SB Schäl Sick: SB steht für Seelsorgebereich, in diesem Fall
meint es den katholischen SB Köln-Mülheim/Buchheim/Buchforst, aber
da das nicht so schön klingt und wir nach den jüngsten
Entwicklungen eh nicht wissen, mit wem wir in Zukunft noch alles
fusionieren müssen, geben wir dem Cache lieber einen
zukunftssicheren Namen :-) Derzeit besteht der SB aus 7 ehemaligen
Pfarrgemeinden mit 8 Kirchen, 2 Kapellen und einem Kirchhof. Einige
dieser z.T. sehr sehenswerten Kirchen wollen wir Euch in diesem
Cache vorstellen. An jeder Kirche gibt es eine Bonusaufgabe, mit
der Ihr Informationen für das Finale sammeln könnt. Die meisten
Caches sind auf dem Privatgelände der Kirchengemeinde gelegt. Dies
geschieht mit ausdrücklicher Erlaubnis der Verantwortlichen im SB.
Wir laden Euch ein, Euch in Ruhe bei uns umzuschauen, wünschen Euch
viel Spaß beim Kirchen-Caching und bitten nur darum, dass Ihr Euch
an unseren Gotteshäusern angemessen verhaltet.
Cache and pray!
St. Petrus Canisius
In dem bis 1932 "Kalkerfeld" genannten heutigen Stadtteil
Buchforst entstand in den Jahren 1929 bis 1932 nach Plänen der
Architekten Wilhelm Riphahn und Caspar Maria Grod die sog. "Weiße
Stadt" mit ihrer aufgelockerten Zeilenbauweise. Ganz bewusst
passten die Architekten die 1930/31 im Bauhausstil errichtete
Kirche St. Petrus Canisius dem Stil der Siedlung an. Sie ist immer
noch, trotz einiger Veränderungen nach dem Krieg, eine der
bedeutendsten Kirchen Kölns aus der Zeit zwischen den Weltkriegen.
Die Gemeinde St. Petrus Canisius war eine Tochtergründung von Herz
Jesu (vgl. GC1Y68C), die am 15.2.1931 von der Muttergemeinde
abgetrennt wurde.
Die als Längsbau konzipierte basilikale Saalkirche hat einen
halbrunden Chor und einen seitlichen schlanken Vierkantenturm, der
in den Jahren nach 1945 mit Eternitplatten verkleidet wurde, die
seither das strahlende Weiß des Putzes verdecken. Ursprünglich war
das Langhaus in vielfach abgestuften Blautönen gefasst.
Franz Seiwert hatte im Einklang mit diesen Farben Fenster
geschaffen, die im Krieg zerstört worden waren und 1956 bzw. 1963
durch Arbeiten von Wilhelm Graaff ersetzt wurden. Heinrich Hoerle
sollte für die zunächst mit geradem Abschluss konzipierte Chorwand
eine Darstellung Jesu als Kinderfreund schaffen. Der damalige
Kirchenvorstand lehnte dieses Vorhaben jedoch ab, da der Chor zu
dunkel sei. Die Architekten mussten sich diesem Votum beugen und
verzichteten zugunsten eines durchfensterten Chors auf eine glatte
Altarwand und damit auf das Wandgemälde. Riphahn hatte es
verstanden, die beiden bedeutendsten Kölner Künstler der
Zwischenkriegszeit, Hoerle und Seiwert, zur Mitarbeit an seiner
Kirche zu bewegen. Es war das einzige Mal, dass diese beiden an
einem kirchlichen Projekt mitwirkten. Nach dem Krieg übernahm
Rudolf Schwarz die Renovierungsarbeiten an der Kirche, die jetzige
Innenraumgestaltung stammt von Maria Schwarz.
Die Chorfenster zeigen die zwölf Apostel. Aus der Vorkriegszeit
stammt der Tabernakel von Eduard Schmitz, ebenso wie die Statue des
hl. Petrus Canisius und des Hl. Joseph, beide von dem Frankfurter
Bildhauer Reimann. Nach dem 2. Weltkrieg entstanden u.a. eine
Marienstatue von Eduard Schmitz, sowie Altar, Bronzeleuchter und
Ambo von Sepp Hürten. Der Turm erhielt 1963 eine Bekrönung von
Herbert Calleen.
Diese ist
derzeit leider nicht zu sehen, weil sie wegen Rostschäden
abgenommen werden musste. Die Gemeinde bemüht sich, die
notwendigen finanziellen Mittel für die Restaurierung
aufzutreiben.
Die katholische Kirchengemeinde feiert hier samstags die
Vorabendmesse um 17:00 Uhr.
Stift bitte mitbringen!
Bonus-Aufgabe: Zähle die Bögen im Portalbereich der Kirche.
Ihre Anzahl ist G.
Die übrigen Teile der Reihe, die leider nicht alle bei
Geocaching.com gelistet werden können, findet Ihr hier:
SB Schäl Sick 1: St. Clemens
SB Schäl Sick 2: Mülheimer Dom
SB
Schäl Sick 3: Liebfrauen und Marienkapelle
SB Schäl Sick 4: St. Antonius
SB
Schäl Sick 5: St. Elisabeth
SB Schäl Sick 6: Friedhofskapelle
SB Schäl Sick 8: St. Theresia
SB Schäl Sick Bonus: St. Mauritius