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Fossiles Geratal: Erfurter Kiesseen EarthCache

This cache has been archived.

GeoawareDE8: Hallo Bobby738,

da sich hier scheinbar nichts weiter tut und ich keine weitere Reaktion auf meine Reviewer-Note bekommen habe, archiviere ich dieses Listing.

Sollten sich neue Umstände ergeben, kontaktiere mich bitte per E-Mail unter Angabe des GC1YH4H-Codes oder noch besser dem Link zum Listing. Ich kann das Listing drei Monate lang wieder aus dem Archiv holen.

Viele Grüße,
GeoawareDE8

Die EarthCache Guidelines in Deutsch findest Du hier: http://www.geosociety.org/earthcache/guidelinesDE.html
Hilfe, Tipps und Tricks findest Du auf den Info-Seiten der deutschen Reviewer: http://www.gc-reviewer.de

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Hidden : 9/25/2009
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:

Im Norden der Landeshauptstadt Erfurt wird seit Jahrzehnten Kies abgebaut. Ein besonders
ergiebiges Vorkommen dieses Bodenschatzes gibt es im Raum zwischen Erfurt und Haßleben.


Auf einer Länge von insgesamt neun Kilometern entstanden bzw. entstehen Kiesgruben, die sich
schon während des Abbaus mit Grundwasser füllen. Auf diese Weise wird ein Seensystem
geschaffen, dessen Wasserfläche insgesamt fast 500 Hektar (498 ha) betragen wird. Allein drei
Seen werden jeweils größer als sechzig Hektar sein. Von den acht bereits vorhandenen Baggerseen
haben fünf nahezu ihre Endgestalt erreicht.
Die heutige Gesamtwasserfläche beträgt etwas mehr als 300 Hektar. Es existiert also bereits schon
über die Hälfte der zukünftigen Seenfläche.


Entstehung der Kiessandlagerstätten



Die Kieslagerstätten verdanken ihre Entstehung den Geschehnissen während des
Pleistozäns (geologische Zeitepoche vor etwa zwei Millionen Jahren bis 10 000 v.Chr.).

Während der Eiszeiten hatten sich mehrfach enorme Eismassen von Skandinavien nach
Süden vorgeschoben. Einer dieser Eisvorstöße erreichte sogar den Raum von Erfurt
(Elsterglazial). Südlich der Eisfront herrschte "sibirisches" Klima, das eine intensive
Verwitterung der Gesteine bewirkte.

An den Talhängen des Thüringer Waldes entstanden gewaltige Mengen von Gesteinsschutt.
Zu Beginn jeder Kaltzeit fielen in unserem Raum starke Niederschläge in Form von Regen.
Sie lösten starke Erosionsprozesse und Transportströme von verwittertem Gestein aus. So
transportierte auch der Fluß Gera große Mengen an Gesteinsschutt stromabwärts. Bei
seiner Reise im Fluss wurde dieser ursprünglich scharfkantige Schutt zerkleinert, zerrieben
und gerundet. Felsbrocken verwandelten sich in Kiesgerölle und feinen Sand, die bei
nachlassender Strömung in den Talniederungen in Form von Kies- und Sandbänken im
Flussbett wieder abgesetzt wurden. Nach und nach wuchsen diese Bänke zu einer breiten
und immer dicker werdenden Schotterfläche zusammen, die sich heute als Niederterrasse
an der Gera entlang zieht. Die Mächtigkeit der abbauwürdigen Kiessande bewegt sich dabei
zwischen fünf und 15 Metern.

Die Niederterrasse teilt sich im nördlichen Teil der Stadt Erfurt in
einen östlichen und in einen westlichen Strang:
- fossiles Geratal (Stotternheimer Talzug)
- rezentes Geratal (Elxleben-Kühnhäuser Talzug).
Die Stränge sind durch sehr unterschiedliche Kiesmächtigkeiten gekennzeichnet.

Im Raum Stotternheim werden Kiesmächtigkeiten von maximal zwölf Meter erreicht. Im
Raum Haßleben verringert sich die Mächtigkeit unter acht Meter. Der westliche Strang
verläuft in nordwestlicher Richtung mit Kiesmächtigkeiten zwischen vier und sechs Metern.

Die Kiese bestehen zu etwa 60 bis 70 Prozent aus Quarzporphyrmaterial des Thüringer
Waldes und zu 30 Prozent aus Kalksteinmaterial. Den Rest bilden sonstige Trias- und
Rotliegendsedimente, Quarz und nordisches Material.

Da nur widerstandsfähiges Gestein diese Verfrachtung überstand, besitzen die so
entstandenen Kiessande eine gleichbleibende Güte, eine hohe Festigkeit und auch eine gute
Widerstandskraft gegen Frost.

(aus Putschkus, F.: Die ingenieurgeologischen Verhältnisse im Stadtgebiet von Erfurt,
Diplom-Arbeit 1975, unveröffentlicht)


Fossil Gera-Valley: Gravel-lakes



For centuries gravel is mined in the north of Thuringia’s capital Erfurt. An especially rich deposit
can be found in the area between Erfurt and Hassleben.

On a section of 9 kilometers several gravel-pits developed and will develop, which fill themselves
up with groundwater during mining. In this manner a lake system of nearly 500 hectares
is created. Three lakes will exceed 60 hectares each. Five of the eight already existing quarry lakes
have reached their final shape.
Today’s total water surface exceeds 300 hectares. That means more than half of the future lake
area does already exist.

The Origin of the gravel-deposits



The gravel-deposits formed during the Pleistocene – the geologic age about 2 Million to
10000 years before Christ.

During the ice ages several enormous ice formations had made their way from Scandinavia
to the south. One of them reached the area of Erfurt (Elster Glacial Period). To the south of
the ice front Siberian climate prevailed, which caused an intensive alteration of stones and
rocks.

At the hillsides of the Thuringian Forest large amounts of detrital minerals settled. At the
beginning of each ice age strong rainfalls took place. They triggered heavy erosion
processes and great rivers for the transport of the weathered stones. In that way the river
Gera transported huge amounts of detrital minerals downstream. On its travel with the
stream these originally sharp-edged detritus was crushed, pulverized and rounded off.
Boulders turned into gravel and fine sand, which formed sand- and gravel spits in the flat
and slow streaming areas of the riverbed. Bit by bit these spits grew to a wide and thick
area of brash, which nowadays builds a lower terrace along the river Gera. The thickness of
the gravel sand in that area is measured between 5 and 15 meters.

The lower terrace splits in the northern part of Erfurt into a easterly and westerly leg:
- Fossil Gera valley (Leg Stotternheim)
- Recent Gera valley (Leg Elxleben-Kühnhausen)
These legs are defined by their gravel thickness.

In the Stotternheim area a thickness up to 12 meters was measured, while the thickness
decreases below 8 meters in the Hassleben area. The westerly leg runs in northwesterly
direction with a gravel thickness of 4 to 6 meters.

The gravel formations consist of 60 to 70 % quartzporphiry of the Thuringian Forest and of
30 % limestone. The rest are other Triassic- and New Red Deposits, quartzes and Nordic
sediments.

Since only resistant rocks endured the transportation, the in that way emerged gravel is of
consistent quality, high strength and good resistance against frost.


Zum Cache:



Bei den angegebenen Koordinaten befindet sich eine Infotafel. Dort lassen sich Informationen
zum Lösen des Earthcaches finden. Desweiteren sind ein paar Rechenkünste und logisches Denkvermögen von Vorteil.

1. Schießt ein Foto von Eurem GPS und/oder Euch an einem beliebigen See - es sollte aber
auf jeden Fall der Stotternheimer Kirchturm im Hintergrund zu sehen sein - und fügt es Eurem Log bei!*
2. Beantwortet folgende Fragen:
a. Wieviele Kubikmeter Kies werden nach Fertigstellung der 12 größeren Seen
bei einer durchschnittlichen Kiesmächtigkeit von 9,50m abgebaut worden sein?
b. Die Wasseroberfläche welches Kiessees liegt am höchsten?

Schicke eine Mail an folgende Adresse ba(at)web.de (z.B.: ostsee12345678(at)web.de). In die
Betreffzeile bitte den Cachernamen!

Viel Vergnügen


wünscht


Bobby738



The Cache:



At the given coordinates you will find an infoboard. There you
will find information to solve the Earthcach. Some math knowledge and logical
thinking is also necessary.

1. Take a picture of your GPS and/or yourself at any lake - please have the Stotternheim
churchtower in the background - and post it with your log!*
2. Answer the following questions:
a. How many cubicmeters of gravel will have been mined when the 12 larger lakes
have reached their final shape?Consider a gravelthickness of 9,5m!
b. The watersurface of which gravellake has the highest elevation?

Mail the answer to the following address ba(at)web.de (e.g.: ostsee12345678(at)web.de). Add
your cachername (logging account) in the subject line!

Have fun!
Bobby738



*Zum Thema Foto:


Ich bin mir bewusst, dass Fotos keine Logbedingung sein
dürfen. Sie beweisen jedoch dass man wirklich den jeweiligen Ort
besucht hat. Sollte jemand ein Problem damit haben,
dass sein Konterfei im Netz auftaucht, habe ich nichts
dagegen, wenn derjenige kreativ wird. (Vierbeiniger Begleiter,
Lieblingskuscheltier, oder gar ein nackter Hintern sind allemal
besser als gar kein Bild)
Natürlich lösche ich keine Logs ohne Foto, solange
alle anderen Logbedingungen erfüllt sind.
Bobby738

Additional Hints (Decrypt)

o: Syvrßevpughat qre Tren... Ybtvx! o: Fgernzvatqverpgvba bs gur Tren...ybtvp!

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)