Der Cache ist in der Nähe der alten
Bergwerksanlage Luisenthal versteckt. Am Cache selber findet ihr
noch Überreste aus den alten zeiten. Wofür diese "Überreste"
genutzt wurden ist mir leider nicht bekannt, vielleicht weiß einer
von euch, um was es sich dabei handelt.
Parken könnt ihr an den weiter unten genannten Koordinaten. Falls
Parkplatz 1 wegen eines Festes belegt ist, könnt ihr auf den
Parkplatz 2 ausweichen, allerdings ist der Weg von dort mit etwa
1,1km etwas länger. Ein weiteren (sinnvollen) Zugang gibt es m.W.
nicht. Suchen müsst ihr eine große 8,3L Box.
Achtung: Ihr könnt die Box von 2 Seiten aus heben. Allerdings ist
es von der Seite aus, auf der keine langen Hölzer liegen viel
einfacher. Außerdem ist es viel einfacher die Tarnung so wieder
herzustellen. ;-)
Für alle die es Interessiert, hier ein
bisschen Geschichte über den Bergbau auf dem Heidstock (und nähere
Umgebung):
Die rasche Entwicklung des Heidstocks begann erst mit dem
Aufblühen des Bergbaues. Der Anfang der heutigen Besiedlung dürfte
wohl damit zusammenhängen, dass die Bergwerksdirektion in
Saarbrücken 1842 zur Unterstützung des Siedlungswesens
Hausbauprämien und Baudarlehen an die Bergleute gewährte, die eine
Baustelle an einem durch Grubenbau ungefährdeten Gelände besaßen.
Diese Annahme wird dadurch erhärtet, dass die Bautypen der ältesten
Häuser an der Gerhardstraße die gleichen Merkmale aufweisen, wie
die alten Bergmannssiedlungen in anderen Orten in unserer
Heimat.
Im Jahre 1820 wurden die dicht beieinander liegenden Gruben
Großwald und Bauernwald zu einer Grube zusammengefasst unter dem
Namen "Vereinigte Königliche Steinkohlenzeche Bauernwald -
Großwald". Bereits ein Jahr später wurde diese Grube umbenannt nach
dem damaligen Oberberghauptmann Gerhard in Grube Gerhard ( heute
Grube Luisenthal ). Im Zuge der ständigen Erweiterung und Ausbauung
erfolgte im Jahre 1861 mit einer Gesamttiefe von 28m der
Schachtausbau "Rudolf Nord" in der Pottaschdelle. Im Jahre 1865
erfolgte der Ausbau von "Schacht Rammelter", mit einer Teufe von
58m, auf dem Heidstock (heute Grundstück Dr. Kiefaber an der
Diefelder Straße), in der Funktion als Wetterschacht für das
Westfeld von Flöz Beust. Danach folgte 1876 der "Simschelter
Schacht" zwischen Heidstock und Püttlingen, nahe der alten oberen
Bahnlinie, am Weg in Richtung Püttlinger Landstraße. Dieser
Seilschacht hatte eine Teufe von 237m und wurde 1902 umgetauft in
"Anna Schacht" nach der Gemahlin des Bergrates Anna Althaus. Der
"Rudolf Schacht" wurde 1890 ausgebaut mit einer Teufe von 330m in
der Funktion als Wetterschacht und Seilschacht und er war durch den
Mathilden-Rudolf-Querschlag mit dem Anna Schacht verbunden. Der
Standort war Ecke Gerhardstraße und Haldenweg.
Eine unliebsame Stockung in der Entwicklung des Heidstock brachte
der erste Weltkrieg 1914 - 1918. Am 10.1.1920 trat der
Friedensvertrag von Versailles formell in Kraft. In diesem Vertrag
wurde festgelegt, dass die saarländischen Kohlegruben, als
Reparationszahlung an den französischen Staat, für 15 Jahre in
dessen Besitz übergehen. Die Regierungskommission des Völkerbundes,
unter der Führung der französischen Militärverwaltung, beginnt an
der Saar eine französische Willkürherrschaft. Damit brachen schwere
Zeiten für die saarländischen Bergleute an. Die Ausbeutung des
Saarlandes begann. Die geförderte Kohle wurde auf dem Weltmarkt
verkauft um die Kriegskosten abzubauen. Aber durch den
Zusammenbruch der Weltwirtschaft im Jahre 1931 fand die
französische Regierung keine Absatzmärkte mehr und aufgrund der
Überproduktion wurden zuerst saarländische Gruben stillgelegt. Im
Jahre 1921 gab es in den saarländischen Gruben 75 350 Beschäftigte
und 1934 nur noch 46 692 Beschäftigte.
In diese Zeit fiel 1931 die Schließung vom Rudolf Schacht. Der
Schacht wurde abgeworfen und 1938 verfüllt und abgedeckt. Die
Gebäude wurden abgerissen. Der Anna Schacht wurde 1937 abgeworfen
und 1938 abgedeckt. In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg war in
diesen Gebäuden die Bergwerksmaschinenfabrik Saarland. Die
Schließung der Fabrik und der Abriss der Gebäude erfolgte bis ca.
1960. Der Rammelter Schacht wurde 1931 außer Betrieb genommen, 1936
abgemauert (im Volksmund fortan als "Bischeleise" = Bügeleisen
bekannt), 1960 verfüllt und 1963 abgedeckt (Grundstück Dr. Kiefaber
an der Diefelder Straße ).