Achtung!! Dieser Earthcache ist nur noch bis zum 12.10.2014 aktiv, danach werde ich ihn archivieren. Der, bedingt durch die stark angewachsene Cacheanzahl, zunehmende Besuch wird der Gegend und auch mir zu viel. Die Location ist auch weiterhin interesant, kann aber auch mehr Ruhe vertragen.
Es gibt verschiedene Theorien wie es zur Entstehung des Flachsees kam. Alle wurden jedoch durch geologische Untersuchungen widerlegt. So wurde nicht nach der letzten Eiszeit eine flache Wanne vom Wind ausgeblasen, auch ist nicht der Untergrund durch Ablaugung von Salz in der Tiefe eingesunken, das Seebecken wurde auch nicht von eiszeitlichen Gletschern oder Schmelzwässern ausgehöhlt.
Die wahrscheinlichste Erklärung ist die, dass sich während der letzten Kaltzeit im Boden größere Mengen Eis wie eine Linse anreicherten und dabei die Oberfläche anhoben. Die oberen Schichten des entstandenen Hügels wurden eingeebnet. Und als zum Ende der Kaltzeit das Eis im Boden wegschmolz, blieb eine Senke zurück. Seen dieser Art können heute am Rande der Arktis Sibiriens und Kanadas beobachtet werden, weiter nördlich finden sich auch entsprechende Eislinsen im Boden, die noch nicht abgetaut sind.
Das Naturschutzgebiet „Ostufer Steinhuder Meer“ wurde 1970 unter Schutz gestellt. Es hat eine Größe von 360,0 ha und ist Teil des FFH-Gebietes Nr.94 Steinhuder Meer und EU-Vogelschutzgebiet V42. Im nördlichen und südlichen Teil dieses Naturschutzgebietes entwickelten sich Erlenbruchwälder, die mit Faulbaum durchsetzt sind und in westlicher Richtung in einen ausgedehnten Schilfgürtel übergehen. Das Naturschutzgebiet Ostufer Steinhuder Meer umfasst auch Teile der Seefläche. Eine Bojenkette grenzt hier die Naturschutzgebietsfläche ab. Diese Uferzone im Osten ist eine Besonderheit, denn sie liegt zwischen dem nährstoffreichen See und dem nährstoffarmen Hochmoor. Eine lange Schilfwalze trennt den verlandeten Röhrichtgürtel von der wasserdurchströmten Rohrkolben- und Schilfzone. Sie besteht aus Pflanzenmaterial, das in den Wintermonaten vom Eis in den Uferbereich gedrückt wird und sich hier über Jahre anhäuft. Die eigentlichen Hochmoorbereiche dieses Schutzgebietes sind überwiegend mit Birken verbuscht, es finden sich allerdings noch kleinere Areale mit hochmoortypischer Vegetation. Das Hochmoor "Das tote Moor" umgibt das Naturschutzgebiet.
Hochmoore sind besondere Lebensräume. Sie sind nährstoffarm und bestehen zu 90 % aus Wasser. Nur wenige Tier- und Pflanzenarten haben sich diesen extremen Verhältnissen angepasst. Die wichtigste Pflanze im Hochmoor ist das Torfmoos. Während die Pflanze oben wächst, sterben die unteren Pflanzenteile ab und werden in der sauren Umgebung nicht zersetzt. Diese Teile der Torfmoose bilden den Torf. Torfbildung ist ein sehr langsamer Prozess. Ein Hochmoor wächst in einem Jahr nur um 1 mm.
Die Nutzung der Hochmoore durch den Menschen
Die Moornutzung hat eine sehr lange Geschichte. Schon seit etwa 900 n. Chr. entnehmen Menschen aus den Mooren im Handtorfstichverfahren Brenntorf. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden im nordwestlichen Deutschland Moore systematisch kultiviert, um landwirtschaftliche Nutzflächen zu gewinnen (z. B. Fehnkultur) und die Bereiche zu besiedeln. Durch den maschinellen Torfabbau beschleunigte sich im 20. Jahrhundert nochmals erheblich der Verlust an intakten Hochmooren. Voraussetzung für eine wirtschaftliche Nutzung der Moore ist die Entwässerung. Dazu werden tiefe Gräben und Drainagen angelegt. Weil dem Moorkörper dadurch das für das Wachstum lebensnotwendige Regenwasser entzogen wird, sterben die torfbildenden wasserspeichernden Moose ab. Das Hochmoor trocknet aus, Bäume und Sträucher verdrängen die Moorpflanzen. Landwirtschaftliche Nutzung führt darüber hinaus zur Zersetzung des Moorbodens. Heutzutage gibt es einige Renaturierungsmaßnahmen in den abgetorften Flächen.
Earthcache Wegpunkte:
An den Koordinaten N 52°28.961 E 009°23.040 befindet sich der Beobachtungsturm am Ostufer. Er kann über einen Holzweg, der am alten Torfkanal entlang führt erreicht werden. Fahrräder müssen am Beginn des Weges zurückgelassen werden. Es ist nicht erlaubt sie mitzunehmen. Fahrradparkplatz: N 52°28.997 E9°23.398
An den Koordinaten N 52°29.462 E 009°23.430 hat man einen Blick auf das Tote Moor und einige ehemals handabgetorfte Stellen. Hier steht auch die Infotafel zu Frage 3.
Zwischen den Wegpunkten verläuft der südliche Teil des Vogeldammes. Er ist ein Teil der 30km Steinhuder Meer Rad-Runde.
Mehr Informationen gibt es hier: OESSM und hier: Wiki
Um diesen Earthcache loggen zu können, sende bitte per Mail (über die Adresse im Profil) die Antworten zu den untenstehenden Fragen. Fotos von Dir an beiden angegebenen Koordinaten mit GPS sind gerne erwünscht. (Siehe dazu auch Frage 1)
Bitte Beachten!!! Bitte keine Antworten ins Log schreiben, sonst müsste ich es löschen.
1)Mach ein Foto von Dir und Deinem GPS im Beobachtungsturm vor der Infotafel und an dem Moorblick und wenn Du magst zusätzlich vom Torfkanal und dessen spezieller Vegetation. (Das ist optional. Bilder können später im Log angehängt werden.)
2) Welche Pflanzen sind typisch für einen "Erlenbruchwald" ?
3) Wie viel wiegt ein frisch abgestochener Torfsoden? (siehe Infotafel an separatem Wegpunkt)
4) Nenne 3 typische Vögel, die in dieser speziellen Gegend (in diesem NSG) typisch sind. Vielleicht siehst Du ja welche auf dem Weg zum Turm oder am Vogeldamm.
5) Was ist der Unterschied zwischen Niedermoor und Hochmoor?
Wie kannst Du diese Gegend erreichen? Mit dem Fahrrad oder zu Fuß von Mardorf-Moorhütte oder Großenheidorn.
Bitte verhaltet Euch vorsichtig und respektiert die Natur.
Viel Spaß, wegaworld
English:The Steinhuder Meer is the biggest lake of northwest germany. It has an extension of c.30 km² and is very shallow, with an average depth of only 1.35m. At the east side is located the nature protection area "Ostufer Steinhuder Meer" next to the high moor named "the dead moor".
The Steinhuder Meer is part of the glacial landscape formed after the recession of the glaciers of the latest Ice Age, the Wisconsin glaciation.There are two theories regarding how the lake of Steinhude was formed. One of them says that glaciers pawed out the hole and melt water filled it. The other theory states that an ice storm formed the hole and as the groundwater rose, the lake was created.
The nature resort „Ostufer Steinhuder Meer“ was foundet in 1970. It´s has an extension of 360,o ha. It´s a part of the FFH-area Nr. 94 Steinhuder Meer and EU-bird protection area V42. In the north and south of this area „Erlenbruchwälder“ ans some „Birch trees“ were developed. They are interspersed with "Faulbaum". In west direction there is a wide reed zone. The nature resort "Ostufer Steinhuder Meer" includes parts of the lake "Steinhuder Meer". The littoral zone is very special. It´s between the eutrophic lake and nutriant-poor highmoor. In the highmoor zone there are many birch trees. In some parts there are small areas with typical high moor vegetation. The high moor named "the dead moor" is around the nature resort.
High moors are special biotopes. They are low in nutrients and consist of 90 % water. Only few species of animals and plants have adapted to these extreme conditions.
The most important plant in the high moor is peat moss. While the upper parts of the plants grow, the lower parts die and are not decomposed in the acid environment. Peat formation is a very slow process. A high moor grows by only 1 mm per year.
The exploitation of high moors by human beings
Moor exploitation has a very long history. As early as in about 900 AD people were already cutting peat by hand from the moors to use it as fuel. In the 17th and 18th centuries the moors were systematically cultivated in northwest Germany in order to obtain land for agricultural use and to settle these regions. In the 20th century the loss of intact high moors was considerably accelerated once again by industrial peat stripping. Drainage is the precondition for the economic exploitation of the moors. Deep trenches and drains are dug in order to do this. Since this means that the rainwater absolutely essential for growth is drawn off, the mosses that store the water and form the peat then die. The high moor dries out, trees and bushes displace the moor plants. In addition, agricultural use leads to the decomposition of the peaty soil. The "dead moor" is an area that was peat-stripped for a long time. Nowadays there are some regeneration measures.
The Eartchcache waypoints:
At the coordinates N 52° 28.961 E 009° 23.040 is an observation tower. It can be reached along a boardwalk beside the former peat canal. Leave your bike at the beginning of the wooden path. It´s not alowed to take it with you. There you can make the experience with the litoral and reed zone.
At the coordinates N 52° 29.462 E 009° 23.430 you have a look at the "dead moor" and the manually peat-strippes area. (Infopoint to question 3, look at the additional waypoints)
Between both points runs the "Vogeldamm" (Bird Causeway) branches off here. It is part of the 30 km path around the Steinhuder Meer.
More information:oessm and wiki
To receive credit for this earthcache, you have to email (via adress in my profile) the answers of the following questions. A photo of you and your gps the coordinates is optional, but it would be very nice to see pictures of your trip.
Please note!!
Do not include the answers in your log or your log will be deleted.
1.)Take a photo of you and your GPS at both of the coordinates in front of the information board and additionally (if you want) one of the peat canel with it´s special vegetation. (This is optional, please upload it in your log at geocaching.com)
2.) Which plants are typical to the "Erlenbruchwald" area. ?
3.) How heavy is a manually stripped peace of peat ?
4.)Write down 3 typical birdnames (belonging to this special area) you could see on your way to the tower.
5.)What´s the difference between low and high moors?
How to reach the cache area:
By bike or take a walk from Großenheidorn or Mardorf - Moorhütte.
Please be careful in this area and respect it.
Greetings, wegaworld