Teil 1
Der in schwarz gekleidete Mann setzte sich
vorsichtig auf einen Stein. Er schien völlig erschöpft zu sein. Es
war bereits Nacht, und der Mond ließ sein fahles Licht durch die
spärlichen Wolken brechen. Der Mann, den alle nur „Der
Doc“ nannten, wischte sich den Schweiß von der Stirn. Er
wusste nicht mehr, wie lange er schon unterwegs war, aber es
mussten mindestens 10 Stunden sein, und er hatte während der ganzen
Zeit nichts gegessen. Er blickte sich um. Ein großer Platz lag vor
ihm, hinter ihm konnte man die Umrisse eines alten Lagers im
Mondschein erkennen. Früher, in seiner Jugend, war hier ein Lager
des größten Telefonanbieters gewesen, und es hatte nur so von
Telefonzellen und Kabelrollen gewimmelt. Heute war der Platz völlig
leer, nur ein altes Bürogebäude am anderen Ende des Platzes
erinnerte noch an die Vergangenheit. Vorher war die gesamte Gegend
von einer Zeche geprägt gewesen, von der allerdings nur noch ein
paar Steine und die beiden Löschwasserteiche übrig geblieben
waren.
Das Knurren seines Magens riss den Mann aus
seinen Gedanken. In den letzten Stunden hatte er sich bemüht, einen
Schatz zu verstecken, der immens wertvoll war. Es war klar, dass
viele Schatzjäger versuchen würden, diesen Schatz zu finden, seine
Bedeutung war einfach zu groß. Es würde nicht lange dauern, und es
würden sich Herrscharen von Menschen mit modernsten
Navigationsgeräten auf die Suche begeben. Aber er hatte es ihnen
nicht leicht gemacht. Sie würden viele Stationen überwinden, ihren
Mut und ihre Intelligenz unter Beweis stellen müssen, um seiner
Spur zu folgen. In jedem Versteck hatte er außerdem einen Hinweis
untergebracht, der für das Finale unbedingt erforderlich war. Er
war gespannt, wann der erste auftauchen
würde.
Er blickte auf seine Ausstattung. Neben der
Klappleiter lag eine große Taschenlampe, die einen starken
Lichtstrahl abgeben konnte. In dem Rucksack befanden sich noch ein
Taschenrechner, ein Stift, und eine Pinzette. Die letzte Dose stand
oben auf dem Rucksack. Er blickte auf die Uhr. Es wurde Zeit. Er
sah sich um, stellte fest, dass er allein war, und stand auf.
Nachdem er sich vergewissert hatte, dass ihm niemand folgte, ging
er langsam auf dem Weg in den Wald. Seine Taschenlampe erleuchtete
den Weg. Er schirmte den Schein der Lampe ab, um nicht gesehen zu
werden. Nach wenigen Metern wandte er sich nach rechts und sah auf
dem Boden die letzten Überbleibsel der alten Zeche liegen. Er
beugte sich vor und versteckte die Dose vorsichtig unter einem
Stein. Die Arbeit war getan. Wieder knurrte sein Magen. Hoffentlich
hat das niemand gehört, dachte er bei sich. Er nahm den Brief an
seinen Freund Benjamin Gates vor, und schrieb das letzte Rätsel
auf:
In einem Stall leben Hühner und Kaninchen. Der Bauer zählt
171 Köpfe und 498 Beine. Wie viele Hühner und wie viele Kaninchen
wohnen in diesem
Stall?
Als Koordinaten für den ersten Teil der Cacheserie notierte er:
N51° 26.(14 + 9 x Hühner) E007° 27.(4 x Kaninchen - 6) Er steckte
die Lampe weg, ging langsam zurück zum Parkplatz, wo er seine
Utensilien kurz zurück gelassen hatte. Dabei pfiff er leise eine
Melodie vor sich hin. Es war die Melodie aus dem Film „Jäger
des verlorenen Schatzes“, den er so gerne
mochte.
Deine Lösung für die Koordinaten dieses Rätsels kannst du auf
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