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Die Posidonienschiefergrube in Bad Schönborn EarthCache

Hidden : 6/8/2009
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


Die Posidonienschiefergrube
in Bad Schönborn/Langenbrücken



In der Posidonienschiefergrube in Bad Schönborn, Gemeinde Langenbrücken, sind die fossilreichen Sedimente des Lias epsilon mit seinen bituminösen Schiefertonen, Mergeln und Stinkkalken aufgeschlossen. Dieser Tagebau stellt eine einmalige geologische Besonderheit im gesamten badischen Oberrheingebiet dar.

Entstanden sind diese Sedimente vor etwa 180 Millionen Jahren zur Zeit des Schwarzen Juras (Lias, unterer Jura), als sich im damaligen am Meeresgrunde lebensfeindlichen Jurameer feinschichtige bitumenreiche Sedimente ablagerten. Der hohe Bitumengehalt erklärt sich durch die Verwesung organischer Individuen unter Sauerstoffabschluss. Seinen Namen hat der Posidonienschiefer von einer kleinen Muschel, die früher Posidonia genannt wurde. Heute wird sie in zwei Arten unterteilt: Bositra buchi und Steinmannia bronni. Insbesondere bekannt sind die Schiefer durch die guterhaltenen Fossilien wie z. B. in der Gegend von Holzmaden und die als UNESCO-Weltnaturerbe eingetragene Grube Messel in Hessen. An Fossilien finden sich in den schwarz-grauen Tonschiefern der Langenbrücker Grube vor allem die Muscheln Steinmannia bronni, Inoceramus dubius und Variamussium contrarius.

Hier in der "Langenbrücker Senke", wie man den Teil der Kraichgau-Mulde, die im Osten durch die Orte Rauenberg, Mühlenhausen, Östringen, Zeutern, Stettfeld und im Westen durch die Rheingrabenverwerfung begrenzt wird, wurde durch eine Tiefbohrung im Jahr 1986 eine Mächtigkeit des Lias epsilion von 32 m festgestellt.

Geschichte der Posidonienschiefergrube

Nach Erteilung der Konzession durch die zuständige Bergbehörde wurde von 1878 bis 1926 der Tonschiefer durch die Portland-Zementwerke Heidelberg zur Zementherstellung abgebaut. Durch einen Stollen wurde das Material von der Grube zum Bahnhof Langenbrücken transportiert. Die Verarbeitung fand dann im Zementwerk in Leimen statt.

Der hohe Bitumengehalt des Gesteins (3-4 %) führte zuletzt im 1. Weltkrieg zu Versuchen, das Bitumen aus dem Schiefer zu gewinnen. Das Vorhaben wurde jedoch bald wieder eingestellt.

Nach 1926 diente der aufgelassene Bruch als wilde Mülldeponie und zeitweise auch als Hühnerfarm und Schießstand. Glücklicherweise entschied der Gemeinderat von Langenbrücken im Jahr 1974, die Grube mit einem Kostenaufwand von 225.000 DM zu rekultivieren. Durch Erlass vom 16. Januar 1975 wurde die Posidonienschieferwand im Nordteil der Grube unter Natur- bzw. Denkmalschutz gestellt.

Am Grubeneingang weist heute eine von dem Obergeologierat Dr. Ohmert erarbeitete Tafel auf die Genese, die Fossilführung und die Geschichte der Posidonienschiefergrube hin.

Logbedingungen:

  • Wie tief war die Grube ursprünglich? Welcher Text und welche Abbildung befindet sich auf dem dreieckigen Schild, das an einem der Laternenpfähle befestigt ist?

Sendet die Antworten mit der Funktion "send message" an mich und ihr könnt sofort mit eurem Foto loggen. Es ist nicht notwendig auf eine Logerlaubnis zu warten! Ich behalten mir jedoch vor, den Log zu löschen, falls die Fragen falsch beantwortet wurden.

Viel Spaß!

Muschelabdruck aus der Grube

The Posidonienschiefergrube
in Bad Schönborn/Langenbrücken

In the Posidonia schist mine in Bad Schönborn, commune Langenbrücken, the sediments of the Lias epsilon with its bituminous schist clay are outcroped. This open cast mining is an unique geological especialness in the whole Upper-Rhine region of Baden.
These sediments are generated 180 million years ago during the Black Jura (Toarcian, Lower Jurassic). At this time fine-layered bituminous sediment was deposited on the ocean bed of the former hostile Jurassic Sea. The high concentration of bitumen comes from the decay of organic individuals under absence of oxygen. The name "Posidonia schist" comes from the small shell Posidonia. Today Posidonia is subdivided into two species: Bositra buchi and Steinmannia bronni. This kind of schist is well-known for the well-preserved fossils from Holzmaden and the mine of Messel, registered as UNESCO-world natural heritage. The black-grey argillite of Langenbrücken contains mainly the shells Steinmannia bronni, Inoceramus dubius and Variamussium contraries.

Here in the "Langenbrücker Senke", the deepest point of the Kraichgau basin, a deep borehole in the year 1986 results in a thickness of Lias epsilon of 32 meters.

History of the the Posidonia schist mine

After granted a concession by the competent mining authority the argillite was mined by the Portland-Zementwerke Heidelberg from 1878 until 1926. Through a gallery the material was carried from the mine to the railway station of Langenbrücken. The further processing took place in the cement plant in Leimen.

The high content of bitumen in the rocks (3-4%) led lastly during the First World War to experiments to fetch the bitumen. But this project was ceased shortly after.

After 1926 the abandoned mine was used as a non sanitary landfill and temporarely as chicken farm and shooting range. Fortunately the municipal council of Langenbrücken decided in the year 1974 to recultivate the mine with a sum of 225.000 DM. By decree from January 16, 1975 the wall of the Posidonia schist mine in the northern part was placed under a preservation order.

Today at the entrance shows an information board, compiled by Obergeologierat Dr. Ohmert, the genesis, the inventory of fossils and the history of the protected mine.

Log-conditions:

  • How deep was the mine originally? Give the text and the picture on the triangular sign which is fastened on a lamppost.

Send the answers to me using the function “send message” und you can instantly log. It is not necessary to wait for a log permission! However, I reserve for myself to delete the log in case the answers are wrong.

Have fun!

Additional Hints (No hints available.)