Luftwaffen-Flugplatz
Brand-Briesen
HISTORIE:
Der
Luftwaffen-Flugplatz Brand-Briesen wurde 1938 angelegt. In seiner
Funktion als Feldflugplatz erhielt er nur wenige Bauten und eine
1000m lange Graslandebahn.
Nach der Übernahme durch sowjetische Einheiten 1945 wurde der
Flugplatz planmäßig für die Stationierung eines Jagdbomberregiments
ausgebaut. Die SLB wurde befestigt und auf
2500m verlängert. Die anfänglichen Splitterschutzdeckungen ersetzte
man 1969/70 durch zehn Flugzeugbunker vom Typ GDF 1/16, fünf Jahre
später folgten rund 30 Deckungen AU-13. Eine Bogendeckung wurde zum
Regiments-Gefechtsstand ausgebaut. Am Nordrand des Flugplatzes
sowie etwas entfernt in südwestlicher Richtung entstanden mehrere
Munitionslager.

Im
August 1992 wurde der Flugplatz an die deutsche Verwaltung
übergeben. Für die geplante Stationierung des Lasten-Luftschiffes
"CargoLifter" riss man Ende der 90er Jahre die nördliche
SLB und einige Gebäude ab. Auf diesem Areal
wurde eine Luftschiffhalle (Länge 360m, Breite 210m, Höhe 107m)
gebaut und die Wartungshalle zum Besucherzentrum umgestaltet.
Leider erfüllten sich die Erwartungen der CargoLifter AG nicht -
das Projekt scheiterte. Seit Dezember 2004 befindet sich in der
weithin sichtbaren ehemaligen CargoLifter-Halle der Freizeitpark
"Tropical Island".
Kernwaffenlager
(Eingang + Lagerraum)
Südlich
des Flugplatzes befand sich ein Lager für nukleare Gefechtsköpfe.
Der monolithische, zum Teil über 2 Etagen ausgebaute Lagerbunker
ist noch vorhanden. Die Lagerkammer misst 9 x 40m. Das Bauwerk
wurde zu Beginn der 60er Jahre errichtet.
Vom Unterkunftsbereich sind noch mehrere Gebäude erhalten
geblieben. Der Wachbunker an der Objektzufahrt ist ein kleiner
Monolith ohne besondere Schutzeigenschaften.
Quelle:
Sachsenbunker
Von 1945 an
landeten hier neben MIC-Jagdflugzeuge auch viele russische
Transportmaschinen zum Leidwesen der Anwohner der Dörfer Krausnick
und Schlepzig, die sich genau im Anflugssektor befanden. Die
Lärmbelastung war erheblich.
Damals gab es für
den Anflug auch noch kein ILS, (Instrument Landing System)
bei dem der Flieger mittels Localizer- und Glide slope Antenne auf
den richtigen Anflugswinkel gebracht werden konnte. Zu dieser Zeit
behalf man sich mit normalen ADF-Funkfeuer (Automatic Direction
Finder) und einer Landebahnbefeuerung ALS (Approch Lighting System)
die bis nach Krausnick Ortsanfang reichte.
Dieser Cache führt
dich zu den Spuren der anfliegenen russischen Maschinen in der
Einflugschneise Brand.
Mit ein bisschen
Fantasie kannst du dir hier vorstellen, wie im Tiefflug eine MIG
über die Kiefern angeschossen kam.

WARNUNG:
Versuche nicht von
Tropical Island aus zu Fuß auf dem direktem Wege zu den
Startkoordinaten zu kommen. Der Wachschutz würde dich sicherlich
nach wenigen Metern stellen. Benutze die öffentliche Straße.
INFO:
Es müssen keine
einsturtzgefärdeten Gebäude, Bunkeranlagen, gesperrtes oder
privates Gelände betreten werden.
Festes Schuhwerk
und lange Hosen sind hier dennoch erforderlich.
Stahlteile, Scherben, und herumliegendes Stachedraht machen einen
achtlosen Spaziergang mit Sandalen gefährlich.
Deswegen ist dieser Cache
für Kinder nicht
geeignet.
ZUM
CACHE:
Startpunkt: N:
52°01.952 E:
013°46.285
Laufe im Schutzgraben Richtung Norden am Stacheldrahtzaun entlang
bis zum nächsten Gebäude.
Besteige das Dach und finde zwischen den Nadeln deine nächsten
Intruktionen.
Viel Spaß bei
diesem Cache wünscht Waldfuchs und JüCo