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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (regular)
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Was, Ihr Menschenkinder wollt mein Nest und die darin verborgenen Schätze finden? KRAH!
Dann hört meiner Geschichte gut zu und versucht Euer Glück!
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Am letzten Hellmond stillte ich meinen Durst an dem Graben der dort beginnt wo das Haus steht, welches bei Euch Menschen Eulenburg heißt und das hinter Eurem Rathaus gelegen ist. Wer von Euch weiß denn schon, wie viele von meinen Eulenfreunden dort je gelebt haben? Und jetzt sind alle Nester fort und das Eulenloch ist seit langem von Euch zugemauert. KRAH ! Nachdem ich dort nicht eine einzige Eulenfreundin finden konnte, flog ich traurig weit fort zu meinem liebsten Aussichtsplatz, der tief im Wald steht und wo ich dem Himmel so nah bin, dass ich die Sterne flüstern hören kann. KRAH!
Doch in dieser Nacht reichte es mir nicht aus, die Stille zu genießen und so besuchte ich meine Freundin, die weiter nördlich am Fuß dieses Turmes in einem kleinen Ort an der Weser wohnt und die noch spät in der Nacht mit ihrem zahmen schwarzweißen Wolf spazieren zu gehen pflegt. Auch heute traf ich sie bei den drei Baumbrüdern und sie erzählte mir eine spannende Geschichte von rätselhaften Dingen, die sich die Menschenkinder zur gegenseitigen Freude selbst verstecken, auf dass sie sie heimlich wieder finden können. KRAH! Das überraschte mich, denn ich kenne Menschen nur, wenn sie unseresgleichen und unsere Verwandten von Feldern verscheuchen – das ist nie sehr nett gemeint und Freude macht es uns natürlich nicht. Wieso sollten sie sich gegenseitig freundlich behandeln? KRAH! Neugierig geworden, fragte ich sie nach diesen aufregend verborgenen Schätzen und wo ich welche finden könnte. Da sie eine nette Menschenfrau ist und weiß, dass wir Raben Geheimnisse seit Odins Zeiten her wahren, erzählte sie mir von ein paar Schätzen, die sie entdeckt hatte. KRAH!
Nun wollte ich sie auch sogleich finden - und so bedankte ich mich und flog im Silberlicht zu der uralten Mooreiche, die in Exten am Wegesrand aufgebahrt liegt. Wie viele Rabenester sie wohl trug, als sie noch lebendig war? KRAH! Ich fand den Schatz mit der Kraft meines starken Schnabels und von dort aus flog ich weiter zu dem Ort, an dem Ihr Eure blechernen Pferde abstellt und das von Euch Ostertor genannt wird. Dort werden meine Freunde oft von Euresgleichen gefüttert und auch ich stillte meinen Hunger. KRAH! Nachdem ich diesen Schatz entdeckt hatte, wollte ich, immer noch neugierig, noch einen finden. Meine Freundin hatte mich ja gewarnt, dass es so kommen könnte... "süchtig werden" nannte sie das. KRAH! Nun, es war nicht weit bis zu dem alten Haus, auf dem schon meine Ur-Ur-Großmutter nistete und das von Euch Archivhäuschen genannt wird. Dort habe ich direkt über dem Schatz gesessen! KRAH! KRAH! Doch wisset: hättet Ihr Eure Geschichtenerzähler und Barden noch, bräuchtet Ihr viele Eurer Steinnester zum aufbewahren von geschriebenen Geschichten nicht!
Nun, da ich von meiner Freundin weiß, dass diese Geheimnisse von Euch gut gehütet werden, und Ihr den Unwissenden nicht davon erzählen dürft - KRAH!- will ich Euch als Dank dafür auch mein geheimes Versteck verraten. Denn in dieser Nacht, von der ich Euch erzählte, bin ich zweimal genau über mein Nest geflogen! KRAH! Es ist wirklich gut versteckt – selbst wenn Ihr Eure Eisenvögel benutzen würdet, könntet Ihr es aus der Luft nicht ahnen, denn ich verbarg es nicht dort, wo zwei Wege ein Kreuz bilden!
Nein, aber solltet Ihr es wirklich wagen, dort an der nahe gelegenen Kreuzung des hohen und des tiefen Weges nachzusehen, passt gut auf: es ist an einer Stelle, die nicht weit davon entfernt ist und wo Menschen selten hingehen. Schaut über den kleinen Bach, südlich von der Wegkreuzung nach und Ihr werdet einen Platz finden, wo Menschen selten hingehen! Auf jeden Fall solltet Ihr umsichtig und leise sein, und das Gehölz meiden, in dem die sanftmütigen Rehe sich ab und an zu verbergen trachten und das der Förster oft bewacht.
Aber selbst, wenn Ihr nun ahntet, wo ich es verbarg, werdet ihr es kaum erreichen können KRAH! KRAH! es sei denn, Ihr könntet wirklich fliegen, so wie ich. Meine Menschenfreundin warnte mich zwar, dass Ihr erfinderisch wäret, so Ihr Euch etwas vorgenommen habt, aber dass will ich mir selbst ansehen. Von oben werde ich Euch beobachten, wenn Ihr dort heimlich herumschleicht und Euch unbeobachtet wähnt!
Sie sagte mir auch, dass es bei Euch Brauch wäre, ein schönes Teil aus meinem verborgenen Nest zu stehlen KRAH! KRAH! aber auch, dass Ihr dafür etwas Neues hineintun würdet. KRAH! So will ich ihr Glauben schenken und auch Euch vertrauen lernen … und Euch daher als Ersatz um etwas bitten, dass wie silbernes Mondlicht funkelt - denn meine Brut liebt Glitzerndes!
Der Rabe aus dem hohen Waldort
Additional Hints
(Decrypt)
Upvyqüf - arob Fgupre - Ergvryerohäe