Als ab Mitte August
1965 die ersten Bewohner der Wohnstadt Überherrn in ihre Häuser
einziehen, finden sie in dem Neubaugebiet zwar eine kurz vor ihrer
Fertigstellung stehende Schule, aber keine Kirche vor. In diesen
frühen Tagen der Wohnstadt bis Anfang des Jahres 1967 müssen die
Katholiken den Weg nach St. Bonifatius in Überherrn oder zu einer
noch weiter entfernten Kirche auf sich nehmen, wenn sie einen
Gottesdienst besuchen wollen.
Die Ernennung von Hans-Eugen Witzel
zum Kaplan der neu zu errichtenden Expositur 'Überherrn-Wohnstadt'
als Außenstelle der Pfarrei St. Bonifatius zum 31. Januar 1967 ist
der Startpunkt der Entwicklung einer neuen
Kirchengemeinde.
Bereits am 15.Februar 1967 findet die erste Pfarrversammlung
statt, bei der es vor allem um die Frage der Schaffung eines
Kirchenraums geht. Im April 1967 wird mit dem Bistum Trier der Bau
einer Fertigbaukirche vereinbart, wobei die Kosten von Trier
übernommen werden. Bevor diese Notkirche fertiggestellt und am 27.
Juli 1967 eingesegnet wird, finden die Gottesdienste in
Räumlichkeiten der Wohnstadtschule statt.
Mit Urkunde des Bischofs von Trier wird zum 15. Februar 1968 ein
Teil der Pfarrei St. Bonifatius als selbständige Kirchengemeinde
St. Monika abgetrennt. Die bisherigen Pfarrverantwortlichen werden
von dem neuen, am 12. Mai 1968 gewählten Pfarrgemeinderat abgelöst.
Am 23. Juni 1968 wird der erste Kirchenvorstand gewählt.
Die beiden neuen Gremien beschäftigen sich in der Folgezeit
vorrangig mit der Planung eines neuen Pfarrzentrums. In Abstimmung
mit dem Bistum wird als erster Schritt dieser Planung der Bau eines
Kindergartens ab Dezember 1971 begonnen und mit der Einweihung am
19. Oktober 1973 abgeschlossen.
Am 11. August 1975 werden die Pfarrgremien erneut mit der Frage
des Kirchenraums konfrontiert, als ein Brand alle Nebenräume der
Notkirche zerstört und den Kirchenraum stark beschädigt. Es wird
schließlich auf Empfehlung von Trier der Beschluss gefasst, die
Notkirche nur provisorisch reparieren zu lassen und den zweiten
Schritt der Planung eines Pfarrzentrums, nämlich den Bau einer
neuen Kirche und eines Pfarrheims, in Angriff zu nehmen.
Nach vielen Vorarbeiten wird der Grundstein für die neue Kirche
am 23. September 1979 feierlich gelegt. Im August 1981, also nach
rund zweijähriger Bauzeit, sind Kirche und Pfarrheim fertig. Die
feierliche Einsegnung der Kirche nimmt Bischof Hermann-Josef Spital
am 27. August 1981 vor.