Milliarium (Der Meilenstein)
Meilensteine zeigten den Reisenden die Entfernung zur nächsten
Stadt, aber auch zu Raststationen und Sicherheitsposten am Weg
an.
Diese neuzeitliche Grenzsäule entspricht in den Maßen und in der
Gestaltung antiken Vorbildern. Sie legt davon Zeugnis ab, dass
Tarnantone von Wels (a Ovilava) 51 und von Salzburg (a Iuvavo) 13
römische Meilen (milia passuum = 1000 Doppelschritte = 1,480 km)
entfernt lag.
Auf dem Meilenstein befindet sich darunter noch eine römische
Zahl. Wandle sie in eine arabische Zahl um und merke dir die
Quersumme davon (=A).
Fahre Richtung Neumarkt den Hügel hinunter, biege gegenüber der
Tankstelle rechts ab, fahre hinunter ins Dorf.
Finde den Weg zu N 47 55.295' E 13 14.324'
Tarnantone
Hier in der Gegend befand sie sich, die Römersiedlung Tarnantone,
eine Poststation mit Mansio (Übernachtungshaus), wo man Fuhrwerke
und Lasttiere unterstellen konnte und wo man Bett und Essen bekam.
Üblicherweise besaß eine solche Straßenstation ein bis zwei
Gastzimmer mit Schanktischen, dazwischen befand sich die Küche mit
einem großen Herd; weiters waren Schlafräume für die Reisenden
vorhanden. Die Stallungen, Geräteschuppen, etc. lagen etwas
entfernt vom Hauptgebäude.
Folge der Straße Richtung Norden, durch Haslach, weiter nach
Norden durch den Wald.
Via publica (Die Hauptstraße)
Die Straßen der Römer folgten meist den bereits vorhandenen Wegen
der einheimischen Bevölkerung. Diese wurden von den Römern
verbreitert und mit einem festen Unterbau versehen.
Hier führte die Reichsstraße von Augusta Vindelicum (Augsburg) nach
Vindobona (Wien). Zwischen den beiden Munizipien Iuvavum (Salzburg)
und Ovilava (Wels) lagen die drei Poststationen Tarnantone
(Neumarkt am Wallersee), Laciacis (Vöcklamarkt) und Tergolape
(Schwanenstadt).
Die Tabula Peutingeriana, auch Peutingersche Tafel, ist eine
Karte, die das römische Straßennetz im spätrömischen Weltreich von
den britischen Inseln über den Mittelmeerraum und den nahen Osten
bis nach Indien mit dem Ganges, der Insel Sri Lanka (Insula
Taprobane) im Indischen Ozean und China wiedergibt. Der Name geht
auf den Augsburger Konrad Peutinger (1465 – 1547) zurück. Die
Karte ist nur 34 Zentimeter hoch, aber fast 7 Meter lang. Sie ist
eine Reisekarte, auf der Meere, Flüsse, Gebirge, Städte,
Raststationen, geographische, bildnerische und anekdotische Details
verzeichnet sind.
Die Peutingersche Tafel ist deshalb so bedeutsam, weil sie als
einzige ihrer Art erhalten ist. Man zählt die Karte heute zum
UNESCO-Weltdokumentenerbe.
Du kommst nach Wertheim. Biege links ab und halte dich bei der
Gabelung rechts.
In Sighartstein biege rechts ab und finde den Weg nach Pfongau zu N
47° 56.719 E 013° 14.715
Cippus sepulcralis (Der Grabstein)
Ein wichtiger Bestandteil der römischen Religion war der Totenkult.
Die Römer glaubten an ein Weiterleben nach dem Tod, was
Grabbeigaben bezeugen. Über dem Grab wurde ein Grabstein
aufgestellt, der manchmal, wie hier, ein Abbild des Verstorbenen
darstellt. Die Grabinschriften erzählen viel über das Leben der
Menschen jener Zeit: Name, Beruf, Familienstand, Alter werden
angegeben, manchmal liest man auch die Todesursache (von einer
rasenden Kutsche überfahren, vom Dach gefallen, an einer Krankheit
gestorben, ...), sie berichten auch wer das Grabmal errichten ließ
und wieviel es gekostet hat.
In der Umgebung von Neumarkt gibt es noch andere Grabsteine zu
sehen: Eine Frau mit einer norischen Haube (GC14XRZ Church
- Hill) oder einen Reiter, der von seinem Diener begleitet wird
(Irrsdorf).
Zeigt der Kopf des römischen Legionärs nach
unten: B=247 C=354 links: B=128 C=773
oben: B=154 C=750 oder
rechts: B=119 C=842
Fahre weiter nach Norden und finde den Weg zu N 47° 57.306 E
013° 14.892
Meist siehst du hier eine grüne Wiese, aber während weniger Wochen
im Sommer kannst du Archäologen bei der Arbeit zusehen.
Villa rustica (Der Gutshof)
1877 und 1947 wurden in Pfongau bereits römische
Spuren festgestellt. Seit 1988 gibt es hier Ausgrabungen des
Salzburger Museums Carolino Augusteum. Man fand hier in vier
Gebäuderesten eines römischen Gutshofs Beschlagteile von Rädern,
Scherben von Tongefäßen, ein bronzenes Gefäß in Form eines Kopfes
und die Bronzestatuette einer Venus pudica (schamhaften
Venus).
Finde den Weg zu N0+A*B+C E0+A*B
Pyxidis (Die Dose)
Erinnert dich hier etwas an die Römer? In unmittelbarer Nähe davon
wirst du fündig werden.
Zu CITO wird am gesamten Weg ausdrücklich eingeladen!
Hinweis: Im "Museum in der Fronfeste" (N 47° 56.636' E 013°
13.466', www.fronfeste.at) sind die Römer ein
Themenschwerpunkt. Du kannst eine Kopie des bronzenen Kopfgefäßes
bewundern und dich wie ein Römer auf dem Triclinum zu Tisch
legen.
HIC HABITAT FELICITAS NIHIL INTRET MALI (Hier wohnt das Glück,
nichts Böses trete ein!)