Hinweis: die kursiv in {geschweiften Klammern} stehenden Textpassagen stellen auf jeden Fall für den Cache völlig entbehrlich Hinweise dar, welche detailliert ignoriert werden können.
Für Notizen empfehle ich die Verwendung des hier (Link) bereit gestellten Rechenblattes.
Nun viel Spaß auf Eurem Weg und gruselt Euch nicht zu sehr in der
City of Lost Places

Stage 1: Prost
Nachdem Ihr Euer Cachemobil abgestellt habt, geht zu folgendem Punkt:
N 49° 35.004
E 009° 22.115
Hier steht Ihr vor einer der 5 Brauereien, die es früher in Walldürn gab. {Immerhin… hier steht noch was…} Die Keller des Gebäudes stammen aus dem 16. Jahrhundert. Etwa um 1800 wurde hier von Josef Anton Kreuter eine Gastwirtschaft eröffnet, die Ihren Namen bis heute hat. Wie lautet der Name (ohne Präposition)?
N= 49° (Parken) + (A)_________
E= 009° (Parken) + (A/3) _________
Stage 2: See

Quelle: Feuerwehr Walldürn
Hier war bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein kleiner See. {Wichtiger Hint: daher der Straßenname!} Es heißt, dass hier einst drei Meerfräulein hausten, welche mit Ihrem Gesang drei Burschen so betörten, dass diese Ihnen gänzlich verfallen ins Wasser folgten und tags darauf leblos gefunden wurden {vermutlich hat man daraufhin den See zugeschüttet, die 3 Meerfräulein sind nach Rippberg ausgewandert und haben dort eine Pizzeria eröffnet, wo sie noch heute die Touristen bewirten.} Es kursieren Gerüchte, dass die Kerle im Winter besoffen die Seestrasse hinabgerodelt, im See eingebrochen und ertrunken wären. {das halte ich für groben mystischen Unfug ;-)}.
2011 war der hier befindliche, große Spielplatz plötzlich verschwunden, 2 Jahre später ist er – in wesentlich kleinerer Form – wieder aufgetaucht. {Manche bringen diesen Vorfall mit Philadelphia in Verbindung.}
Lest die magischen Lettern auf dem Schilde. Die Ziffern weisen Euch den weiteren Weg:
N= 49° 35.0[Klärüberlauf]___[Brauchwasserzisterne]___
E= 009° 22.[Wirbelfallschacht]___[KÜ]___ 5
Stage 3: See Tor

Links: Buchener Tor, Vorne: See Tor, Rechts: Miltenberger Tor - Quelle: Wikipedia
An dieser Stelle, am unteren Ende der Turmgasse, befand sich früher eines von 3 Stadttoren. Natürlich hatte Walldürn auch eine Stadtmauer. Wenige Meter entfernt war das „Storchennest“, der Ostturm der Wehranlage. In diesen pflegte man unliebsame Gesellen zu verbringen. 1807 wurde dieser abgebrochen. {Ob er zum damaligen Zeitpunkt noch „bewohnt“ war, konnte nicht mehr zweifelsfrei geklärt werden. War auch egal…} Wie heißt das Gewässer, nach dem die Straße, in der ihr euch gerade befindet, benannt ist? Ihr benötigt einige der Buchstabenwerte für die nächste Station. Die Ziffern in den Koordinaten stehen für den Platz des Buchstabens des gesuchten Wortes.
N= 49° 35.[2]___ [5]___ 9
E= 009° 22.0 [7]___ 4
Stage 4: Bummerndörre

Quelle: Walldürn.de
Hier ist die einzige erhaltene Samenklenge dieser Art in ganz Deutschland. Geerntete, unreife Baumzapfen wurden in Öfen gereift und getrocknet, daraus die Samen gewonnen und an Baumschulen und Forstbetrieben für Aufzucht und Bestanderhaltung verkauft. Der Betrieb lief ca. von 1840 bis 1999. {Aufgrund des vermuteten Weltuntergangs zum Jahrtausendwechsel stellte man das Pflanzen von Bäumen damals ein, daher wurden keine Samen mehr benötigt...}
Welche Telefonnummer (ohne Landesvorwahl) hat der Geo-Naturpark, zu dessen „Geopunkten“ dieses Industriedenkmal gehört?
N= 49° 35.[5]___ [11]___ [4]___
E= 009°2[3]___.[11]___ [1]___ [7]___
Stage 5: Miltenberger Torplatz
Hier stand einst das Miltenberger Tor. Man sieht noch einen Teil der westlichen Ringmauer welche 1335 vollendet wurde.
Auch erinnern 2 Tafeln an Zeiten, zu welchen die Wallfahrer noch in wahren Massen nach Walldürn strömten. Unsere Stadtväter träumen heute noch davon.
Auf der gegenüberliegenden Seite gab es einmal ein Café. Dieses ist seit 2000 geschlossen und die Touristen, welche hier früher nach dem Stadtbummel noch verweilen konnten, fahren inzwischen für beides nach Miltenberg.
Welche Hausnummer hatte das Café? = x + 10 = B
Wieviele Diözesen (Orte) sind aufgelistet? Die Anzahl multipliziert mit 60 = C
N= 49° 35.0(B)___
E= 009° 21.(C)_____
Stage 6: Friedhof

Quelle: piqs.de
Bis 1874 befand sich hier der alte Friedhof. Heute werden hier jedes Jahr während der 4-wöchigen Wallfahrt im Mai die Outdoor-Messen zelebriert.
Ihr befindet Euch am äusseren Altar. Von wie vielen Pfosten wird dessen Dach getragen? D
Wieviele Köpfe befinden sich auf der Steintafel dahinter ? E
Falls Ihr möchtet, könnt Ihr auf dem Weg zur nächsten Stage kurz das Elfenbein-Museum besuchen. Es hat Di, Do und So von 14.30 – 16.00 Uhr geöffnet und befindet sich hier: N= 49° 35.060 E= 009° 22.015
N= 49° 35.0(DxE)____
E= 009° 22.0(2xE)____
Stage 7: Museum
Das ehemalige Patrizierhaus im Renaissance-Stil von 1588 beherbergt heute das Stadt- und Wallfahrtsmuseum, in welchem an die größten „Industriebetriebe“ Walldürns erinnert wird. Diese produzierten Kerzen und Kunstblumen. Hieraus stammt das „Blumen- und Lichterfest“ welches seit den siebziger Jahren alljährlich über Christi-Himmelfahrt stattfíndet.
Auf der Infotafel rechts neben dem Museum befindet sich eine 4-stellige Zahl. Aus dieser erhaltet Ihr „F“ und „G“ X[G][F]X
N= 49° 35.0(F)___0
E= 009° 22.0(G)___0
Vom Museum aus in Richtung Nordosten kommt Ihr in das ehemalige Handwerker- und Kleinbürgerviertel Walldürns. Folgt diesem Weg zur nächsten Station.
Stage 8: Synagoge
Im Jahr 1770 haben sich die hier in der Gegend ansässigen Juden ein Bethaus eingerichtet. Dazu gehörte der Friedhof bei Bödigheim (siehe auch GC1AW2J).
Geht die Gasse wieder bergab (Richtung Nordost) und biegt unten nach rechts ab. Bevor die Strasse durch einen Vorgarten verengt wird, steht links das ehemalige „Mikwe“ (Reinigungsbad), welches zu der Synagoge gehörte.

Walldürner "Mique" Quelle: alemannia-judaica.de
Notiert Euch die Hausnummer als H
Weiter geht es in südöstlicher Richtung. Ihr kommt an einem Franzosen vorbei. Was macht der denn hier? Dieser Stadtteil wird auch „Klein-Frankreich“ genannt. Das kommt möglicherweise daher, dass sich hier früher die Familie „Frank“ recht breit gemacht hat.
N= 49° 35.0(H+G)____
E= 009° 22.(Hx4)_____
Stage 9: Geheime Gänge

Ehemaliger Brauereikeller, Turmgasse Walldürn
Alkohol gab es früher offensichtlich reichlich in Walldürn. Wenn Ihr nach Nordosten schaut, dann seht ihr {mit entsprechender Vorstellungskraft} die mittelalterliche Turmgasse, welche am See-Tor endet. Rechts (im Grün) standen früher die Gebäude der ehemaligen Brauerei und Landwirtschaft Ziegler (ca. 1850 – 1902, Hausnr. 14), von welchen nur noch die Vorrats/Eiskeller übrig sind. Diese befinden sich auf Privatgrund und es besteht akute Einsturzgefahr, daher bitte NICHT betreten! Es befinden sich auch noch einige alte unterirdische Gänge zwischen dem See, den Kellern und weiter bis zum Schloss. Der Großteil wurde jedoch zugeschüttet.
Das zur Brauerei gehörige Wirtshaus, welches auch das Wohnhaus war, liegt gegenüber dem oberen Ende der Turmgasse. Dorthin geht es jetzt weiter. Oben angekommen seht ihr eine deutliche, rechteckige Erhöhung auf der Strasse. Diese stellt Lage des ehemaligen „Buchener Tors“ dar (abgebrochen 1844).
N= 49° 35.0 (H-3)_____
E= 009° 22.0(Gx10-10)_____
Stage 10: Neidköpfe
Natürlich gab es früher auch eine Poststation in Walldürn. Diese war anscheinend dazu auch eine Brauerei und das Gasthaus „Schwarzer Adler“. Ob das alles gleichzeitig oder nacheinander war, konnte ich nicht herausfinden. Markant an diesem Gebäude sind die sog. „Neidköpfe“. „Lieber tausend Neider als ein Hungerleider“ war ein beliebter Spruch bei den wohlhabenden Walldürnern. Offiziell wurden diese Schnitzereien als Abschreckung böser Geister angebracht. Sie sollten aber den Zimmermann dazu anhalten, die wichtigen Eckbalken aus gutem Holz zu fertigen. Für die nächste Station benötigt Ihr den Geldwert der Münzen, die aus dem Neidkopf kommen…. Nee Quatsch. Dreht Euch einfach nach Westen und geht zu dem einzelnen Fachwerkgebäude auf der anderen Straßenseite..
Stage 11: Center of Business
Einen richtigen Marktplatz hatte Walldürn nie. Die Händler trafen sich in der „Markthalle“, dem offenen Untergeschoss des Rathaus, welches übrigens das älteste Rathaus in Deutschland ist, in dem noch ein Bürgermeister seinen Amtssitz hat. Es wurde später aufgrund nachlassender Statik mit den Steinen aus dem Teilabbruch des Klosters verschlossen. Heute befindet sich in den umliegenden Gebäuden das „wirtschaftliche Zentrum“ Walldürns. Hier erhält man alles, was man braucht... Schuhe, Bücher, Backwaren... ;-)
{Winkt mal freundlich... hier im ersten Stock (im Blumenkasten) läuft rund um die Uhr eine Webcam und macht jede Minute ein Bild.} Link
Wann wurde das Rathaus erbaut? I
Wann wurde das Erdgeschoss geschlossen? K
Wann wurde das Fachwerk freigelegt? L
N= 49° 35.0((K-I)/(QS K-QS I) _____
E= 009° 21.90(QS(QS (L-K))) ___
Stage 12: Kloster

Links: ehemaliges Schloss mit Turm, Rechts: ehemaliges Kloster, Mitte: verm. noch erhaltener Teil
Quelle: wallduern.de
Das seit dem 12. Jahrhundert als Kloster genutzte Gebäude wurde teilweise abgerissen und mit den Steinen das Erdgeschoss des alten Rathauses verschlossen. In neuerer Zeit wurde ein Teil davon (das Backsteingebäude, vor welchem Ihr steht) zu einem Gefängnis umfunktioniert, nun hat dieses mittlerweile wieder eine andere Nutzung. Man sieht jedoch heute noch die Löcher der Gitterstäbe in den Fensteröffnungen.
Wie viele Fensteröffnungen hat das Haus zur Strasse (ohne Keller)? M
Wie viele Stufen geht es zum Eingang hinauf ? Die Anzahl x 5 = N
N= 49°35.0(N:2)_____
E= 009° 21.(NxMx5)+(Hx2)__________
FINAL: Rapunzel

Quelle: wikipedia
Die (lt. unserem Nachtwächter/Touristenführer) angeblich wirkliche Ursprungsversion des Märchens Rapunzel stammt aus Walldürn. Es heißt, dass die Tochter eines ansässigen Adeligen ein Verhältnis mit einem hiesigen Niederen begonnen hat. Das hat Papa mitbekommen und das Töchterchen in den – damals noch vorhandenen Ostturm (1807 abgebrochen) des Schlosses gesperrt. Diese hat jedoch während ihrer Tätigkeit in den nahen Webstuben, in welchen die Frauen des Ortes im Winter über tätig waren, ein Seil geklöppelt, welches sie ihrem Lover dann bei Bedarf herunterließ. Diese Geschichte wurde über Minnesänger weitergegeben, bis sie schließlich auch die Herren Grimm erreicht haben soll. Über die dezenten Veränderungen mündlich überlieferter Stammtischgeschichten kann sich jeder selbst Gedanken machen.