Es war einmal eine wunderschöne Prinzessin mit dem Namen Mirjam.
Der König und die Königin waren voller Stolz ob ihres kleinen
Schatzes, die mit ihrem Charme und ihrer Schönheit das ganze Volk
in ihren Bann gezogen hatte. Zu ihren Ehren fanden berauschende
Feste mit Gesang und feinem Essen statt, welche Mirjam wohlwollend
aus ihrem extra für sie gebauten roten Throne betrachtete.
Doch eines Tages beim Frühstück packte Mirjam die Abenteuerlust
– sie hatte durch Gerüchte erfahren, dass in ihrem zukünftigen
Reiche (noch herrschten ja ihre “alten” Eltern) eine böse Hexe ihr
Unwesen trieb. Diese Hexe, so die Legende, ernähre sich von
schlimmen Rechtschreibfehlern und bösen arteriellen Verkalkungen,
die das Volk trotz der stetigen Bemühungen des Königspaares, immer
wieder überfielen und quälten. Die Hexe hegte und pflegte die
Laster der Untertanen, indem sie sie gezielt mit schlechten
Transfetten und mangelhafter Lektüre fütterte. Das konnte die
tapfere Mirjam nicht einfach auf sich sitzen lassen. Sie packte
ihre Siebensachen und stahl sich heimlich mit ihrem getreuem Pferd
Siddi aus dem Schlosse, um der Hexe mal gehörig die Meinung zu
brabbeln.
Ihre Reise fing in den Stallungen des Schlosses an, als sie Sidi
gerade für die Reise sattelte. Die Gerüchte besagten, dass die Hexe
eine Schar achtbeiniger Getreuen um sich versammelt hatte, die ihr
bei allen Schandtaten zur Seite standen. Von den Stallungen weg
folgte Mirjam daher ihren Spuren, überquerte die Straße und ging
schnurgerade auf dem Weg entlang – sie vermied es, sich nach rechts
oder links zu wenden.
Auf ihrer Wanderung begegnete ihr bereits nach kurzer Zeit am
rechten Wegrand ein großer, weißer Riese mit drei hervorstehenden
Zähnen. Aus seinem Mund kamen Flüche und Blitze, da er erst
kürzlich einen Besuch der Hexe über sich ergehen lassen musste.
Nachdem er so richtig geladen war, vermied Mirjam jedes weitere
Wort und ging ihren Weg weiter bis sie zu dem stadtbekannten alten
irischen Säufer kam. Ihn hatte die Hexe schon seit längerem
bearbeitet und vor allem auch dazu gebracht, seine Laster an andere
weiterzugeben. Da sie keine Lust auf ein Gespräch über die
schädliche Wirkung von koronalen Verstopfungen und schlechten
Einflüssen von grausligen Flüssigkeiten hatte, wand sie ihm den
Rücken zu und ging nach ein paar Schritten kurz vor einem
Schotterplatz in ein kleines Gässchen auf der rechten Seite hinein.
Ihr fiel auf, dass hier einige Fenster von ängstlichen Bewohnern
zugemauert wurden (wie viele zugemauerte Fenster sind es genau =
A?)
Am Ende des Gässchen angelangt, ritt sie mit Sidi nach rechts
bis zu einem Platz mit einem magischen Apparat zur Messung der
Feuchte der Luft, der Wärme der Umgebung und ?? (Anzahl der
Buchstaben des Namens vom 3. Messgerät = B). Ganz fasziniert von
diesem Gerät hätte sie beinahe das fürchterliche Heim der Hexe auf
der rechten Seite übersehen. Es war gut getarnt unter eine Decke
aus grünem Efeu – sicherlich voller grausiger achtbeiniger Monster,
wie der Name schon sagte. Leider jedoch kam Mirjam zu spät, die
Hexe war auf einem ihrer Streifzüge ausgeflogen, die Unterkunft war
verlassen. Nur ein alter grauer Mann konnte ihr sagen, wohin sie
sich nun wenden sollte. Er hielt einen
- a) Spazierstock: C = 1
- b) Besen: C = 3
- c) Bleistift: C = 2
in den Händen. Sie folgte seinem Ratschlag machte kehrt und ging
die sanft ansteigende Straße hinauf.
Mirjam überquerte einen runden Kreis aus Steinen, der mitten auf
der Straße lag. Am Traunstein-Wasserfall löschten sie und Sidi
ihren Durst. Dabei bemerkte sie, dass sie auf die Verpflegung
vergessen hatte – normalerweise kümmerte sich ihre Mutter,
gelegentlich auch ihr Vater darum. Daher kehrte sie bei einem
netten Wirten ein, der sich Meister Eder nannte. Sein Gaststüberl
hatte nur einen Tisch, an dem bereits ein merkwürdiges Wesen mit
einer Kapuze saß. Da sonst kein anderer Platz vorhanden war, band
Mirjam Sidi vor der Türe an und setzte sich an diesen Tisch. Das
Wesen stellte sich mit dem Namen Steva vor und als es den Umhang
lüftete, erschrak Mirjam bei dessen Anblick – es hatte zwei Köpfe,
jedoch nur einen Körper. Der eine Kopf hatte im oberen Bereich
viele Haare, im unteren jedoch keine. Beim anderen Kopf war es
genau umgekehrt. Steva war jedoch sehr nett und kam gleich mit
Mirjam ins Plaudern. Auch Steva war ein Opfer der Hexe geworden und
konnte sich ob der vielen Rechtschreibfehler nur mehr stammelnd mit
den anderen unterhalten. Von Steva bekam Mirjam aber einen
wichtigen Hinweis: „Si mal in dme ggeünberielengdn Huas mit dem
wßieen Kires vro dre Trüe ncah – drot wsrit du eenin Heiwnis
fndien. Zhläe dei Azhanl der eserinen Btülen am Eginang, swhloo
gßoer wei kielne“ (Anzahl = D).
Mirjam dankte dem seltsamen Wesen und verließ rasch die
Gaststube, befolgte den Rat von Steva und ritt dann einer Eingebung
folgend durch das Trauner Tor bis sie zu einer Pforte auf der
rechten Seite kam. Diese Pforte war einer der Eingänge in ein
mächtiges Bauwerk, Mirjam wollte sich jedoch nicht ablenken lassen,
zählte nur rasch die Anzahl der Kreise direkt über der größeren der
beiden Eingangstüren im Fenster oberhalb und setzte ihre Suche fort
(Anzahl der Kreise = E).
Plötzlich sträubte sich das Fell von Sidi und er hätte Mirjam
fast vor Schreck abgeworfen. Mit letzter Kraft konnte sich die
kleine Prinzessin noch festhalten, bis sie gewahr wurde, warum Sidi
derart erschrocken war. Hier, direkt gegenüber des Platzes, sah sie
die letzten Überreste von Raja, einer tapferen Kriegerin aus dem
Heer ihrer Eltern. Sie hatte im Kampf mit der Hexe sowohl beide
Arme, beide Beine ab den Knien und ihren Kopf verloren. Mirjam sah,
welches Gebäude sie bis zuletzt verteidigt hatte (Anzahl der
Buchstaben des Gebäudenamens = F, erste Wort) und musste mit
ansehen, wie die Bewohner und alle, die mit ihnen zu tun hatten,
nun unter lauter unverständlicher Satzstellungen und gar
schrecklichen grammatikalischen Verrenkungen zu leiden hatten.
Mirjam wand ihren Blick ab und wurde nun richtig wütend auf die
Hexe und vor allem auf sich selbst, weil sie scheinbar immer zu
spät kam, und ihr die Hexe jedes mal im letzten Moment entwischen
konnte. Doch tapfer, wie sie nun einmal war, setzte sie ihre
Mission fort und ritt über den Platz, vorbei an drei Wasser
speienden Gauklern bis zu 5 steinernen Hütern der Straße. Diese
Hüter hatten die Hexe gesehen und konnten Mirjam folgenden Hinweis
geben: „Gehe zwischen uns hindurch, keine Sorge, wir geben Dir
Rückendeckung. Dann wende dich nach links. Gehe den Weg entlang bis
zu einem Haus mit gelben Vordächern. Sei vorsichtig vor den lauten
und stinkenden Gefährten und überquere die Straße nur an der
vorgeschriebenen Stelle. Setze Deinen Weg nun fort bis Du zu einem
Schloss kommst – hier wirst Du die Hexe finden“.
Mirjam befolgte den Rat und gelangte rasch auf den geschotterten
Weg zum Schloss. Sie kannte dieses Schloss nicht, aber es gefiel
ihr und sie nahm sich vor, ihre Eltern davon zu überzeugen, es
öfters zu besuchen – besonders den schönen Schlosspark in dem es
allerlei lustiges Gebälk gab.
Doch zuerst musste sie sich der Hexe stellen. Schon auf dem Weg
zum Schloss konnte Mirjam das Kreischen der alten Hexe hören und
plötzlich sah sie sie. Sie war in einem der Türme des Schlosses und
jagte gerade die Bewohner von einem Stock in den nächsten. Mirjam
rammte Sidi nun die Sporen in den Hinterteil um ihn voranzutreiben,
worauf dieser die Prinzessin abschüttelte und sich grantig unter
den nächsten Baum verkroch. Mirjam verfluchte den feigen Vierbeiner
und ging nun selbst mit trotzigen Schritten dem Schlosseingang
entgegen. Hier traf sie die Bewohner des Hauses – mmh, merkwürdig …
lauter Männer ?!? ... (wie viele sind es? = G) wie sie gerade Angst
erfüllt das Schloss verließen.
Die Hexe rannte ihnen hinterher. Mirjam verfolgte sie, rannte am
Schlosseingang vorbei, dann nach rechts und konnte die alte Frau
schließlich auf einer Brücke dank Sidi, Raja und Steva, die ihrer
kleinen Anführerin beistehen wollten, auf einer Brücke einkreisen.
Dankbar für die unerwartete Hilfe ging Mirjam auf die Hexe zu. Nun
erst wurde Mirjam bewusst, dass sie eigentlich keine Ahnung hatte,
wie sie die Hexe bekämpfen sollte … Sie war so damit beschäftigt
gewesen, diese aufzuspüren, dass sie nie einen Gedanken daran
verwendet hatte, was im Falle des Falles zu tun sei.
Schließlich tat sie das, was jede andere kleine Prinzessin oder
jeder andere kleine Prinz in ihrem Alter und vor allem bei ihrer
nassen unteren Hälfte getan hätte – sie fing an, lauthals nach
ihren Eltern zu plärren. Sofort kamen der König und die Königin
angestürmt, erbleichten ob der schrecklichen Gefahr und des gar
schrecklichen Gestankes, in der sich ihr ein und alles befand. Sie
entfernten rasch die grausliche Windel sowie die komische alte
Stoffpuppe in Form einer Hexe und verstauten sie wieder bei den
anderen Spielsachen von Mirjam im Regal: dem grauen Esel Sidi, der
alten, kaputten Puppe Raja und dem Foto eines befreundeten
Cacherpaares. Keine Ahnung, warum Mirjam dieses bei ihren
Spielsachen hatte ...
Nachdem dies alles getan war, schlief die kleine Mirjam beruhigt
wieder ein und träumte weiter von ihren Abenteuern …
Du findest Mirjam's Spielsachen bei:
N 48° F+G/C.D*G+D*F
E 14° 1A.B*E*10-E
Möge das Fläschchen von Mirjam niemals leer werden!