AC Ansichten
Ein Rätsel um mehr oder weniger bekannte Gebäude und
wenig bekannte Geschichten in Aachen.
(Ortsfremde werden es sehr schwer haben, das Rätsel zu
lösen.)

Was diese Ansicht Aachens zeigt, ist wohlbekannt.
(Die Koordinaten zeigen natürlich nicht den Ort des Caches,
sondern die Stelle, von der aus dieses Foto aufgenommen wurde.)
Aber wer kennt die Häuser bzw. Orte und die
zugehörigen Geschichten aus unserem Rätsel?
Am Final ist es sehr (!) belebt! Wer sucht, fällt auf.
Schnelligkeit siegt, also: Spoiler ansehen, Dose anpeilen, hin,
zugreifen und wieder weg. Es gibt Bänke in der Nähe,
wo Ihr die Dose in Ruhe öffnen könnt.
Aus einem (offline) Spiel auf der db-Silvesterfeier 2008 sind
diese Rätsel entstanden:
GC1NWT4 Aachener Ansichten
GC1Y6MG Aachener Ansichten 2
GC24BH4 Aachener Ansichten 3
Das Rätsel
Es gibt sechs Geschichten, die von A – F markiert sind. Es
gibt zwölf Bilder, die Aachener Ansichten zeigen (oder auch
nicht?) und von 01 – 12 markiert sind.
Zu jeder Geschichte gehört genau ein Bild. Es zeigt ein
Gebäude, das an dem Ort steht, der in der Geschichte
beschrieben ist. Diese Geschichten findet man nicht in jedem
Reiseführer und auch Google zeigt sie nicht unbedingt auf den
ersten fünf Treffern. Aber mit einiger Recherche, vielleicht
sogar in gedruckten Büchern, sollte sich herausfinden lassen,
wo sich die gesuchten Orte in Aachen befinden.
Ordne dem Buchstaben der Geschichte die richtige Ziffer des Bildes
zu. Bilde dann daraus eine Kette der Kombinationen aus Buchstabe
und Zahl. Hänge "@gmx.de" an und sende dahin eine Mail. War
die Lösung richtig, bekommst Du die Koordinate, an der sich
die Dose befindet.
Eine mögliche Lösung wäre also:
A01B02C03D04E05F06@gmx.de (Großbuchstaben
erforderlich!)
(Die Zuordnung der richtigen Lösung haben wir ausgelost. Es
gibt also kein bewusstes Schema in der Zuordnung.)
Viel Vergnügen beim Forschen
wünschen die DoppelPoeppel & db!
Die Geschichten von A – F
Geschichte A
Ich, das Große Haus von Aachen, bin schon sehr alt. Mich
konnte sogar der verheerende Stadtbrand von 1656 nicht
zerstören. In der Zeit, in der ich gebaut wurde, galt ich als
sehr groß. Daher natürlich auch der Name. Auf meiner
Parzelle hätte man wohl vier der üblichen
Giebelhäuser bauen können! Natürlich blicke ich in
meinem Alter auf eine sehr wechselvolle Nutzung zurück. Hier
haben Leute gewohnt, ein Weinhändler betrieb sein Gewerbe in
meinem Kellergewölbe, ich habe eine Zollstelle beherbergt, die
Polizei, die Stadtwaage und die Dienstwohnung des
Oberbürgermeisters. Was heute hier so los ist, verrate ich
Euch aber nicht.
Geschichte B
Dass ich gebaut wurde, verdanke ich einem Treffen von Europas
gekrönten Häuptern in Aachen: Es gaben sich
Friedrich-Wilhelm III. von Preußen, Kaiser Franz I. von
Österreich und Zar Alexander die Ehre und handelten das
"Aachener Protokoll" aus. Darin wurden die Ergebnisse vom Wiener
Kongress (1815) noch einmal angepasst und präzisiert. An
dieses Ereignis erinnern in Aachen außer mir noch die
Alexanderstrasse und der Friedenssal im Rathaus. Der große
Karl Friedrich Schinkel baute mich seinerzeit am Adalbertsteinweg
auf. Heute bin ich nicht mehr dort zu finden. Meine neue Umgebung
ist auch viel idyllischer.
Geschichte C
Mein Bauherr, der Herr Johann Jakob Scheins, gab mich in Auftrag,
um dort seine Bildergalerie auszustellen. Dem Zweck diente ich aber
erst sehr viel später und auch nur kurzfristig. Denn noch
während des Baus wurde ich verkauft. Mein neuer
Eigentümer hat eine Spielbank als Zentrum des vornehmen
Kurlebens eingerichtet. Natürlich war auch hier mal wieder ein
Couven am Bau beteiligt, diesmal der Sohn Jakob. Selbst
Feldmarschall Blücher soll hier gespielt haben. Napoleon und
Josephine tanzten in meinem Ballsaal! Später gab ein gewisser
Herbert von Karajan hier Konzerte und gewann frühen Ruhm. Den
Ballsaal gibt es übrigens immer noch, aber als
Gesamtgebäude bin ich heute viel kleiner als damals. Nach dem
Krieg hat man nämlich nur noch Teile von mir wieder
aufgebaut.
Geschichte D
Der Platz, auf den ich sehe, existiert noch gar nicht so lange.
Früher gab es hier nur heruntergekommene, enge, dunkle
Hinterhöfe. Aber das ganze Viertel ist saniert worden. Dabei
wurde eine Gasse auch ein bisschen verlegt, und so ist ein Platz
entstanden, an dem ich stehe. Um mich herum gibt es ganz viele
recht moderne Häuser, die aber älter zu sein scheinen.
Man hat sie mit alten Fassaden ausgestattet. Diese Fassaden stammen
aus allen Teilen der Stadt. Ich bin auch schon herumgekommen. Ich
wurde wohl nach 1830 als Bürgerhaus von dem Brüsseler
Architekten Cluysenaar am Templergraben 79 gebaut. Ich musste
später dem Bau der Bibliothek der RWTH weichen.
Geschichte E
Im Jahr 1807 beschloss der Rat der Stadt hier einen Landschaftspark
zu gestalten, der der Öffentlichkeit zugänglich sein
sollte. Angeregt hat das übrigens der napoleonische
Präfekt Lameth. Die Aachener Bürger fanden die Idee gut
und spendeten reichlich. Im März 1816, so wird berichtet,
waren um die hundert Arbeiter täglich in meiner
zukünftigen Umgebung tätig. Dass ich gebaut werden
konnte, ist ebenfalls den Spenden der Bürger zu verdanken. Im
19. Jahrhundert war hier ein vornehmer Treffpunkt der Bürger
und Kurgäste.
Erbaut wurde ich vom Stadtbaumeister Franz Friedrich Leydel
zwischen 1827 und 1829 als Ausflugsstätte. Leider brannte das
Gebäude 1836 schon wieder ab. Auch mein Wiederaufbau wurde
dann von Leydel geplant, aber erst 1840 von seinem Nachfolger
Friedrich Ark vollendet.
Nachdem ich im 2. Weltkrieg durch Bomben zerstört wurde, sind
heute nur noch Reste von mir zu sehen.
Geschichte F
Einst gingen hier Mädchen zur Schule: der Name der
Straße, an der ich stehe, ist aber viel älter als ich.
Die Straße ist schon um 1650 verbürgt. Ihr Name weist
darauf hin, dass sich hier einst ein Industriegebiet (mit
wenigstens elf Fabriken) befand. Eine ehemalige Spinnerei, die
allerdings heute anders benutzt wird, steht immer noch in meiner
Nähe. Gegenüber, auf der anderen Straßenseite,
stand bis in die 70er Jahre das Elternhaus der Aachener
Ordensgründerin Franziska von Schervier, der Klosterrather
Hof. Heute ist nur noch ein ganz kleiner Teil des Hofes zu sehen.
Der Rest ist eingelagert.
Die Bilder von 01 – 12
Bild 01
Bild 02
Bild 03
Bild 04
Bild 05
Bild 06
Bild 07
Bild 08
Bild 09
Bild 10
Bild 11
Bild 12