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EBV - Grubenanschlußbahn - Haltepunkt Hoengen Nord Traditional Cache

This cache has been archived.

eigengott: Da hier keine Wartung durch den Owner durchgeführt wird, archiviere ich das Listing. Siehe dazu auch die Guidelines:
http://www.geocaching.com/about/guidelines.aspx#listingmaintenance
http://www.geocaching.com/about/guidelines.aspx#cachemaintenance

Sollten sich innerhalb der nächsten drei Monate neue Umstände ergeben, kontaktiere mich bitte per E-Mail. Sofern der Cache den Richtlinien entspricht kann ich das Listing dann auch wieder aus dem Archiv holen.

Sollte jemand in der Zwischenzeit den Cache erneuert/ersetzt haben, kann er gerne und sofort ein neues Listing für seinen Cache einreichen.

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Hidden : 7/7/2009
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


EBV Grubenanschlußbahn - Mariagrube bis Grube Emil Mayrisch - Kursbuchstrecke 453
Haltepunkt Hoengen Nord



Im Jahr 1938 wurde bei Siersdorf mit dem Abteufen der Schächte der Grube Emil-Mayrisch begonnen. Betrieben wurde die Zeche durch den Eschweiler-Bergwerks-Verein (EBV).

Offenbar hatte man aus den früheren Problemen mit der Grube Maria (Mariadorf) und Anna (Alsdorf) gelernt. Während bei diesen beiden Gruben ein jahrelanges Gerangel um eine Eisenbahnanbindung stattfand wurde zu Beginn der Abteufarbeiten auch mit dem Bau einer Stichstrecke von der Grube Emil-Mayrisch zum Bahnhof Mariagrube begonnen.

Bemerkenswert war, daß der Bau nicht durch die Bundesbahn, sondern durch den EBV durchgeführt wurde. Im Jahr 1941 war die Strecke auf ihrer ganzen Länge fertiggestellt. Zunächst wurde die Strecke nur zum reinen Güterverkehr genutzt. Es wurde Material zur entstehenden Grube gebracht und für die Zukunft war vorgesehen, die geförderte Kohle mit der Eisenbahn abzutransportieren.

Durch den zweiten Weltkrieg wurden die Abteufarbeiten in der Zeche stark beeinträchtigt und kamen letztendlich zum Stillstand. Erst nach längerer Pause konnten die Arbeiten fortgesetzt werden. Mit der Förderung der ersten Kohle konnte erst im Jahr 1952 begonnen werden.

Mit dem Förderbeginn kam es zu einer starken Auslastung der Strecke.

Im Jahre 1953 hat der EBV die Strecke an die Bundesbahn abgetreten, die seitdem den Betrieb auf der Strecke durchführte. Nachdem bis dahin nur Güterverkehr stattfand wurde durch die Bundesbahn auch Personenverkehr auf der Strecke durchgeführt. Im Bahnhof Mariagrube wurde eigens ein neuer Haltepunkt eingerichtet.

Neben einer Erweiterung des Güterbahnhofes gab es noch eine weitere wichtige Neuerung: Es wurde eine neue Verbindungskurve eingerichtet. Diese Verbindungskurve ermöglichte den schweren Kohlezügen die direkte Durchfahrt von Siersdorf in Richtung Alsdorf/Herzogenrath. Bis zum Bau der Verbindungskurve war das Befahren in Richtung Alsdorf nur durch ein umständliches und zeitraubendes Rangiermanöver möglich. Dazu mußte zunächst die Strecke Aachen Nord - Jülich in Richtung Aachen befahren werden. Über die alte Verbindungskurve mußte der komplette Zug zurückgesetzt werden um dann im Bahnhof Mariadorf auf die Strecke Herzogenrath -Stolberg zu treffen. Nachdem die neue Verbindungskurve des Bahnhofes Mariagrube in Betrieb war wurde die alte Kurve abgebaut.

Längere Zeit gab es dann keine weiteren besonderen Änderungen auf der Strecke. Der Verkehr bestand aus Kohlezügen von Ahlen/Westfalen über Alsdorf kommend zur Belieferung des Kraftwerkes Siersdorf, daß über ein Anschlußgleis im Grubenbahnhof Emil-Mayrisch verfügte. In der Gegenrichtung wurde die in Siersdorf geförderte Kohle zur Verkokung in die Alsdorfer Kokerei Anna transportiert.

Auf einer Überführung kreuzt die Strecke die Straße von Alsdorf nach Eschweiler (L 240). Nur wenige Meter hinter der Überführung befand sich bis zum Umbau der L 240 der Haltepunkt Hoengen-Nord (km 1,9). Dieser lag auf dem Bahndamm und war über eine Treppe zu erreichen. Nach der Verlängerung der L 240, wegen der auch die Brücke umgebaut werden mußte wurde der Haltepunkt nicht wieder neu eingerichtet. Der Haltepunkt bestand seinerzeit aus einem aus rotem Stein gemauerten Unterstand, der von der Form einer Bushaltestelle ähnelte.



Zum 31.12.1982 wurde der Personenverkehr auf der Strecke eingestellt, da sich der Betrieb nicht mehr lohnte. Die Fahrgastzahlen waren zu gering. Bis auf weiteres blieb somit nur noch der Güterverkehr übrig.

Um den Güterverkehr war es dann auch fast geschehen, als die Grube Emil-Mayrisch die Förderung zum 18.12.1992 einstellte. Als einziger Güterkunde blieb vorerst nur noch das Kraftwerk Siersdorf, daß noch mit Kohle beliefert wurde. Allerdings auch nicht mehr lange. Ende Juni 1996 stellte das Kraftwerk seinen Betrieb ein, und damit wurden natürlich auch die Kohlezüge überflüssig. Somit gab es keinen Verkehr mehr auf der Strecke. Der Gesamtverkehr wurde zum 22.02.1998 eingestellt.

Nach dem Abriß der Zechenanlagen wurden auch die Gleisanlagen auf dem Gelände zurückgebaut. Auf dem früheren Zechengelände befindet sich heute ein Gewerbegebiet und eine große Brachfläche rund um den früheren Schacht. Die Strecke endet derzeit am Haltepunkt Siersdorf, dessen Stationsgebäude im Juli 2001 abgerissen wurde. Die Strecke endet heute an einem Prellbock, nur wenige Meter von der Landstraße zwischen Setterich und Siersdorf entfernt.

Chronik:

*Eröffnung: Mariagrube - Grube Emil Mayrisch: 1941 (EBV)
*1953 Übernahme durch die DB, Aufnahme Personenverkehr
*31.12.1982 Einstellung des Personenverkehrs
*22.02.1998 Einstellung des Gesamtverkehrs
*01.11.2000 Übernahme der Strecke durch EVS


Information:
Copyright der Bilder und des Informationsmaterial liegt beim Herausgeber der Homepage "www.gessen.de".
Dies wurde mir freundlicherweise vom Herausgeber zur Verfügung gestellt.

Links:

EBV
Grube Emil Mayrisch
Grube Maria
Grube Anna
Infomaterial

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