrieb genommen
worden.
Auch
soll wegen der sehr aufwändigen Instandsetzung der höhere
Nordmast bald abgebaut werden.
Dieser
Cache soll an den österreichischen Mittelwellensendebetrieb
erinnern, der richtungsweisend und bahnbrechend viele Jahre unsere
Haushalte mit Radioprogrammen versorgt hat.
Der
Cache ist eine etwas längere weiße Filmdose.
Der
Inhalt: Die üblichen Papiere und ein kurzer
Bleistift.
Die
Suche beginnt an der Holztafel am Anfang der Senderstraße,
führt dann leicht bergan; entweder als Wanderung (25 Minuten),
Rad- oder Autofahrt. Zu beachten sind die
Zufahrtsbeschränkungen. Geführt wird der Cache nicht als
Drive-In.

Bild 4: STVO-Schild am Beginn der
Senderstraße

Bild 5: Hinweistafel des Magdalenenhofes
Magdalenenhof und STVO haben bezüglich der
Zufahrtserlaubnis verschiedene Ansichten (siehe Bild 4 und
5).
Angekommen an der Bergkuppe besteht die Möglichkeit links
den Sendemast zu bewundern; solange er noch steht.
Nach dem
Beantworten der Fragen und der Koordinatenberechnung, findet sich
der Cache an einer leicht zugänglichen Stelle.
Sich
strecken und auf die Zehenspitzen stellen kann hilfreich
sein.
Bitte
auf eine mögliche Muggelbeobachtung Rücksicht nehmen; die
Gegend dort ist ein beliebter Ausflugsort.
An der
Holztafel (Stage 1) beim Parkplatz findet sich die Nummerierung
eines Wanderweges, der durch Weingärten zum Aussichtspunkt
Falkenberg führt und drei bis vier Stunden dauert.
A =
Nummer dieses Stadtwanderweges
Das Haus
des Weinbauers Reinbacher (Stage 2) ist wann erbaut worden
?
B =
vierstellige Jahreszahl unter 'F.T.A.'
Wie war
der abgekürzte Name des 'Österreichischen Rundfunks'
(Stage 3) zur Zeit der Inbetriebnahme des Bisambergsenders mit 100
kW ?
C =
Buchstaben umwandeln in Zahlen (A=1,B=2,..) und
addieren.
Wann
wurde ... .- -- ..- . .-.. -- --- .-. ... . (Name in Morsecode
dargestellt) geboren ?
D =
vierstellige Geburtsjahreszahl
Auf
welchen beiden Frequenzen konnte ab 1959 am Bisamberg simultaner
Sendebetrieb gemacht werden ?
E =
beide Zahlenwerte in kHz addieren und die einstellige Ziffernsumme
bilden
F =
beide Zahlenwerte in kHz addieren.
Wie
heißt die Modulationsart mit der die Sender am Bisamberg ab
1959 betrieben wurden ? Nur die Abkürzung mit zwei Buchstaben
verwenden.
G =
Buchstaben umwandeln in Zahlen (A=1,B=2,..) und
addieren.
Berechnung:
Ausgangspunkt sind die Koordinaten der Holztafel:
48°18,702’ ... 18,702’ =
Minutenwert
Der
Cache liegt:
48°
(Minutenwert*1000 + E + 3*G)/1000’
16°
(B*7 + D*4 + F + A*15 + C*2)/1000’
Beispiel
1:
Buchstaben umwandeln in Zahlen (A=1,B=2,..)
dentrix:
d =
4
e =
5
n =
14
t =
20
r =
18
i =
9
x =
24
--------
94 ...
addiert
Beispiel
2:
beide
Zahlenwerte in kHz addieren und die einstellige Ziffernsumme
bilden:
637
kHz
1322
kHz
--------
1959
einstellige Ziffernsumme = 6
Viel
Spaß beim Berechnen und Finden !
Euer
dentrix