Bergbau in Großweil Traditional Cache
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 (micro)
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Oberbayerische Kohlenstraße „Großweil“
Der Kohlebergbau in dieser Region ist bekannt seit 1550. Urkunden mit Genehmigungen zum Tiefbau für die Weiler Pölten, Stern und Gröben konnten im Klosterarchiv Benediktbeuern nachgewiesen werden.
Die größte Bedeutung für den Kohleabbau erfuhr Großweil gegen Ende des Ersten Weltkrieges, da überall in Bayern der Brennstoffmangel akut wurde. Im südwestlichen Teil von Großweil wurden ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis ins Jahr 1962 ca. 360.000 Tonnen Schieferkohle (Lignitkohle) abgebaut. Diese Kohlenart entstand vor rund 60.000 bis 120.000 Jahren in einer warmen Klimaphase zwischen der Riß- und der Würmeiszeit. Vereinfacht ausgedrückt, handelte es sich dabei um sehr stark komprimierten Torf. In diesem Zusammenhang sei auch erwähnt, dass im Sommer 1936 in der Grube Großweil Teile des Gebisses eines Waldelefanten aus der Eiszeit gefunden wurden.
Der Abbau der minderwertigen Kohle mit geringen Brenn- und Heizwert erfolgte anfangs ausschließlich über Tage und später im 20. Jahrhundert auch unter Tage (Irenen Zeche I und II, Antonien Zeche; Stollen in Pfeiler- oder Kastlbauart). Der Flöz zog sich entlang des Flusses Loisach bis hin nach Ohlstadt.
1917 kaufte die „Maschinenfabrik Augsburg–Nürnberg AG“ (MAN) das Bergwerk, um sich Rohstoffreserven für die eigenen Produktionsstätten zu sichern. Später ging das Bergwerk an die Bayerische Braunkohlen AG (BBAG) über, die 1923 zahlungsunfähig wurde. Somit wurde dann auch der Betrieb der Materialseilbahn eingestellt.
Die 6 Kilometer lange Materialseilbahn, die von 1918 bis etwa 1925 bestand, diente dem Transport der Kohle zum Verladebahnhof nach Kochel. Direkt vor Ort und auf der Straße nach Kochel sind oft noch vier kleine, in einem Viereck angeordnete Betonsockel in der Wiese zu sehen. Dies waren die ursprünglichen Standorte der Trägermasten für die Materialseilbahn.
1958 bricht ein komplettes Pferdefuhrwerk über einem alten, aufgelassenen Stollen ein und versinkt. Die Bergbaubehörde in München verstärkt daraufhin die schnelle Schließung der morbiden Anlage.
1962 wird dann letztmals offiziell Großweiler Kohle gefördert. Damit endet in Großweil nach 116 Jahren der Braunkohleabbau.
Am Cacheort bei der „Alten Murnauer Straße“ sehen wir den ehemaligen Schutzbogen über die Dorfstraße, der einst als Sicherheitsdach wegen der Drahtseilbahn errichtet wurde, einen Braunkohlewagen auf Tiefbauzeiten und vier original Betonpfeiler der Drahtseilbahn.
Quelle: www.knappenverein-peissenberg.de
Viel Spaß und viel Erfolg bei der Suche wünscht,
RedSun
Additional Hints
(Decrypt)
Hagre qre Yvtavgxbuyr
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