Wartgesberg
Vom Vulkan-Haus in der Ortsmitte Strohn führt
der etwa 6 km lange Vulkanerlebnispfad vorbei an der Lavabombe
zum Wartgesberg und von dort durch die Strohner Schweiz zum
Sprinker Maar. Abweichend vom Erlebnispfad kann man vom
Sprinker Maar auch sehr schön dem ausgeschilderten Rundweg
Strohn-Trautzberg folgen und so um den Wartgesberg herum
zurück nach Strohn wandern. Unterwegs stehen einige
Informationstafeln, die Hintergründen zu den genannten
Sehenswürdigkeiten liefern, aber auch zwei Dosen liegen auf
dem Weg.
Ungefähr auf der Hälfte des Weges kommt Ihr zu einer Jahrzehnte
alten Steinbruchwand im kraternahen Schlackenwall des westlichen
Vulkans. An dieser Steinbruchwand läßt sich der Aufbau des
Schlackenkegelvulkans gut erkennen, auf der Informationstafel dazu
findet Ihr Details, die ich hiermit vorab verrate.
Mit gewaltigem Getöse brachen vor etwas 15.000 bis 31.000 Jahren
bei Strohn mehrere Vulkane nahezu gleichzeitig aus. Ihre Eruptionen
waren mit die heftigsten, welche die Westeifel je erlebt hat. Drei
Monate hielt das Inferno an. Glutflüssige Schlacken, Lavabomben und
kleine Lavaströme türmten sich zu einem eindrucksvollen,
langgestrecktem, einst 120 m hohen Schlackenkegelrücken, dem heute
weitgehend zerstörten Wartgesberg, auf.
Aus identischem Ausgangsmaterial, dem Magma, entstehen
unterschiedliche Auswurfprodukte.
Aschen
Feinkörnige vulkanische Aschenteilchen sind kleiner als 2
mm.
Lapilli
Kleine Schlackenfetzen erstarren während des Fluges zu
Lava-Steinchen, 2-64 mm.
Lavabomben
Fliegen glutflüssige Lavafetzen so hoch und weit, daß sie durch
die Oberflächenspannung der Lava und den Luftwiderstand geformt
werden, enstehen Lavabomben, > 64 mm.
Schweißschlacken
Während der Wartgesberg-Vulkanausbrüche wurden hauptsächlich
glutflüssige Lavafetzen erupiert. Sie sind beim Aufschlagen noch so
heiß, daß sie verformbar sind und sich mit anderen zu
Schweißschlacken verschweißen.
Lavaströme
Immer wieder brachen Spalten an den Flanken der
Wartgesberg-Vulkane auf. Aus ihnen quoll Lava hervor, die in
kleinen Rinnsalen den Hang hinab floß. In der Steinbruchwand sind
zu Basalt erstarrte Lavastrom-Querschnitte zu erkennen.
Lavakugeln
Lavakugeln entstehen an der Stirn von zähflüssigen Lavaströmen,
die sich durch das Gelände wälzen. Einzelne, abgekühlte Schlacken
von der Oberfläche drehen sich beim Vorwärtsrücken des Stroms
mehrfach um sich selbst. Immer wieder werden sie dabei mit
flüssiger Lava benetzt, die als Schweißmittel für weitere Schlacken
dient.
Beim Vorrücken des Lavastroms bleiben sie aufgrund ihrer runden
Form und ständige wachsenden Größe an der Oberfläche und werden
vorwärtsgerollte. Erst wenn der Vulkanhang zu steil wird, lösen sie
sich ab und kullern, als rotglühende Lavakugeln den Hang hinab.

Logbedingung
In der Wand findest Du einige "Bilderrahmen" (s. Foto links).
Schaue Dir diese an und versuche die Inhalte den Auswurfprodukten
zuzuordnen. Um den Cache loggen zu dürfen, schicke mir eine E-Mail,
in der Du Deine Beobachtung von links nach rechts auflistest. Füge
Deinem Log bitte ein Foto von Dir auf dem Erlebnispfad bei. Dieses
muß nicht unbedingt von der Steinbruchwand sein, sondern darf auch
gerne z.B. auf dem Barfußweg gegenüber oder an anderer Station
sein. Bitte keine Detailbilder von den "Bilderahmen"!
Wartgesberg
From the Volcano House in the center of
Strohn, the approximately 6 km long volcanic trail leads past
the Lavabombe to Wartgesberg and from there through the
Strohner Schweiz to Sprinker Maar.
There are several tables explaining the backgrounds to the
aforementioned places.
Approximately midway, is the decades-old quarry in the crater
wall. At this quarry the structure of the cinder cone volcano can
be seen and the information board delivers details, which I hereby
tell in advance.
With tremendous roar broke between 15,000 to 31,000 years ago
several very close volcanoes almost simultaneously. Their eruptions
were the most vehement West Eifel has ever seen. Three months
lasted the inferno. Liquid slags, lavabombs and small lava streams
created an impressive, sprawling, once 120 m high cinder cone back,
the now largely destroyed Wartgesberg.
From the same source material, the magma, different ejection
products resulted.
Ashes
Fine-grained volcanic ash particles are smaller than 2 mm.
Lapilli
Small scraps of slag solidify during flight to lava stones, 2-64
mm.
Lavabombs
Liquid lava flying so high and far that surface tension of the
lava and air resistance formed lavabombs, > 64 mm.
Welding slag
During the Wartgesberg volcano eruptions mainly liquid lava
erupted. When breaking in, they were still so hot that they are
malleable, and welded with others to welding slag.
Lavastreams
Again and again broke columns on the flanks of the volcanoes on
Wartgesberg. From them quoll lava, which in small meandering flowed
down the slope. In the quarry wall to basalt frozen sections of
lava are identifiable.
Lavaballs
Lavaballs arise at the forehead of high viscous lava flows.
Individual cooled slag from the surface begins to rotate forward
and back several times around itself and is wetted with molten
lava, welding further material on its surface.
In advance of the lava flow, because of their round shape and
constantly growing size they remain on the surface. Only when the
volcano slope is too steep, they disappear, rolling as glowing
lavaballs down the hill.

Logging question
In the quarry wand hang a few "picture frames" (see photo on left),
take a close look at them and try to assign their content to the
above mentioned eruption products. To log this cache send me an
e-mail in which you list the result of your assignment from left to
right. Please take a photo of you on the adventure trail to append
to your log. This need not necessarily come from the quarry wall,
but may also be on the opposite bare feet way or other station.
Please no detail photos of the "picture frames"!