Auf dem Sachsenberg, unweit von Eckartsberga, entstanden von
1817 bis 1831 drei Windmühlen: Eine Turmwindmühle, auch
Holländerwindmühle genannt, und 2 Bockwindmühlen. Die erste
Bockwindmühle, errichtet zwischen 1817 und 1821, wurde schon 1901
wieder abgerissen. Die andere Bockwindmühle wurde zwischen 1818 und
1826 erbaut und 1950 wegen Baufälligkeit beseitigt. Die
Holländerwindmühle entstand von 1830 bis 1831. Sie brannte in den
Jahren 1839, 1848 und 1851 ab, wurde aber immer wieder
aufgebaut.
Die 1830 bis 1831 vom Müllermeister Löffler mit seinen 6 Söhnen
errichtete Mühle wurde 1849 so umgebaut, dass man sie als
Holzsägemühle nutzen konnte. Die noch heute erhaltene Mühle misst
vom Boden bis zur Haubenspitze 13 Meter. Der Turm der Mühle besteht
aus Kalksteinmauerwerk mit ein Meter starken Mauern am Fuße, und
verjüngt sich auf 0,6 Meter. An der Sohle hat die Mühle einen
Durchmesser von 8 und oben von 7 Metern. Anstelle von Flügeln
besitzt die Mühle ein zehnspeichiges Windrad von 14 Metern
Durchmesser, eines wie es nur im Mittelmeerraum üblich ist. Was den
Bauherrn bewog, an dieser Turmwindmühle ein Windrad nach dem
Mittelmeertyp anzubringen, ist leider unbekannt. Aber gerade dieses
Windrad macht die Mühle deutschlandweit so einzigartig und gilt als
technisches Denkmal von Rang.
Die früher aus Holz, heute aus Blech ausgeführten Flügel mit
denen die 10 Segmente des Rades "bespannt" sind, können mit einer
speziellen Vorrichtung durch die hohle Flügelwelle hindurch mit 2
Seilen verstellt werden. Dadurch lassen sich das Windangebot und
damit die Kraft des Windes optimal nutzen. Anderseits dreht die
Windmühle bei zu hoher Windgeschwindigkeit automatisch in
"Segelstellung", um Zerstörungen an der Technik zu vermeiden. Die
so genannte "Windrose", die an der drehbaren Haube der Mühle
gegenüber dem Windrad angeordnet ist, stellt das Windrad bei
Änderung der Windrichtung selbsttätig in den Wind.
Von ehemals 3 Windmühlen befindet sich heute auf dem Sachsenberg
nur noch die sogenannte Holländerwindmühle. Sie gilt aufgrund des
für den Mittelmeerraum typischen Windrades als einmalig nördlich
der Alpen. 1993 wurde sie von einer Interessengemeinschaft
rekonstruiert, aber schon am 9. Dezember 1993 zerstörte ein Sturm
das Windrad. Im Jahr 2006 erfolgte eine weitere umfangreiche
Sanierung, in deren Ergebnis die Mühle wieder voll funktionsfähig
ist.
Öffnungzeiten der Mühle:
April bis Oktober:
Mittwoch bis Freitag: 10 bis 16 Uhr
Sonnabend, Sonntag: 13 bis 18 Uhr
und an Feiertagen
Außerhalb der Öffnungszeiten ist eine Besichtigung nach
vorheriger Vereinbarung möglich.
Kontakt: 034465/701912 oder 0162/4552601
Viel Spaß wünschen euch pixie07, fianna, ThomasM80 und
Hoffi1986!
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