Die Posidonienschiefergrube
in Bad Schönborn/Langenbrücken
In der Posidonienschiefergrube in Bad Schönborn, Gemeinde
Langenbrücken, sind die fossilreichen Sedimente des Lias epsilon
mit seinen bituminösen Schiefertonen, Mergeln und Stinkkalken
aufgeschlossen. Dieser Tagebau stellt eine einmalige geologische
Besonderheit im gesamten badischen Oberrheingebiet dar.
Entstanden sind diese Sedimente vor etwa 180 Millionen Jahren zur
Zeit des Schwarzen Juras (Lias, unterer Jura), als sich im
damaligen am Meeresgrunde lebensfeindlichen Jurameer feinschichtige
bitumenreiche Sedimente ablagerten. Der hohe Bitumengehalt erklärt
sich durch die Verwesung organischer Individuen unter
Sauerstoffabschluss. Seinen Namen hat der Posidonienschiefer von
einer kleinen Muschel, die früher Posidonia genannt wurde.
Heute wird sie in zwei Arten unterteilt: Bositra buchi und
Steinmannia bronni. Insbesondere bekannt sind die Schiefer
durch die guterhaltenen Fossilien wie z. B. in der Gegend von
Holzmaden und die als UNESCO-Weltnaturerbe eingetragene Grube
Messel in Hessen. An Fossilien finden sich in den schwarz-grauen
Tonschiefern der Langenbrücker Grube vor allem die Muscheln
Steinmannia bronni, Inoceramus dubius und
Variamussium contrarius.
Hier in der "Langenbrücker Senke", wie man den Teil der
Kraichgau-Mulde, die im Osten durch die Orte Rauenberg,
Mühlenhausen, Östringen, Zeutern, Stettfeld und im Westen durch die
Rheingrabenverwerfung begrenzt wird, wurde durch eine Tiefbohrung
im Jahr 1986 eine Mächtigkeit des Lias epsilion von 32 m
festgestellt.
Geschichte der
Posidonienschiefergrube
Nach Erteilung der Konzession durch die zuständige Bergbehörde
wurde von 1878 bis 1926 der Tonschiefer durch die
Portland-Zementwerke Heidelberg zur Zementherstellung abgebaut.
Durch einen Stollen wurde das Material von der Grube zum Bahnhof
Langenbrücken transportiert. Die Verarbeitung fand dann im
Zementwerk in Leimen statt.
Der hohe Bitumengehalt des Gesteins (3-4 %) führte zuletzt im 1.
Weltkrieg zu Versuchen, das Bitumen aus dem Schiefer zu gewinnen.
Das Vorhaben wurde jedoch bald wieder eingestellt.
Nach 1926 diente der aufgelassene Bruch als wilde Mülldeponie
und zeitweise auch als Hühnerfarm und Schießstand. Glücklicherweise
entschied der Gemeinderat von Langenbrücken im Jahr 1974, die Grube
mit einem Kostenaufwand von 225.000 DM zu rekultivieren. Durch
Erlass vom 16. Januar 1975 wurde die Posidonienschieferwand im
Nordteil der Grube unter Natur- bzw. Denkmalschutz gestellt.
Am Grubeneingang weist heute eine von dem Obergeologierat Dr.
Ohmert erarbeitete Tafel auf die Genese, die Fossilführung und die
Geschichte der Posidonienschiefergrube hin.
Logbedingungen:
- Wie tief war die Grube ursprünglich? Welcher
Text und welche Abbildung befindet sich auf dem dreieckigen Schild,
das an einem der Laternenpfähle befestigt ist?
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message" an mich und ihr könnt sofort mit eurem Foto loggen. Es ist
nicht notwendig auf eine Logerlaubnis zu warten! Ich behalten mir
jedoch vor, den Log zu löschen, falls die Fragen falsch beantwortet
wurden.
Viel Spaß!

Muschelabdruck aus der Grube
The Posidonienschiefergrube
in Bad Schönborn/Langenbrücken
In the Posidonia schist mine in Bad Schönborn,
commune Langenbrücken, the sediments of the Lias epsilon with its
bituminous schist clay are outcroped. This open cast mining is an
unique geological especialness in the whole Upper-Rhine region of
Baden.
These sediments are generated 180 million years ago during the
Black Jura (Toarcian, Lower Jurassic). At this time fine-layered
bituminous sediment was deposited on the ocean bed of the former
hostile Jurassic Sea. The high concentration of bitumen comes from
the decay of organic individuals under absence of oxygen. The name
"Posidonia schist" comes from the small shell Posidonia.
Today Posidonia is subdivided into two species: Bositra
buchi and Steinmannia bronni. This kind of schist is
well-known for the well-preserved fossils from Holzmaden and the
mine of Messel, registered as UNESCO-world natural heritage. The
black-grey argillite of Langenbrücken contains mainly the shells
Steinmannia bronni, Inoceramus dubius and
Variamussium contraries.
Here in the "Langenbrücker Senke", the deepest
point of the Kraichgau basin, a deep borehole in the year 1986
results in a thickness of Lias epsilon of 32 meters.
History of the the Posidonia schist
mine
After granted a concession by the competent
mining authority the argillite was mined by the
Portland-Zementwerke Heidelberg from 1878 until 1926. Through a
gallery the material was carried from the mine to the railway
station of Langenbrücken. The further processing took place in the
cement plant in Leimen.
The high content of bitumen in the rocks (3-4%)
led lastly during the First World War to experiments to fetch the
bitumen. But this project was ceased shortly after.
After 1926 the abandoned mine was used as a
non sanitary landfill and temporarely as chicken farm and shooting
range. Fortunately the municipal council of Langenbrücken decided
in the year 1974 to recultivate the mine with a sum of 225.000 DM.
By decree from January 16, 1975 the wall of the Posidonia schist
mine in the northern part was placed under a preservation
order.
Today at the entrance shows an information board,
compiled by Obergeologierat Dr. Ohmert, the genesis, the inventory
of fossils and the history of the protected mine.
Log-conditions:
- How deep was the mine
originally? Give the text and the picture on the triangular sign
which is fastened on a lamppost.
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reserve for myself to delete the log in case the answers are
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