In der
malerischen Hügellandschaft zwischen Leutkirch und
Jsny,
verborgen im
Urlauer Tann, liegt die Muna Urlau.
Sie wurde zu
Kriegsbeginn 1939 durch Zwangsverkäufe vom Deutschen Reich erworben
und diente als Heeresmunitionsanstalt.
Viele
dienstverpflichtete Frauen und Mädchen mussten dort
ebenso
wie
Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene Munition für
den
laufenden Krieg
fertigen. Zum Kriegsende kam es beinahe zu
einer
Katastrophe
unvorstellbaren Ausmaßes, als 10.000
Tonnen
Kampfstoffmunition und die gleiche Menge
herkömmlicher Munition auf Anordnung des Gauleiters Murr gesprengt
werden sollten.
Glücklicherweise
konnte dies durch die mutige Taktik von
Major Günther
Zöller verhindert werden.
Auch die
Beseitigung der Munitionsbestände durch die
französische
Besatzungsmacht
war ein gefährliches und oft tödliches
Unternehmen.
In der neu
entstandenen Bundesrepublik wurde die Muna seit
1961
als wichtiges
Munitionsdepot der Bundeswehr genutzt.
Auf dem Höhepunkt
des Kalten Kriegs in den 1960er Jahren
waren
dort auch
amerikanische Einheiten stationiert. Es ging die Angst
um,
dass Atomwaffen
in der Muna stationiert seien.
Nach mehreren
Umstrukturiermaßnahmen wurde das
Munitionsdepot
Urlau zum
Jahresende 2007 geschlossen.
Eine fast 70
Jahre währende Militärpräsenz im Urlauer Tann geht damit zu Ende,
eine neue Ära bricht an.
Nach der
Schließung der Muna sollte erst ein Großsägewerk
gebaut
werden, aber
durch die Wirtschaftskrise wurden diese Pläne
fallengelassen.
Neusten Gerüchten
zufolgen soll nun ein Erlebnis- und
Freizeitpark
(ein Center
Parks) auf dem Gelände entstehen.
Aber wie sagt der Schwabe: "Schaua mr
mal"