Die Zeche "Vereinigter Bonifacius" wurde mit oberbergamtlicher
Bestätigung im Dezemper 1851 konsolidiert und förderte die erste
Kohle im Jahre 1859. Bereits im Jahre 1863 betrug die Fördermenge
46.000 Tonnen und mit 285 Angestellten waren dies fast so viele wie
die Anzahl der Einwohner in Kray zu dieser Zeit. Im Jahr 1870
betrug die Fördermenge bereits 188.000 Tonnen und 545.000 Tonnen
waren es im Jahr 1900.
In 1906 wurde Bonifacius dann von der Gelsenkirchener
Bergwerks-AG übernommen, die umfangreiche Ausbauarbeiten vornahm.
Technische Neuerungen sorgten für mehr Sicherheit, Pferde wurden
durch Maschinen, Dampf durch Elektrizität ersetzt. Verschiedene
Verhandlungen mit der lokalen Eisenbahngesellschaft sorgten für
eine noch bessere Anbindung. Im Rahmen dieser Ausbauarbeiten
entstand auch eine Kokerei mit 240 Koksöfen und eine Benzolfabrik,
die zeitweise bis zu 750 Angestellte beschäftigte. In 1939
erreichte die Anlage die höchste Fördermenge von 1,25 Millionen
Tonnen bei 2.860 Angestellten.
1966 bis 1972 wird Bonifacius mit Zeche Holland zusammen gelegt,
und erreicht die bis dahin größte
Fördermenge von 1,4 Millionen Tonnen. Zeche Holland wird allerdings
1974 stillgelegt.
Zwischen 1975 und 1991 kauft Dipl. Kfm. Werner Ebert nahezu die
gesamten Übertage-Anlagen des
Bergwerks, das 1985 unter Denkmalschutz gestellt wird. Das
Fördergerüst wurde 1992 bis 1993 mit "erheblichen Mitteln"
restauriert und seit 1993 wurden die alten Gebäude der Zeche
anderen Nutzern zugänglich gemacht.