LP Kammgarnspinnerei Traditional Cache
milchmann2: leider ist der LP geschichte
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (small)
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Kleiner Cache an der bald nicht mehr stehenden Kanngarnspinnerei im Zwick. Also beeilen wer weiß wie lange er noch aktuell ist.
Im Jahr 1834 war das Werk nach in England abgeschauten Plänen errichtet worden. Der damalige Eigentümer Johann Christian Weiß hatte selbst in den Manufakturen von England gearbeitet und das Know-how unerlaubt mit in die Region gebracht. Danach wurde von ihm 1819/20 die erste deutsche Kammgarnfabrik in Bad Langensalza errichtet. Die wird heute noch als Thüringer Wollgarnspinnerei GmbH & Co.KG betrieben und gehört zur Gruppe Wagenfeld, welche die Kammgarnspinnerei Niederschmalkalden vor fünf Jahren wegen angeblich mangelnder Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Markts aufgab. Erst jetzt werden von dem Unternehmen im Zuge der geplanten Abrissarbeiten noch letzte Maschinen verkauft, die bislang immer noch in der Niederschmalkalder Spinnerei standen. 1865 wurden erste Betriebswohnungen errichtet. Um 1870 arbeiteten die Frauen und Männer in der Fabrik täglich etwa 14 Stunden. Im Jahr 1920 begann die Kammgarnspinnerei umliegendes Gelände als Grundlage für die geplante Erweiterung aufzukaufen. In Folge wurde unter anderem das Verwaltungsgebäude errichtet, aber auch neue Produktionsanlagen entstanden. Der Betrieb bekam das Gesicht, welches die Region auch architektonisch prägen sollte.Später arbeiteten in DDR-Zeiten bis zu 1000 Beschäftigte in dem 1948 verstaatlichen Werk. Mehr seien es aber nie gewesen. Berichte von 1600 Arbeitern bezögen sich stets auf die Zahl zusammen mit dem Zweigwerk in Schweina, aber nicht allein auf den Standort am Verkehrsknoten Zwick. Dank zahlreicher Neuerungen wurde der Betrieb in den fünfziger und sechziger Jahren ein Vorzeigeobjekt.
Es erfolgte die Umstellung auf die Herstellung von Chemiefasern – und damit fiel man nach der Wende auf die Nase. Denn die Chemiefasern waren nicht mehr gefragt, erst recht nicht zu den nun real angesetzten Herstellungspreisen.
Die von der Treuhand angestrebte Privatisierung kam nur schleppend voran. 1998 schrieben die Wagenfelder, die das Unternehmen schließlich erwarben, sogar schwarze Zahlen. Doch dem internationalen Preisdruck konnten sie mit ihrer Firmenpolitik nicht lange standhalten. Nur fünf Jahre später erhielten die Beschäftigten Ende 2003 etwas überraschend die Kündigung.
(aus der Zeitung "Freies Wort" 12.02.09)
Additional Hints
(Decrypt)
mh mjrvg trugf orffre, Snueenq vfg nhpu avpug fpuyrpug
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