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Der Düsseldorfer Pegel EarthCache

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Truuet: Dieser EC entspricht nicht mehr den aktuellen Bedingungen für Earthcaches. Vielen Dank für die vielen Besuche in all den Jahren, aber hier ist jetzt Schluss.
Meine Listings wechseln den Server. Ich werde diesen Cache nicht mehr updaten.
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Hidden : 3/9/2009
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


german

Rheinpegel Düsseldorf

Der Rhein ist ein nahezu vollkommen industrialisierter Fluß. Zum Ende des 19. Jahrhunderts hatte man begonnen, den Flußverlauf zu begradigen und eine ständige mit Dampfschiffen befahrbare Schifffahrtsrinne zu bauen. Gleichzeitig begann man direkt am Fluß zu siedeln und auch Gewerbe wurden in großem Stile direkt an den Rhein verlagert. Der günstige Transport von Handelsgütern per Schiff machte dabei den Hauptanreiz aus. So siedelten sich in Nordrhein-Westfalen in erster Linie stahlproduzierendes Gewerbe und auch chemische Betriebe am Rhein an. Noch heute kann man deren Einfluß auf die Führung des Flussbetts in Leverkusen, Köln, Düsseldorf oder Duisburg unmittelbar erkennen. Gerade der Transport von Erzen machte es aber erforderlich den einstmals flachen Rhein in eine mehr oder weniger künstliche Rinne zu verlegen und nach Möglichkeit dabei Rheinschlingen zu umgehen.
Nun hat aber sowohl die Wassertiefe als auch die Linienführung eines Gewässers unmittelbaren Einfluss auf die Wasserstände und die Fließgeschwindigkeit. Während ein Tropfen Wasser in der Zeit um 1880 noch 60 Stunden für die Strecke von Basel bis Mannheim benötigte, so waren dafür in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts nur noch 30 Stunden nötig. Die schnelle Fließgeschwindigkeit und die immer dichter ans Ufer heranreichende Besiedlung ließen dabei gleichzeitig die Wasserspeicherkapazität abnehmen. Das führte zu immer extremeren Wasserstandsschwankungen, wobei insbesondere Hochwassersituationen eine Bedrohung für die Bevölkerung darstellten.
Im Zeitalter der Industrialisierung hielt man aber solche Gefahren für technische Probleme. Man erhöhte einfach die Deiche. In Nordrhein-Westfalen wurden bis in die 30er Jahre sämtliche Reserveräume, d.h. Auen und Wiesen bewirtschaftet oder bebaut, so dass es bei Hochwasser quasi kein Entrinnen und keine Lösungsoption gab. Die weitere Vertiefung des Schiffahrtsweges und die Erhöhung der Deiche führten aber immer weiter zu höheren und gefährlicheren Flutwellen. Hier in Düsseldorf ist im Bereich der Altstadt die Schiffahrtsrinne durch eine betonierte Wand (Rheinufertunnel) bis an die Bebauung herangeführt. Trotzdem besteht hier keine  Hochwassergefahr, da die Wand mehr als 11,80m hoch ist.
Auf der gegenüberliegenden Seite dem Oberkasseler Ufer kannst Du Sandbänke und jede Menge Schlamm und Geröll liegen sehen, dass der Fluss dort angespült hat, weil die Flußgeschwindigkeit hier langsamer ist, als auf der Düsseldorfer Seite.

Dieser Cache führt Dich an den Düsseldorfer Pegel. Viele Besucher der Stadt versuchen auf den komischen Zifferblättern die Uhrzeit abzulesen, aber bei uns in Düsseldorf liest man die Uhrzeit halt vom Fernsehturm ab. Ein Flußpegel hat verschiedene Bezugsgrößen. Wichtig dabei: Der Flußpegel zeigt nicht die Wassertiefe an! Vielmehr zeigt der Pegel den Wasserstand oberhalb der Bezugshöhe über N.N. des jeweiligen Ortes an. In Düsseldorf sind dies 24,48m. Durch diese Bezugshöhe ist der Pegel unabhängig von der geografischen Höhe des Ortes, durch den ein Fluß fließt. Zusätzlich wird ein gleichwertiger Wasserstand angegeben. Dieser Wert gibt an, bei welchem Pegel eine durchschnittliche Wassertiefe von 2,50m in Fahrrinnen erreicht wird. In Düsseldorf beträgt dieser Wert 105cm. Das heißt, dass bei dem Rekordniedrigwasser im Jahr 2003 mit 41cm der Fluß schon ganz schön flach war.
Zusätzlich werden noch zwei Hochwassermarken bestimmt, die aber nur für die Schifffahrt von Bedeutung sind. Die kritische Marke ist 8,80m ab der eine Schifffahrt nicht mehr möglich ist. Seit Einführung der kontinuierlichen Pegelmessung 1879 war dies 22 mal der Fall, zuletzt im Januar 2003.
Hydrologisch ist es so, dass die Fließgeschwindigkeit an der Oberfläche eines Flusses am höchsten ist. Der Rhein fließt am Pegel bei Normalwasser mit ca. 4km/h. Das ist deutlich zu schnell, um gefahrlos zu baden.

Um die Hochwasser einzudämmen geht man heute andere Wege. Man erschließt wieder Reserveflächen, die im Falle eines Hochwassers geflutet werden können. Leider stehen aufgrund der vollständigen Eindeichung in Nordrhein-Westfalen hierfür fast keine Flächen zur Verfügung. Flächen in Rheinland-Pfalz und Holland, sollen aber die Wasserkapazität der Rheinebene erhöhen und damit Hochwasser abschwächen.

Nun zum Cache:
Die Koordinaten führen Dich zum weltbekannten Düsseldorfer Pegel, einem Jugendstilturm. Hier kann bis zu einem Pegel von 10m über ein System von kommunizierenden Röhren der Wasserstand auf eine Uhr projiziert werden. Für höhere Wasserstände ist ein Balkenpegel erforderlich, den Du zuerst suchen musst. Dort findest Du die Jahreszahl eines Hochwassers mit 11,10m Höhe. Dies ist Antwort A.
Gehe dann zurück zur Pegeluhr. Beantworte folgende Fragen:
(B) Was zeigt das Zifferblatt auf der Westseite an?
(C) Wieviele Rekordhochwasser haben in Düsseldorf die 10m-Marke überschritten?
(D) Als letztes zeichne eine Skizze zu dem System kommunizierender Röhren in einem Pegelhaus. Hänge diese Skizze an Dein Log an.


Sende mir die Antwort über mein Profil bei GC.com. Wenn Deine Antworten falsch sind, werde ich mich bei Dir melden. Solltest Du nach drei Tagen nichts von mir gehört haben, darfst Du loggen.

Wenn Du Lust hast, dann mache noch ein Foto von Dir im Eingangstürchen des Pegels und hänge es Deinem Log an.

Viel Spaß!



Pegelturm
Der Düsseldorfer Pegel

Tote Rheinschlinge
Alte Rheinschlinge wenige Kilometer flußaufwärts vom Earthcache. Gut zu erkennen ist die Begradigung gegenüber der rechts verlaufenden alten Rheinschlinge. Sedimentablagerungen haben nach Abtrennung vom Hauptstrom in wenigen Jahren zur Verlandung geführt.
Old arm of the Rhine just a few kilometers higher the the earthcache. The rectifying is good to see. Left side actual waterway, right side former waterway with a mire narrow bow. All the mud was collected on the concave side of the river. The aggradation was fullfilled in a few years after discontinuing the water flow.





english

The water gauge


The river Rhine is almost totally industrialised. During the idustrialisation the riverbed was deepened and rectified to maintain shipping for the transport of goods. The Rhine was a very good vein for the nearby industries, in Northrhine-Westfalia the steel and chemical industry. But iron is very heavy and mass transport is dependent on short ways. So industry settled directly on the riverbanks. The rectification and the deepening caused a lot of problems. The flow velocity of the water masses increased and the water-holding capacity decreased. In 1880 the water took 60 hours to get from Basel to Mannheim. In the 1940s it took only the half time.
Due to the sinking storage capacity the water levels changed to more extreme values. Highwater gets more and more to severe dimensions. Most easiest way to cover the highwater risks was to higher the damps. Here in Düsseldorf a very cruel implementation took place. On the local spot you are on th convex side of the river. You are in the middle of the town and no spare areas are available.
To beware the city from highwater masses a wall was build which was just extended by the building of the Rheinufertunnel in 1998. The wall is more the 12m high. That means there is no further damp needed. All sediments from the Rhine are transported to the concave side of the Rhine where the water speed is lower than on the townside. You can see the sandbanks all over the opposite side (during normal water levels) and sometimes diggers carrying all the mud away. Although the river is more than 200m wide there is a permanent danger for aggradation. This is caused by a simple effect. Water is running the most easiest way. The easiest way is on the Düsseldorf side because there is no damp just a wall. The water masses drive with higher velocity on the Düsseldorf side. Swirls put all the sand, mud and muck to the damps on the opposite side with lower streaming velocitiy. Even the damp is more fair with his gras grounds you will find more muck there.
Every cloud has a silver lining. The sands a rich of granit gravels carried from the alps and the low mountain rages. You will find gravel mines almost everywhere in the region on the concave bows of the river especially on the dried arms.

Nowadays the water balance is more controlled by reactivation of spare areas which can be flooded and mild procedures of renaturation of the river course. The need for efficient freight traffic is still a reason for maintenance of the waterways. Therefor is the water gauge at the oldtown of Düsseldorf.

It still shows the actual water level through a system of communicating pipes. This is just an atrraction. The ships get all the information by electronic devices.
Each gauge is dendendent from a reference height (height above sea level). In Düsseldorf it is 24,48m. this reference makes the gauge level independent from the absolute altitude. The next important value is the effective water level which marks the particular water level for a average depth of water of 2,50m in the waterways. In Düsseldorf this is 1,05m. This means that the gauge does not display the total water depth.

There are two more values of interest which desbribes the critical values for high water. The most important one is the highwater level II of 8,80m. From that point shipping is forbidden for any reason. Since 1878 there were 22 high water incidents with higher levels. The last one took place in January 2003.
The current velocity on normal water levels is about 4km/h which is too much for swimming. Many lightheads lost there life on that provocation.

To the cache
The coords leads you to the art nouveau gauge tower of düsseldorf. All levels up to 10m are displayed to clock-faces. Levels higher than 10m have to be read manually on a gauge bar just a few meters away. Please find the bar. Just nearby you will find a badge of the 11,10m highwater incident. The year is (A).
Answer the following questions:
(B) What is shown on the west side display of the tower?
(C) How many high water levels were higher than 10m (in Düsseldorf, where else)?
(D) Please draw a small sketch about the technical details of the communicating pipes in a gauge and attach this sketch to your log!

Send me the answer by Email to the adress listed in my profil. If you don't get an answer please feel free to log the cache. 

Take a picture from you in the entrance of the gauge tower if you like and attach it to your log.


That’s it.

Additional Hints (No hints available.)