Maxhütte #1 - Gasmaschinenzentrale
Das Industriedenkmal
120 Jahre lang prägte die Maxhütte Unterwellenborn die Region
östlich von Saalfeld. 1992 wurde das traditionelle Hüttenwerk
stillgelegt. Es wurde abgerissen, um Platz für Neues zu schaffen.
Mit der Inbetriebnahme des Elektro-Stahlwerkes der Stahlwerk
Thüringen GmbH im Jahre 1995 begann eine neue Ära am Stahlstandort
Unterwellenborn. Im Schaudenkmal Gasmaschinenzentrale wird die
Maxhüttengeschichte wachgehalten. Historische und betriebstypische
Technik lässt die Produktionsabläufe nachvollziehen. Zahlreiche
Exponate berichten von der Arbeit der Kumpel, vom Leben in- und
außerhalb der Hütte im Wandel der Zeit. Die Originaltechnik der
Maschinenhalle steht unter Denkmalschutz.
Die Gasmaschinenzentrale – das energetische Herzstück der
Maxhütte
1921 war Baubeginn für die Gasmaschinenzentrale. Nach der
Fertigstellung im Jahr 1928 bildete sie das energetische Herzstück
der Maxhütte. Sie war das Ergebnis einer hohen ingenieurtechnischen
Leistung der 20er Jahre. Ihre Funktion waren die Erzeugung von
Gebläsewind für Hochofen und Konverterstahlwerk sowie Pressluft für
das Gesamtwerk und Elektroenergie auf der Grundlage von Gichtgas.
Die Gasmaschinenzentrale bestand aus dem Kellergeschoss und einem
Maschinenraum von 111 m Länge, 33,6 m Breite und 27,5 m Höhe. Zur
Ausrüstung der Maschinenhalle gehörten ein 40- Tonnen-Laufkran der
Firma MAN, der heute noch funktionstüchtig ist, sowie sieben
Gichtgas-Kolbenmaschinen der Firma Thyssen und MAN, von denen eine
noch im Original erhalten ist. Den Mittelpunkt des Schaudenkmals
bildet die von der Firma Thyssen & Co 1923 gebaute
Gasdynamomaschine III. Mit 22 Metern Länge ist sie die letzte
erhaltene Großgasmaschine der neuen Bundesländer. Sie war 65 Jahre
lang als Generator mit einer Leistung von 2 MW in Betrieb. Als
Arbeitsmedium wurde gereinigtes Hochofen-Gichtgas eingesetzt. 35
Jahre war sie ausschließlich für das Maxhüttennetz tätig.
Das Besondere für Technikfreaks
Die letzte verbliebene Großgasmaschine, der Thyssen-Gasdynamo
III Typ DT 14 ging erst Anfang 1989 außer Betrieb. Der Zustand des
Fundamentes ließ ein Weiterbetreiben nicht zu. Noch heute ist die
Maschine funktionstüchtig, ihre Bewegungen lassen sich über ein
Fahrwerk langsam nachvollziehen. Bereits 1987 wurde der Gasdynamo
unter Denkmalschutz gestellt. Er ist die letzte Großgasmaschine auf
dem Gebiet der östlichen Bundesländer. Einschließlich aller zum
Betreiben notwendiger Anlagen steht er als Ausstellungsstück zur
Verfügung.
Als Exponat aus dem technologischen Prozess des ehemaligen
Maxhüttenbetriebes kann man eine Roheisenpfanne mit 24 t
Fassungsvermögen besichtigen. Das in den Hochöfen erschmolzene
Roheisen floss durch die Abstichrinne in große Pfannen. Von hier
aus gelangte es nach der Entschwefelung ins Konverter-Stahlwerk, wo
es zu Stahl veredelt wurde. Ein Anteil von 5-10% wurde zu Masseln
vergossen und an Gießereien geliefert.
Die Walzen der Blockstraße gehören zu den denkmalgeschützten
Anlagen in der Gasmaschinenzentrale. Auf der Blockstraße wurden die
vom Stahlwerk kommenden Blöcke vorgewalzt. Ihr endgültiges Profil
erhielten sie im Duo- oder Triogerüst und ab 1985 auf der
kombinierten Formstahlstraße.
1974 wurde in der Maxhütte das Technologisch veraltete
Thomas-Verfahren durch die Stahlerzeugung im bodenblasenden
Sauerstoff-Konverter ersetzt (Leistungssteigerung und Verbesserung
der Stahlqualität). Die äußere Form der Konverter änderte sich
kaum.
Angebote
* Führungen im Denkmalbereich mit Besichtigung der Werkstadt,
Schmiede und Steuerbühnen und im neuen Stahlwerk der Stahlwerk
Thüringen GmbH
* Ausstellungen zur Geschichte der Maxhütte und der Stahlwerk
Thüringen GmbH
* Videovorführungen zur Geschichte der Maxhütte
Öffnungszeiten:
Montag – Donnerstag 8.00 Uhr - 15.00 Uhr
Freitag 8.00 Uhr - 12.00 Uhr
An Samstagen, Sonn- und Feiertagen sowie für Besuchergruppen
sind nach vorheriger Anmeldung auch Sonderführungen außerhalb der
Öffnungszeiten möglich.
Zum Cache:
Da das Versteck direkt an der Gasmaschinenzentrale liegt, ist
Vorsicht geboten um den Cache unbemerkt zu loggen. Der Cache liegt
ausserhalb des Gebäudes und ist somit 24/7 zu loggen. ;)
Die Koordinaten wurden mit einem 60 CSx eingemessen, Genauigkeit 5
m.
Viel Spaß wünschen die Ratterichs!
Und zum Schluss etwas in eigener Sache: Wer keine kleinen
grünen Dosen oder fast Drive-Inn´s mag, der sollte von dieser Serie
lieber die Finger lassen oder Manns genug sein diese Caches nicht
zu loggen. Anschliessendes meckern gilt nicht! Diese Serie wurde
konzipiert um das Industriedenkmal Gasmaschinenzentrale näher zu
bringen, nicht mehr und nicht weniger.