Die Piesteritzer Werkssiedlung ist die größte autofreie
Wohnsiedlung in Deutschland. 1916 bis 1919 entstand die Gartenstadt
mit Charme nach Plänen des Architekten O. R. Salvisberg für die
Beschäftigten des angrenzenden Stickstoffwerkes. 1987 wurde sie
unter Denkmalschutz gestellt. Seit der zur Expo 2000
abgeschlossenen Sanierung erstrahlt die autofreie Siedlung in neuem
alten Glanz.
Eingang zum Markt (heute Parkplatz)
Historischer Eingang zur Siedlung mit Arzthaus und Apotheke (wird
bis zur heutigen Zeit genutzt).
Da innerhalb der Siedlung das Halten nur zum Be- und Entladen
erlaubt ist, empfehlen wir Autofahrern, hier vor dem Hotel
„Piesteritzer Hof“ (Karl-Liebknecht-Platz 18-19) zu parken
(Achtung: rechts & links sind öffentliche Parkplätze, in der
Mitte nur für Gäste des Piesteritzer Hofes). Mit öffentlichen
Verkehrsmitteln gut zu erreichen (Haltestellen: Apotheke,
Pestalozzistrasse oder Torhaus). Unsere Empfehlung: das Fahrrad -
der Elberadweg führt in unmittelbarer Nähe an der Siedlung vorbei.
N 51° 52,110’ E 12° 35,613’
Die folgende Runde ist auch gut von Kindern zu meistern
(getestet an meinem 7jährigen Sohn) und keine Angst vor kleinen
Nebenwegen, auch diese führen zum Ziel!
Station 1: Piesteritzer
Hof
Das wichtigste Bauwerk der Siedlung war das Kauf- und Vereinshaus
"Feierabend". Es stellte eine sinnvolle Kombination von Versorgung,
Freizeit (mit Gaststätten) und aktiver Mitwirkung dar. Dieses
Kulturhaus am Karl-Liebknecht-Platz, dem historischen Markplatz,
ist in seiner ursprünglichen Gestalt wiederhergestellt und
beherbergt heute unter dem Namen „Piesteritzer Hof“ ein Hotel und
Restaurant. N 51° 52,148’ E 12° 35,613’ Suche
am Eingang des Piesteritzer Hofes eine Metalltafel, auf der
vermerkt ist, im welchem Jahr das Haus einen Preis gewonnen hat!
Vierstellige Jahreszahl = A
Station 2: Ehemalige Mädchenschule
(heutiges Gymnasium) Schillerplatz
1929 wurde die Mädchenschule eröffnet, das heutige Haus 2 des
Lucas Cranach Gymnasiums. Darin befinden sich die Aula und andere
Unterrichtsräume. Haus 1 ist das ehemalige Rathaus von Piesteritz,
welches nur einige Meter weit entfernt steht und seit der
Eingemeindung zu Wittenberg 1951 seine ursprüngliche Funktion
verloren hat. N 51° 52,108’ E 12° 35,703’
Auf einem der Schornsteine auf dem Dach der ehemaligen
Mädchenschule befindet sich ein Storchennest. Blickt man nun von
dort herab, so sieht man neben der Tür ein rot-weißes Schild.
Welche Zahl befindet sich auf diesem Schild rechts neben dem
Buchstaben H? Zahl = B
Station 3: Katholische
Kirche
Durch den Bau des Stickstoffwerkes Piesteritz kam es zu einer
Zuwanderungswelle von Menschen, insbesondere aus Bayern, Westfalen,
Schlesien und Polen, womit sich die Anzahl der Katholiken stark
erhöhte. Deshalb wurde beschlossen hier eine katholische Kirche zu
bauen. N 51° 52,181’ E 12° 35,711’ Wie viele
schwarze Poller verhindern hier die Zufahrt in die Siedlung
(ALLE!!! Poller - auf Gehweg UND Strasse)? Anzahl = C
Station 4: Am
Dreieck
Am Dreieck bilden die Häuser die für die Betriebsleiter erbaut
wurden (bis 160 Quadratmeter) ein attraktives und in sich
geschlossenes Ensemble. Man sollte sich hier nicht den Blick in
Richtung Torhaus am Ende des Gartenweges entgehen lassen, das einen
Höhepunkt der sanierten Siedlung darstellt. Das Torhaus bildet den
nördlichen Abschluss der Siedlung und wird heute als
Gemeinwesenzentrum mit Ausstellungsbereich genutzt. N 51°
52,236’ E 12° 35,695’ Wie viele Hauseingänge mit der
Adresse "Am Dreieck" gibt es hier (nicht am Torhaus!)? Anzahl
= D
Station 5:
Spielplatz
Zwischen den Gärten, die wichtig für die Versorgung mit frischem
Obst und Gemüse waren, wurde in den 1990er Jahren unter
Bürgerbeteiligung ein Abenteuerspielplatz angelegt. N 51°
52,185’ E 12° 35,653’ Wie viele blaue Pfosten hat das
Klettergerüst? Anzahl = E
Station 6: Stiller
Winkel
Im Stillen Winkel findet man 12 große Arbeiterhäuser mit 80 bis 90
Quadratmeter großen Wohnungen, dazu zwei Wohnhäuser für leitendes
Personal mit ca. 150 Quadratmetern Wohnfläche. Diese soziale
Zusammensetzung der ehemaligen Mieter vom Facharbeiter bis zum
Obermeister gewährleistete eine Mischung aus Fürsorge und
Kontrolle. N 51° 52,193’ E 12° 35,547’ Addiere
die Hausnummern der beiden Wohnungen im großen Giebelhaus! Zahl =
F
Station 7:
Damenheim
Das Damenheim, das für die alleinstehenden Frauen (z.B.
unverheiratete Sekretärinnen) errichtet wurde, wird bis heute noch
in diesem Sinne genutzt. N 51° 52,153’ E 12°
35,509’ Wie viele "Damen" sind an der Fassade zu
sehen? Anzahl = G
Station 8: Finale
Hier kann man nun auch einen Blick aus der Ferne auf den Grund
werfen, warum die Piesteritzer Werkssiedlung gebaut wurde:
Im Ersten Weltkrieg konnte Deutschland durch die englische Blockade
unter anderem keine Düngemittel aus Übersee importieren. Das
Kaiserreich bezog bis dato vor allem Salpeter aus Chile.
Deutschland war nun also dazu gezwungen, nach anderen Wegen zu
suchen. Piesteritz, westlich von Wittenberg gelegen, bot ideale
Voraussetzungen für die Errichtung einer Stickstofffabrik. Die Elbe
und das gerade entstehende Kraftwerk Zschornewitz befanden sich in
unmittelbarer Nähe. 1915 wurden die Reichsstickstoffwerke in
Piesteritz errichtet. 1916 beschloss die Werksleitung, eine
Wohnsiedlung für die ansteigende Zahl der Mitarbeiter bauen zu
lassen.
N 51° 52,X’ E 12° 35,Y’
X = C * D + 8 * E - 3 * G
Y = A – D * B - F – 1
Achtung: es gilt immer
Punkt vor Strich!
Das Versteck liegt etwas abseits und man muss natürlich keine
Gärten oder Häuser betreten!
English version:
The residential complex in Piesteritz is an architectural highlight
and has an 90 year history. Now a listed site of historical
interest, it was created by town planner Georg Haberland and the
Swiss architect Rudolf Salvisberg. The main goal of the
redevelopment was to preserve one of Germany´s most attractive
residential complexes for workers in its unity and quality. Experts
from the Foundation Bauhaus in Dessau supported the redevelopment.
Residents have been actively involved in increasing the proportion
of green and open spaces and removing traffic from the complex.
Visitors are always welcome.
You can get here by bus (stops: Apotheke, Pestalozzistrasse or
Torhaus), by bike (the Elbe cycle track passes nearby) or you can
park your car in front of the Piesteritzer Hof on the former market
place.
N 51 ° 52.110’ E 12 ° 35.613’
Station 1: Piesteritzer Hof
N 51 ° 52.148’ E 12 ° 35.613’ Look at the entrance of the
Piesteritzer Hof for a metal board on which is noted the year in
which the house won a prize! 4-digit number = A
Station 2: Former girl's school (today's high school)
Schillerplatz
N 51 ° 52.108’ E 12 ° 35.703’ On one of the chimneys on the roof
of the former girl's school is a stork’s nest. Look down from there
and you’ll discover beside the door a red-white sign. Which number
is written on this sign on the right beside the letter H? Number =
B
Station 3: Catholic church
N 51 ° 52.181’ E
12 ° 35.711’ How many black piles or barracade poles prevent cars
from entering the Werkssiedlung? Number = C
Station 4: Am Dreieck (Triangle)
N 51 ° 52.236’ E 12 ° 35.695’ How many entrances/front doors are on
“Am Dreieck”? Number = D
Station 5: Playground
N 51 ° 52.185’ E 12 ° 35.653’ How many blue posts can you count on
the junglegym? Number = E
Station 6: Stiller Winkel (Quiet corner)
N 51 ° 52.193’ E 12 ° 35.547’ This is a U shaped settlement. As you
stand in front of Stiller Winkel, add the house numbers above the
two doors of the hous facing you! Number = F
Station 7: Damenheim (Ladies' home)
N 51 ° 52.153’ E 12 ° 35.509’ How many "ladies" are to be seen in
the facade? Number = G
Station 8: Finale N 51 ° 52.X’ E 12 ° 35.Y’
X = C * D + 8 * E - 3 * G
Y = A – D * B - F – 1
Remember: Order of Operations - PEMDAS!