Caprivi Campus - Ort der
Begegnung
Der Caprivi-Campus ist ein Ort, der sowohl
architekturgeschichtlich als auch kulturgeschichtlich interessant
ist. Architekturgeschichtlich weil er Altes und Neues geschickt
miteinander verbindet und kulturgeschichtlich, weil die
ursprünglich militärische Anlage heute der Wissenschaft und Lehre
dient und einen Wandel zu einer wahrhaft internationalen
Begegnungsstätte durchgemacht hat. Die ehemalige Caprivi-Kaserne
beherbergt heute das Präsidium der Stiftung Fachhochschule
Osnabrück und die Fakultät Wirtschafts- und
Sozialwissenschaften.
Das Areal wurde benannt nach dem preußischen General Leo Graf
von Caprivi, einem Zeit- und Weggenossen von Johannes von Miquel.
Beide Namen dürften den Ortsansässigen geläufig sein, sind doch
Straßen in Osnabrück nach ihnen benannt worden. Caprivi war
zwischen 1890 und 1894 Reichskanzler und Nachfolger von Bismarck.
Er schloss viele wichtige Verträge zur Liberalisierung des
Handelsrechtes mit den Ländern Osteuropas ab. Außerdem änderte er
die Gewerbeordnung, so dass die Sonntagsarbeit verboten wurde. Und
unter Caprivi wurde das Verbot von Kinderarbeit für Kinder unter 13
Jahren in Fabriken ausgesprochen.
Die Caprivi-Kaserne wurde 1899 nach einer Bauzeit von nur 2
Jahren fertig gestellt, mit dem Ziel, den über die ganze Stadt
verteilten bisher in Untermiete wohnenden Soldaten ein gemeinsames
Quartier zu geben und andererseits, ein von Weitem wirkendes
militärisches Gelände zu formen. Heute noch sind die Gebäude aus
mehreren Himmelsrichtungen von weitem sichtbar. Nach dem zweiten
Weltkrieg wurden die Kasernen bis in die neunziger Jahre von einem
britischen Panzerregiment genutzt. Von 1992 bis 1994 war es
vorübergehend Grenzdurchgangslager für Bürgerkriegsflüchtlinge aus
Krisengebieten.
1998 zog die Fachhochschule nach einer Umgestaltung im Inneren
mit der Verwaltung sowie Teilen der Fakultät Wirtschafts- und
Sozialwissenschaften in die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude
ein.
Die verschiedenen Gebäude bilden ein Rechteck um einen großen
Innenhof. Das Grundmaterial für die Gebäude stammt aus dem nahe
gelegenen Natruper-Steinbruch. Die Steine für die roten Umrandungen
an den Gebäuden kommen aus dem Wiehengebirge.
Das historische Gebäudeensemble wird durch unterschiedliche
Dachstellungen, viele Giebel, rhythmisch eingefügte Doppelfenster
sowie unterschiedliche Geschossanzahl belebt.
Die folgenden Fotos wurden freundlicherweise von der
Pressestelle der FH zur Verfügung gestellt.
2004 fand die Gestaltung des Geländes einen vorläufigen
Abschluss durch die Errichtung des neuen Gebäudes in
Stahl/Glas-Konstruktion an der Westseite des Komplexes. Das neue
Gebäude wirkt weder dominant noch streng gegenüber dem historischen
Charakter der Kasernengebäude. Die historischen Gebäude auf der
Nord und Südseite werden heute durch verglaste Übergänge verbunden,
die sich harmonisch in das Gesamtbild einfügen. Der alte
Exerzierplatz wurde als Freifläche erhalten und teilweise mit
"unterirdischen" Hörsälen ausgestattet.
Das historisch-moderne Areal schafft eine angenehme Atmosphäre
für Studierenden und Lehrende.
Die Gebäude
sind im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend durch-"buchstabiert"
.
- CA: Haus der Internationalen Begegnung/Gästehaus der FH
(Familienhaus für verheiratete Unteroffiziere)
- CB: Präsidium, Verwaltung (Mannschaftshaus)
- CC: Zentrale Studienberatung
- CD: Internationales Büro der FH OS (Wirtschaftsgebäude: Küchen,
Badeanstalt, Speisesaal)
- CE: Automaten-Cafeteria
- CF: Hörsäle und Büros (Mannschaftshaus)
- CG: Turnhalle, Klausurenhalle, z.Zt. Cafeteria
(Exerzierhalle)
- CH: Hörsäle und Büros (Wache mit Arrestzellen)
- CJ: Hörsäle und Büros (Kammergebäude und Patronenhaus)
- CN: Hörsäle und Büros, Dekanat WiSo, International,Faculty
Office, Internet-Café
- CK:
- CL: Lagerräume, Garagen
- CM: Cafeteria (ehemalige Kapelle)
Die Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften unterhält
zahlreiche Kooperationen mit ausländischen Hochschulen. Daher kann
man, wenn man durch die Anlage geht, neben der deutschen Sprache
viele verschiedene Sprachen hören (von arabisch über chinesisch,
griechisch, iranisch bis zu thailändisch und russisch).
An den oben angegebenen Koordinaten liegt nicht der
Cache, sondern diese zeigen auf die Bushaltestelle bzw. die Zufahrt
zum Campus
Die Cache-Suche beginnt hier
Der Cache ist nicht sehr groß, aber es passen kleinere
Tauschgegenstände wie Buttons, kleinere fremde Münzen usw. hinein.
Eine kleine Grundausstattung ist bereits vorhanden