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Dies ist der Sechste einer Serie von 10 Caches, genannt "Castagni monumentali", bei denen es darum geht, bemerkenswerte Kastanienbäume im Tessin aufzusuchen und so unbekannte Maiensässe kennen zu lernen. In jedem Cache ist auf dem Logbuch eine Nummer vermerkt, die man sich notieren muss, um am Schluss die Koordinate eines Bonuscaches ausrechnen zu können.
1. Einleitung
Cugnasco (1374 Cunyascho), im Jahr 2000 1'120 Einwohner, ist am Rande der Magadinoebene gelegen. Die heute geschützten Maiensässe von Ditto und Curogna sind die ältesten Siedlungen der Gemeinde; die in der sumpfigen, häufig vom Fluss Tessin und Wildbächen überschwemmten Ebene gelegenen Siedlungen entstanden erst später. Die heutige Ortschaft Cugnasco entwickelte sich v.a. dank der Hirten, die mit ihrem Vieh in der Magadinoebene überwinterten. Im 13. und 14. Jh. fand eine Einwanderung aus dem Verzascatal und die Übersiedlung von etwa 150 Einwohnern von Ditto und Curogna in die Ebene statt.
In Cugnasco, das zum Zentrum des Gemeindelebens wurde, befand sich ein 1653 aufgehobenes Kloster der Serviten, welche die Kapelle der Beata Vergine delle Grazie für die Einwohner der Ebene betreuten, die sich früher für den Gottesdienst bis nach Tenero begeben mussten. Die kleine Kirche aus dem 15. Jh., heute ein Kunstdenkmal, enthält wertvolle Fresken aus dem 16. und 17. Jh.; sie war das Ziel vieler Wallfahrer aus der Region. Die 1635-56 erbaute Probsteikirche S. Giuseppe wurde später Zentrum der Pfarrei, während Ditto und Curogna weiterhin ein Vikariat hatten. Sowohl die Kapelle S. Martino in Ditto wie jene der SS. Cristoforo e Anna in Curogna stammen aus dem 14. und 15. Jh. und enthalten Fresken aus versch. Epochen.
Cugnasco befand sich an der Kreuzung der beiden wichtigen Handelswege von Locarno nach Bellinzona und von Cugnasco nach Contone sowie in der Nähe des sogenannten Porto sul Ticino, eines Flussübergangs, der nach dem Einsturz der Brücke von Bellinzona 1515 für die Erreichung des anderen Ufers unumgänglich wurde.
2. Zum Cache
Dieser Kastanienbaum befindet sich auf 874 m ü.M., hat einen Umfang von 9.09 m und ist 13 m hoch. Um den Kastanienbaum nicht zu beschädigen ist der Cache zirka 5 m abseits versteckt.
Vom angegebenen Parkplatz aus ist das Versteck zu Fuss in 5 Minuten auf einem ebenen Saumweg erreichbar. Man sollte sich unbedingt die Zeit nehmen um die Rustici zu bewundern und vor allem vom WP1 die Aussicht zu geniessen!
3. Zusätzliche Informationen
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Vom Bahnhof Riazzino ausgehend sind die Monti di Ditto zu Fuss in ca. 2 Stunden mit einer schönen Wanderung auf Bergpfaden zu erreichen (3 km, 700 m Aufstieg).
- In diesem Fall braucht es eine zweckmässige Ausrüstung (Wanderschuhe).
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Nach dem heben des Caches lohnt es sich bis auf Monti Motti, eine schöne Terrassensiedlung hoch über dem See mit Panoramablick über die ganze Region und das Verzascatal, weiterzufahren.
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Denjenigen die schmale und unübersichtliche Bergstrasse nicht lieben wird empfohlen zu Fuss hinauf zu wandern.
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Beim Oratorio San Martino befindet sich ein Gebeinshaus (WP2).
Ich wünsche allen einen schönen Spaziergang und viel Glück beim Suchen!
FTF, 12.04.2009, casamafa
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